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Krebsgeschehen im Kreis Lippe

Kommunaler Gesundheitsbericht des Fachbereichs Gesundheit

Herausgeber:
Kreis Lippe, Der Landrat | Fachbereich 530 Gesundheit | Rintelner Straße 83, 32657 Lemgo 

Hauptautorin

Dr. rer. nat. Simone Bernardino Potthast, 
Master, Promotion und post doc of Science in Immunologie 
Gesundheitsplanung und -berichterstattung, Fachbereich Gesundheit, Kreis Lippe.

Co-Autorin

Vanessa Ohm
Master of Science in Public Health
Gesundheitsplanung und -berichterstattung, Fachbereich Gesundheit, Kreis Lippe.

Co-Autorin

Dr. med. Kerstin Ahaus
FÄ f. Allgemeinmedizin
Sozialmedizin, Psychotherapie
Naturheilverfahren
Fachbereichsleitung Gesundheit Kreis Lippe 

Autorenerklärung
Die Autorinnen erklären, dass kein wirtschaftlicher oder persönlicher Interessenkonflikt vorliegt. 

Vorwort Landrat Meinolf Haase
Vorwort Dr. med. Kerstin Ahaus
1 Einleitung
2 Das Krankheitsbild Krebs
3 Verwendete Datengrundlagen und Begriffe
3.1 Zentrum für Krebsregisterdaten (ZfKD)
3.2 Absolute Fallzahlen
3.3 Altersstandardisierte Rate
3.4 Inzidenz
3.5 Mortalität
4 Soziodemografische Angaben zum Kreis Lippe
4.1 Einwohnerzahl
4.2 Alter und Geschlecht
5 Krebsgeschehen im Kreis Lippe
5.1 Krebsneuerkrankungs- und Sterberaten (ICD-10 C00-C97)
5.2 Übersicht zu Krebsneuerkrankungen und Sterbefällen im Kreis Lippe (ICD-10 C00-C97)
5.3 Inzidenz und prozentualer Anteil der Tumorlokalisationen an allen Krebsneuerkrankungen und Krebssterbefällen im Kreis Lippe
5.3.1 Inzidenz und Mortalität der häufigsten Tumorlokalisationen bei Frauen
5.3.2 Inzidenz und Mortalität der häufigsten Tumorlokalisationen bei Männern
5.4 Die häufigsten Tumorlokalisationen an allen Krebsneuerkrankungen und Sterbefällen nach Geschlecht im Kreis Lippe
5.4.1 Brustkrebs (Mammakarzinom) ICD-10 C50
5.4.2 Prostatakrebs ICD-10 C61
5.4.3 Lungenkrebs ICD-10 C33 und C34
5.4.4 Darmkrebs ICD-10 C18-C21
5.4.5 Harnblasenkrebs (Harnblasenkarzinom) ICD-10 C67, D09.0, D4
5.4.6 Malignes Malinom der Haut (Hautkarzinom) ICD-10 C43
5.4.7 Gebärmutterkörperkrebs (Endometriumkarzinom oder Gebärmutterschleimhautkrebs) ICD-10 C54-C55
5.4.8 Non-Hodgin-Lymphome ICD-10 C82-C86, C88
5.4.9 Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom) ICD-10 C25
5.4.10 Leukämien ICD-10 C91-C95
6 Das onkologische Zentrum am Klinikum Lippe des Universitätsklinikums OWL
7 Die Ambulante Psychosoziale Krebsberatungsstelle Kreis Lippe
8 Fazit und Handlungsempfehlungen
9 Literaturverzeichnis
10 Abbildungsverzeichnis
11 Tabellenverzeichnis
12 Abkürzungsverzeichnis
Vorwort Landrat Meinolf Haase

Vorwort des Landrates

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Lipperinnen und Lipper,

die gesundheitliche Situation der Bevölkerung im Kreis Lippe ist uns ein zentrales Anliegen. Krebserkrankungen nehmen dabei eine besondere Stellung ein: Sie sind nach den Herz-Kreislauf-Erkrankungen die zweithäufigste Todesursache und tragen wesentlich zur Krankheits- und Sterblichkeitslast in unserer Region bei. Zudem belasten Krebserkrankungen und deren Folgen nicht nur die Patientinnen und Patienten selbst, sondern auch deren persönliches Umfeld stark.

