Bewegung ist essenziel
Aktivität ist die beste Medizin
Bewegung ist nachweislich gesundheitsfördernd. Für aktive Menschen sind die Risiken für Herz-Kreislauferkrankungen deutlich geringer als für Menschen, die sich wenig bewegen. Auch Übergewicht sowie Diabetes mellitus Typ 2 kann mit ausreichend Bewegung entgegengewirkt werden. Gewichtstragende Aktivitäten, wie Gehen, Treppensteigen oder Krafttraining können das Risiko für osteoporosebedingte Knochenbrüche senken.
Regelmäßige Bewegungs- und Sportaktivitäten halten nicht nur den Körper fit, sondern auch den Geist. Durch Aktivität wird das Gehirn besser durchblutet, ihre geistige Leistungsfähigkeit steigt damit deutlich.
Ein körperlich aktiver Lebensstil ist entscheidend für eine selbstständige Lebensführung. Denn auch die Zusammensetzung der Muskeln, z. B. der Muskelfasertyp und der Muskelstoffwechsel ändern sich im Laufe der Zeit und beeinflussen die Muskelfunktion. Individuelle Mobilität trägt wesentlich zu einem gesunden Altern bei. Umgekehrt können inaktive Lebensstile chronische Krankheitsentwicklungen forcieren und auch den Erhalt der Selbstständigkeit gefährden.
Welche Bewegungsabläufe haben Ihnen immer Freude bereitet? Schwimmen ist z.B. ein Training für den ganzen Körper - von Kopf bis Fuß und in jedem Alter. Auch Tanzen fördert Motorik, Koordination und Gleichgewichtssinn. Vielleicht ist bei Ihnen im Park auch eine Boule-Bahn - probieren Sie es aus!
Und: die Freude an Bewegung bewirkt eine Steigerung Ihres Wohlbefindens!

Der Alltags-Fitness-Test
Mit dem Alltags-Fitness-Test (AFT) können Sie wissenschaftlich fundiert Ihre Fitness und Beweglichkeit ermitteln, wenn Sie älter als 60 Jahre sind. Der AFT bietet Ihnen eine fundierte Auskunft über ihre Alltags-Fitness. Lassen Sie sich von den Ergebnissen motivieren, um gezielt an Ihrer Fitness zu arbeiten - und so auch in späteren Jahren selbständig bleiben zu können. Je früher wir Anzeichen von körperlicher Schwäche feststellen, desto früher können wir ihr entgegenwirken. Informieren Sie sich über den Test im Internet und klicken auf den Link im orangefarbenen Kästchen auf der rechten Seite. Jeder Schritt zählt!
Flamingo Balance Test
Wie lange können Sie auf einem Bein stehen? Beim Flamingo Balance Test, dem Stehen auf dem nicht dominanten Bein, benötigen Sie das Zusammenspiel verschiedener Fähigkeiten, um das Gleichgewicht zu halten. Gehen Sie die Sache langsam an, versuchen Sie zunächst auf einem Bein zu balancieren während Sie sich an einem Stuhl festhalten oder lehnen Sie sich zur Unterstützung an eine Wand. Sie können sich nach und nach in eine freistehende Position vorarbeiten. So trainieren Sie Kraft und Balance.
Die Durchschnittswerte, wie lange gesunde Menschen auf einem Bein stehen können, betragen nach Altersgruppe:
- 18- bis 39-Jährige 43 Sekunden
- 40- bis 49-Jährige 40 Sekunden
- 50- bis 59-Jährige 37 Sekunden
- 60- bis 69-Jährige 30 Sekunden
- 70- bis 79-Jährige etwa 18 bis 19 Sekunden
- ab 80 Jahren um die fünf Sekunden

Das Alltags-Trainings-Programm
Nutzen Sie Ihren Alltag als Trainingsmöglichkeit. Ideen, wie Sie Alltagssituationen und -gegenstände ganz einfach als Übungsmöglichkeit nehmen können, erhalten Sie im AlltagsTrainingsProgramm (ATP). Alle Informationen hierzu finden Sie beim Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) im Rahmen des Programms "Gesund und aktiv älter werden".

Die Bewegungspackung des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) ist eine kleine Schachtel mit 25 Übungskarten und leicht umzusetzenden Anregungen. Sie erhalten sie in unseren Gesundheitszentren .
Stärken Sie Ihre Gesundheit durch Bewegung
Unterwegs in Lippe


Aber nicht übertreiben
Bewegung bei Herzerkrankung
In den meisten Fällen können und sollten auch Personen mit einer Herzerkrankung Sport treiben. Damit dies in einer sicheren Umgebung erfolgt, macht die Teilnahme an einer Herzsportgruppe Sinn. Hier greifen Bewegung und Geselligkeit ineinander. Die Gruppen sind ärztlich betreut. Suchen Sie eine Gruppe unter herzstiftung.de | Herzgruppe in der Nähe finden.
Auch Entspannungstraining ist Bewegung
Bei weiteren chronischen Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparat sind lange Spaziergänge oder Wanderungen vielleicht einfach nicht mehr möglich. In der Bewegung sollten Sie dennoch bleiben. Auch aktivere Entspannungstrainings fördern Ihre Beweglichkeit, powern Sie aber nicht aus und verursachen selten Schmerzen. Suchen Sie nach Angeboten für Stuhlgymnastik, Yoga oder Progressive Muskelentspannung für Senioren in Ihrer Umgebung oder sehen sich einmal die Übungsvideos des BIÖG an. Klicken Sie hierfür auf den nachfolgenden Link:


Verringern Sie Ihr Sturzrisiko
Durch gezieltes Training können Sie Ihre Balance, Kraft, Flexibilität und Ausdauer stärken. Mit einfachen und regelmäßig durchgeführten Übungen können Sie Ihre Stand- und Gangsicherheit verbessern und Risiken vermeiden.
