... lebt, wie es der Zufall so will, in unserem wunderschönen Kreis Lippe. Familie Lippig, das sind die Eltern Nelda und Herrmann mit ihren Kindern Detta und Leo. Opa August und Großtante Lüdi gehören auch noch dazu. Auf dieser Seite stellen wir Ihnen dar, wie Familie Lippig mit alltäglichen Gesundheitsfragen am Besten umgehen sollte.
Fieber ist keine Krankheit. Fieber ist ein Symptom als Reaktion auf Krankheitserreger. Kinder bekommen zum Beispiel bei einer Erkältung oder dem Durchbruch eines Zahns Fieber. Fieber ist die Immunabwehr.
• Heißes gerötetes Gesicht
• Müde Augen
• Blasse Haut
• Kind ist am quengeln oder müde
• Nahrung wird verweigert
Die normale Körpertemperatur kann z.B. durch Kleidung oder Sport schwanken. Weitere Schwankungen bestehen zwischen den Messstellen.
| Normal | 36,5 °C |
| Erhöhte Temperatur | 37,5 °C |
| Fieber | 38,5 °C |
| Hohes Fieber | 39,0 °C |
• Bettruhe
• Halbstündige Flüssigkeitszufuhr
• Leicht verdauliche Speisen
• Temperatur kontrollieren
• Digitale Bildschirme ausschalten
• Zuwendung und Aufmerksamkeit
Hilfsmittel wie Wadenwickel können eine äußerliche Kühlung verschaffen. Das Fieber wird damit nicht gesenkt. Wichtig ist zu beobachten, dass sich das Kind wohl fühlt und nicht friert.
Meistens verschwindet das Fieber von alleine. Medikamente nur nach Rücksprache mit einem Arzt oder einer Ärztin und frühestens ab einer Temperatur von 38,5 Grad Celsius verabreichen.
Verabreichen Sie keine Medikamente für Erwachsene. Insbesondere keine Wirkstoffe wie Acetylsalicylsäure, die in z. B. Aspirin enthalten ist.
Am häufigsten werden bei Kindern Paracetamol und Ibuprofen eingesetzt.
Einige Fragen lassen sich durch einen Anruf in der Arztpraxis klären. Bei folgenden Aspekten ist ein Besuch ratsam:
• Zusätzlichen Krankheitszeichen
• Fieber bleibt hoch oder steigt
• Unsicherheiten und Sorgen
• Fieberkrampf oder Verfärbung
• Säuglinge bis 3 Monate bereits ab 38 Grad
Ihr Kind muss mindestens 24 Stunden fieberfrei sein, bevor es wieder eine Gemeinschaftseinrichtung wie eine Kita oder die Schule besuchen darf.
Bei einer Erkältung sind die oberen Atemwege durch Krankheitserreger entzündet. Bei Symptomen wie Gliederschmerzen und Fieber spricht man auch von einem grippalen Infekt.
Eine Erkältung dauert oftmals bis zu 10 Tage an. Die typischen Erkältungsbeschwerden sind: Halsschmerzen, Husten, Schnupfen, Heiserkeit, Ohrenschmerzen und Kopf- oder Gliederschmerzen.
Meistens treten Erkältungen in regnerischen und kühlen Jahreszeiten auf. Kinder erkranken häufiger, da das Immunsystem noch nicht gestärkt ist. Die Ansteckung erfolgt über eine Tröpfcheninfektion, bei der die Erreger durch Husten oder Niesen in die Umgebung gelangen.

Je nach Symptom, können verschiedene Hausmittel helfen. Kontrollieren Sie Ihr Kind regelmäßig auf Fieber und weitere Symptome, um entsprechend zu handeln.
• Viel Trinken
• Ruhe und Schlaf
• Gurgeln, z.B. mit Salbei-Tee
• Bonbons, z.B. mit Salbei
Bei Kindern keine ätherischen Öle anwenden. Nicht in der Nähe des Kindes rauchen, dies reizt die entzündeten Atemwege.
Neben den Hausmitteln können Medikamente wie:
eingesetzt werden. Wenden Sie sich bei Fragen an eine Apotheke oder Arztpraxis. Die meisten Erkältungen entstehen durch Viren. Antibiotika wirken hingegen bei Bakterien und werden deshalb selten eingesetzt.
Bei folgenden Aspekten ist ein Besuch in der Arztpraxis ratsam:
• Verweigerung von Flüssigkeit
• Husten > 2 Wochen oder Erbrechen
• Verdacht auf Entzündungen (Nasennebenhöhle, Mittelohr, Bronchien oder Mandeln)
• Kinder unter 3 Monaten
Ihr Kind sollte mindestens 24 Stunden symptomfrei sein, bevor es wieder eine Gemeinschaftseinrichtung wie Kita oder Schule besuchen darf.
...eine schwallartige Wiedergabe größerer Mengen von Nahrung. Treten weitere Symptome auf liegt meist eine Virusinfektion vor.
• Entleerung des Mageninhaltes
• Erbrochenes ist gelblich und schleimig
Das Aufstoßen von kleinen Mengen an Nahrung nach einer Mahlzeit ist kein Erbrechen.
Kinder haben einen empfindlicheren Magen und reagieren schneller mit Erbrechen.