Der Bericht „Krebsgeschehen im Kreis Lippe“ bietet einen differenzierten Überblick über Krebsneuerkrankungen sowie krebsbedingte Sterbefälle und schafft damit eine wichtige Grundlage für eine sachliche und vorausschauende Auseinandersetzung mit diesem Thema. Die Ergebnisse machen deutlich, dass wir vor großen Herausforderungen stehen. Krebserkrankungen wie Brust-, Prostata-, Lungen- und Darmkrebs sowie zunehmende Hautkrebsfälle haben dabei eine besonders hohe besorgniserregende Relevanz. Von besonderer Bedeutung ist dabei die Erkenntnis, dass mindestens 37 Prozent aller Krebsneuerkrankungen durch die Reduktion bekannter Risikofaktoren grundsätzlich vermeidbar wären. Für besondere Krebsarten gibt es zudem bereits die bekannten Früherkennungsprogramme.

Die vorliegenden Daten zeigen nicht nur die aktuelle Situation, sondern eröffnen auch Perspektiven für zukünftiges Handeln. Diese Erkenntnis unterstreicht die Bedeutung einer langfristig angelegten Präventions- und Gesundheitsstrategie, die früh ansetzt und alle Lebensphasen berücksichtigt. 

Als Kreis Lippe wollen wir gemeinsam mit Kliniken, der Ärzteschaft und anderen Institutionen im Gesundheitswesen zur Gesundheitsvorsorge beitragen. Es gilt, Rahmenbedingungen zu schaffen, die gesundheitsbewusstes Verhalten erleichtern, Aufklärung ausweiten und den Zugang zu Präventions- und Früherkennungsangeboten für alle Bevölkerungsgruppen verbessern.

Gleichzeitig wollen wir unseren Teil dazu beitragen, um eine leistungsfähige medizinische Versorgung und eine verlässliche Unterstützung für Betroffene und ihre An- und Zugehörigen sicherzustellen.

Der vorliegende Bericht liefert dafür eine wichtige Grundlage. Er schafft Transparenz, zeigt Entwicklungen auf und gibt Impulse für zielgerichtetes Handeln.

Unser gemeinsames Ziel muss es sein, die Zahl der Krebsneuerkrankungen und Krebstodesfälle im Kreis Lippe langfristig zu senken und die Gesundheit der Menschen in unserer Region nachhaltig zu stärken.

Mein Dank gilt daher allen, die an der Erstellung dieses Berichts mitgewirkt haben. Gemeinsam wollen wir die gewonnenen Erkenntnisse dazu nutzen, um konkrete Zielsetzungen und Maßnahmen für ein gesünderes Lippe umzusetzen.

Meinolf Haase

Landrat Kreis Lippe

Vorwort Dr. med. Kerstin Ahaus

Vorwort der Leitung des Fachbereichs Gesundheit

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Leserinnen und Leser, 

Krebserkrankungen stellen auch im Kreis Lippe weiterhin eine der größten Herausforderungen für die öffentliche Gesundheit dar. Sie gehören nach den Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu den zweithäufigsten Todesursachen und betreffen jedes Jahr viele Bürgerrinnen und Bürger sowie deren An- und Zugehörige.

Der erste vorliegende Bericht „Krebsgeschehen im Kreis Lippe“ ist Teil der Gesundheitsberichterstattung und soll dazu beitragen, eine Überblick über das aktuelle Häufigkeit von Krebsneuerkrankungen und krebsbedingten Sterblichkeit und zeigt damit die Bedeutung des Themas für die Region auf.

Die Analyse der Neuerkrankungen verdeutlicht, dass eine Krebserkrankung kein seltenes Ereignis ist, sondern einen wesentlichen Anteil an der Krankheitslast im Kreis Lippe ausmacht. Gleichzeitig machen die Daten deutlich, dass trotz medizinischer Fortschritte weiterhin erheblicher Handlungsbedarf im Bereich Prävention, einschl. der Früherkennungsprogamme besteht.

Mit diesem Bericht soll eine fundierte Datengrundlage geschaffen werden, die politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger dabei unterstützt, gezielte Maßnahmen zur Gesundheitsförderung im Kreis Lippe weiterzuentwickeln.
Ziel ist es, die Zahl der Neuerkrankungen und die Sterblichkeit nachhaltig zu senken und die Gesundheit sowie die Lebensqualität der Bevölkerung zu stärken.

