Ausgewogene Ernährung
Besonderheiten in der Ernährung
Zahlreiche Studien belegen, dass unter anderem eine gesunde Ernährung für ein lange gesundes Leben wichtig ist. Doch was heißt gesundes Essen im Alter?
Im Vergleich zu früheren Lebensphasen wird die Verdauung meist langsamer, da die Bewegung und Durchblutung von Magen und Darm abnimmt und der Stoffwechsel verringert sich. Daher benötigen wir weniger Kalorien, aber mehr Nährstoffe und Eiweiß, um dem Muskelabbau entgegenzuwirken. Die Muskulatur schwindet in späteren Lebensphasen leichter bzw. kann nur schwerer wieder aufgebaut werden. Hierdurch kommt es zu Veränderungen in der Körperzusammensetzung und im Gewicht.
Wir erreichen die maximale Knochendichte im Lebensalter von 35 bis 40 Jahren, danach nimmt die Knochenmasse ab. Es geht darum, Ihren altersbedingten Verlust an Knochenmasse zu reduzieren. Hierfür müssen Ihre Speisen ausreichend Protein (Eiweiß), Calcium und Vitamin K enthalten. Diese Nahrungsmittel finden Sie unten im Ernährungskreislauf. Entscheidend ist auch eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D, das die Haut unter Sonneneinfluss bildet.
Auch die Hunger- und Sättigungsregulation verändert sich sowie das Durstempfinden. Wenn Sie nur noch kleine Mengen essen mögen, sollten Sie über den Tag mehrere kleinere energie- und nährstoffreiche Mahlzeiten zu sich nehmen, um das Risiko für eine Mangelernährung zu senken. Bitte denken Sie auch an ausreichendes und regelmäßiges Trinken – vor dem Durst.
Und vergessen Sie nicht: zu einem guten Essen gehört auch, es zu genießen!
Tipps und Rezepte
Informationen des BIÖG | Gesund Essen im Alter
Der DGE-Ernährungskreis
Informationen des BIÖG | Gesund trinken im Alter

Erlebnis gemeinsam zu kochen
Erhalten Sie Informationen zu gesunder Ernährung und lernen Sie gemeinschaftlich Kniffe in einem Kurs der lippischen Volkshochschulen (VHS).
Genießen mit allen Sinnen
Der sinnliche Eindruck des Schmeckens ist ein Zusammenspiel von Geruchs-, Geschmacks- und Tastsinn sowie Temperaturempfinden im Mund.
Geruchssinn
Im Laufe der Zeit kann das Riechvermögen abnehmen und damit die Wahrnehmung von Gerüchen in der Luft oder im Essen, das dann weniger intensiv schmeckt. Der Geschmack von Speisen kommt in erster Linie durch Aromen zustande, die vom Geruchssinn wahrgenommen werden. Für das Abnehmen des Riechvermögens kann es vielfältige Ursachen geben, von einer altersbedingten Schädigung der Riechschleimhaut der Nase oder durch Erkrankungen wie Diabetes mellitus bis hin zum Rauchen. Auch die Einnahme von Medikamenten oder eine mangelhafte Mund- und Zahnhygiene kann der Grund dafür sein.

Geschmackssinn
Auch der Geschmackssinn kann zurückgehen. Die Geschmacksrichtungen werden durch die Geschmacksknospen im Mund vermittelt. Mit zunehmenden Lebensalter werden diese weniger. Daher werden auch die einzelnen Geschmacksrichtungen weniger gut wahrgenommen, wobei die Fähigkeit, Süßes zu schmecken, am längsten erhalten bleibt. Auch eine schlechte Mund- und Zahnhygiene, Erkrankungen und eine damit verbundene Medikamenteneinnahme (z.B. Psychopharmaka, Antibiotika), die zu Veränderungen der Mundschleimhaut führen können, können Gründe für Geschmacksbeeinträchtigungen sein.
Starke Geruchs- und Geschmacksbeeinträchtigungen können zu einem Verlust des Appetits führen.