Harmlose Gründe können folgende sein:
• Kalte Getränke
• Nervosität
• Viel durcheinander gegessen
• Verdorbene Lebensmittel
Das Erbrechen kann auch ernsthafte Erkrankungen signalisieren:
• Virusinfektionen (z.B. Magen-Darm Erkrankungen)
• Blinddarmentzündung
• Lebensmittelvergiftung
Es ist wichtig der Austrocknungsgefahr entgegenzuwirken. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind genügend trinkt.
• Kleine Mengen an Tee über 4 Stunden
• Feste Nahrung auf Wunsch des Kindes
Bei folgenden Aspekten ist ein Besuch in der Arztpraxis ratsam:
• Zusätzlichen Krankheitszeichen wie Fieber
• Verweigerung von Flüssigkeit
• Erbrechen auf nüchternen Magen
• Wiederholtes Erbrechen ohne erkennbaren Grund
• Wiederholtes Erbrechen bei Säuglingen
• Nach einem Sturz bzw. Unfall
Ihr Kind sollte erst 48 Stunden nach dem letzten Erbrechen wieder eine Gemeinschaftseinrichtung wie Kita oder Schule besuchen.
Von Durchfall oder auch Diarrhö wird gesprochen, wenn mindestens drei Entleerungen am Tag aus flüssigem Stuhl/Ausscheidungen bestehen.
Um Durchfall zu erkennen müssen das Alter des Kindes und die Ernährung berücksichtigt werden.
• Häufiges Entleeren
• Unangenehm riechender Stuhl
• Weicher bis dünnflüssiger Stuhl
• Darminfektion mit Viren
• Verdorbene Lebensmittel
• Unverträglichkeiten
• Medikamente
• Seelische Faktoren
Zum Schutz vor weiteren Ansteckungen ist es wichtig auf die Hygiene zu achten. Waschen Sie häufig Ihre Hände.
Durchfall ist immer mit einem Verlust an Flüssigkeit verbunden. Es ist wichtig der Austrocknungsgefahr entgegenzuwirken. Achten Sie darauf, dass Ihr Kind genügend trinkt.
• Flüssigkeit über 4 Stunden, keine feste Nahrung
• Leicht verdauliche Kost erst nach 4 Stunden
Bieten Sie abwechslungsreiche Getränke an, um den Verlust an Nährstoffen, Elektrolyten und Vitaminen auszugleichen:
• Tee mit Zucker
• Gesalzene Gemüsebrühe
• Kaliumreiche Obstsäfte wie Bananensaft
Keine Cola-Getränke oder Salzstangen!
Bei folgenden Aspekten ist ein Besuch in der Arztpraxis ratsam:
• Blutiger Stuhl
• Zusätzlichen Krankheitszeichen wie Fieber
• Verweigerung von Flüssigkeit
• Sehr angespannte Bauchdecke
• Anhaltender Durchfall (s. Tabelle)
| Altersstufe | Stuhlfrequenz pro Tag |
|---|---|
| Säugling | > 4 Mal |
| Kleinkind | > 6 Mal |
| Schulkind | > 8 Mal |
Ihr Kind sollte erst 48 Stunden nach dem letzten Erbrechen wieder eine Gemeinschaftseinrichtung wie Kita oder Schule besuchen.
Kinder können häufig unter Bauchschmerzen leiden. Die Schmerzen im Bauchraum können sich dumpf, ziehend oder stechend anfühlen. Oftmals sind sie nicht genau zu lokalisieren.
Die Ursachen können am Essverhalten liegen, körperlich sein oder auch mental ausgelöst werden. Um Ihrem Kind zu helfen, ist es wichtig die Ursache zu finden.
Körperliche Auslöser:
Verdauungsprobleme wie Verstopfung oder Blähungen, Nahrungsmittelunverträglichkeit, leichte Infekte, Erkrankungen z. B. Blinddarmentzündung.
Seelische Auslöser:
Nervosität, Angst, Stress, Prüfungen oder Aufführungen, Konflikte mit Familie, Freunden oder der Schule.
Bauchschmerzen sind oft harmlos und verschwinden häufig von alleine. Die folgenden Aspekte, können bei Bauchschmerzen helfen:
• Ruhe und Wärme
• Getränke ohne Kohlensäure wie Tee
• Leichte Kost
• Sanfte Bauchmassagen
• Gespräche und Unterstützung anbieten
Je nach Ursache können entsprechende Medikamente die Bauchschmerzen lindern. Wenden Sie sich dafür an Ihre Arztpraxis oder Apotheke.
Bei folgenden Aspekten ist ein Arztbesuch ratsam:
• Starke Schmerzen
• Schmerzen über mehrere Stunden
• Begleiterscheinungen z. B. Durchfall oder Fieber
• Sehr angespannte Bauchdecke
• Schmerzen im rechten Unterbauch z. B. Blinddarmentzündung
Liegen körperliche Auslöser vor, sollte Ihr Kind so lange zu Hause bleiben, wie es Symptome aufweist. Liegen seelische Auslöser vor, sollten Sie das weitere Vorgehen mit Ihrem Kinderarzt / Ihrer Kinderärztin besprechen.
| 1. | Nass machen | Hände unter fließendes Wasser halten. |
| 2. | Rundum einseifen | Hände von allen Seiten einschäumen. |
| 3. | Zeit lassen | Gründliches Einseifen dauert 20 bis 30 Sekunden. |
| 4. | Gründlich abspülen | Hände unter fließendem Wasser abwaschen. |
| 5. | Sorgfältig abtrocknen | Hände mit einem sauberen Tuch trocknen. |