Wir freuen uns, wenn dieser Bericht zu einer weiteren Verbesserung der Beratungs- und Betreuungsangebote und damit zu einer besseren Versorgung der onkologisch erkrankten Menschen im Kreis Lippe beitragen kann. Zudem wird durch den Bericht auch der hohe Stellenwert von Prävention deutlich, damit Krebserkrankungen möglichst vermieden bzw. frühzeitig behandelt werden können.

Mein besonderer Dank gilt allen an der Erstellung dieses Gesundheitsberichtes Beteiligten, insbesondere der Hauptautorin für ihre hohe Einsatzbereitschaft, eine qualitative Grundlage für eine zielorientierte Diskussion in Bezug auf die genannten Krebserkrankungen im Kreis Lippe zu schaffen.

Dr. med. Kerstin Ahaus 

Leiterin des Gesundheitsamtes Kreis Lippe

1 Einleitung

1 Einleitung

In Deutschland erkranken jedes Jahr über 500.000 Menschen neu an Krebs, mehr als 200.000 sterben daran (Statista, 2024; Deutscher Bundestag, 2024; Robert Koch-Institut, 2023). Im Jahr 2023 waren Krebserkrankungen laut Statistischem Bundesamt nach den Herz-Kreislauf-Erkrankungen die zweithäufigste Todesursache. Damit sind Krebserkrankungen für nahezu jeden vierten Todesfall in dem Jahr verantwortlich. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass sich weltweit 30 bis 50% aller Krebserkrankungen durch Prävention verhindern lassen. Nach Schätzungen des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) zufolge sind in Deutschland mindestens 37% aller Krebsneuerkrankungen vermeidbar. 

Für viele Krebserkrankungen sind Risikofaktoren bereits bekannt. Die wichtigsten lebensstilassoziierten Faktoren für die Entwicklung diverser Krebsarten sind Tabak- und Alkoholkonsum sowie Übergewicht. Der ultraviolette Anteil des Sonnenlichts (UV-Strahlung) ist maßgeblich für die Entwicklung des Hautkrebs verantwortlich. Chronische Infektionen sind heute ebenfalls für einige verbreitete Krebsarten als Risikofaktoren bekannt. Eine Impfung gegen Hepatitis-B-Viren beispielsweise, gilt als Schutzfaktor vor Leberkrebs. Forscher des Cochrane-Netzwerks bestätigen, dass die HPV-Impfung das Gebärmutterhalskrebs-Risiko um 80 Prozent verringert, wenn sie spätestens im Alter von 16 Jahren verabreicht wird (Cochrane, 2025). Je früher ein Tumor diagnostiziert wird, desto schneller und besser ist die Heilungschance. Für die häufigsten Tumorerkrankungen, wie bspw. Brustkrebs bei Frauen oder Prostatakrebs bei Männern sowie Darm- und Hautkrebs bei beiden Geschlechtern, stehen daher Krebsfrüherkennungsprogramme der Krankenkassen zur Verfügung.

Der Bericht zum „Krebsgeschehen im Kreis Lippe“ stellt Informationen und Auswertungsergebnisse über Krebserkrankungen dar und zeigt künftige Aspekte der primären Prävention und Gesundheitsförderung, Früherkennung von Krebs, Versorgung, Epidemiologie und Forschung auf. Nach einer kurzen Einführung in das Krankheitsbild Krebs, konzentriert sich der Bericht auf die Darstellung quantitativer Daten. Das Krebsgeschehen im Kreis Lippe wird anhand von absoluten Zahlen und altersspezifischen Raten zu Krebsneuerkrankungen und Krebssterbefällen für den Zeitraum 2006 bis 2023 im Vergleich Kreis Lippe zum Bundesland Nordrhein-Westfalen vorgestellt. Die dafür genutzte Datengrundlage wurde vom Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen (LKR NRW) bereitgestellt. Für die Darstellung der Krankenhausfälle bzw. Behandlungsfälle in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen für die lippische Bevölkerung, pro Diagnose, Geschlecht und Altersgruppe standen Daten des Landesamtes für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe (LfGA NRW, ehem. LZG) zur Verfügung. Für das Jahr 2024 liegen außerdem die Zahlen der Neuerkrankungen (Inzidenz) aller Krebserkrankungen des in 2023 neu zertifizierten Onkologischen Zentrums am Klinikum Lippe vor. Ergänzend wird die Krebsberatungsstelle des Kreises Lippe vorgestellt, die seit Anfang 2025 ambulante psychosoziale Krebsberatung für alle lippischen Bürger*innen anbietet.

Diese Bestandsaufnahme ermöglicht weitere Perspektiven und richtet den Blick auf vorhandene Präventionsstrukturen, Krebsfrüherkennungsprogramme und Diagnosen, Behandlung, Rehabilitation und Nachsorge, hin zu neuen weiterführenden Ideen für die kommenden Jahre. Diese werden im Fazit als Handlungsempfehlungen zur Ausweitung und Weiterentwicklung der Präventionsmaßnahmen formuliert.

2 Das Krankheitsbild Krebs

2 Das Krankheitsbild Krebs

Die Krebsneuerkrankungen haben in den letzten Jahrzehnten weiter zugenommen und stellen das Gesundheitssystem vor besondere Herausforderungen. Forschungen zu den Ursachen lassen den Rückschluss zu, dass diese Entwicklung wesentlich mit dem Lebensstil, aber auch mit der gestiegenen Lebenserwartung, zusammenhängt. Der Lebensstil umfasst alle Bereiche der täglichen Lebensführung wie Bewegungs- oder Ernährungsverhalten oder Umgang mit Emotionen. Unter den Einflussfaktoren, die mit der Entstehung von Krebs im Zusammenhang stehen, ist der Konsum von Alkohol und Tabak ein wesentlicher Risikofaktor.

Die folgenden Unterkapitel geben einen kurzen Überblick über das Krankheitsbild Krebs, seine Entstehung sowie die körpereigene Immunabwehr.

2.1 Was ist Krebs?

Krebs ist die Bezeichnung für eine Erkrankung, die durch ungebremste Zellvermehrung, bösartige Gewebsneubildung (Tumorzellen) und Ausbreitung im Organismus gekennzeichnet ist. Allen bösartigen Neubildungen gemeinsam ist das unkontrollierte Tumorzellenwachstum. Sie wachsen in ihre Gewebeumgebungen ein, zerstören so gesundes Gewebe und bilden Tochtergeschwülste, sogenannte Metastasen. In ihnen entstehen Zellen mit genetischen Veränderungen (Mutationen), die dann bei der Zellteilung auf Tochterzellen weitergegeben werden. Bösartige Tumorzellen können sich außerdem über Blut- und Lymphbahnen (lymphatisches System) verbreiten und neue Metastasen bilden (DKFZ, 2025). 

Die Kennzeichen von Krebs umfassen sechs biologische Fähigkeiten, die während der mehrstufigen Entwicklung menschlicher Tumore erworben werden. Diese Kennzeichen bilden ein Organisationsprinzip der Komplexität neoplastischer Erkrankungen. Es handelt sich um eine Fehlregulation des Zellwachstums, bei der sich Zellen unkontrolliert vermehren und oft einen Tumor bilden. Dies wird häufig synonym mit dem Begriff "Neubildung" bösartiger Tumore (Malignome) verwendet. Dazu gehören die Aufrechterhaltung proliferativer Signale, die Umgehung von Wachstumshemmern, der Widerstand gegen Zelltod, die Ermöglichung replikativer Unsterblichkeit, die Induktion der Angiogenese (Neubildung von Blutgefäßen aus vorbestehenden Blutgefäßen) sowie die Aktivierung von Invasion und Metastasen (Hanahan D. und Weinberg R.A., 2011). Hauptverantwortlich für das Tumorwachstum sind vermutlich sogenannte Tumorstammzellen. Bei jeder Zellteilung besteht zusätzlich das Risiko, dass sich ihre instabile Erbinformation weiter verändert. Auf diese Weise können zum Beispiel in einem Tumor Resistenzen gegen Arzneimittel entstehen. Zudem können Metastasen andere Eigenschaften aufweisen als der Ursprungstumor (DKFZ, 2025).

Die Umwandlung einer normalen Zelle in eine Krebszelle ist zunächst kein kritisches Ereignis. Jedoch kann deren Wachstum schnell zunehmen, wenn die körpereigenen Immunzellen in der Unterzahl und zu wenige sind, um die neu gebildeten Krebszellen zeitnah zu erkennen und zu zerstören (Hanahan, D. und Weinberg, R.A., 2011). Das Krebsrisiko ist daher bei Personen, deren Immunsystem aufgrund verschiedener Faktoren geschwächt ist, wie z.B. chronischem Stress, hohem Alter, chronischen und schwächenden Erkrankungen, früherer Chemotherapie oder Medikamentenmissbrauch, wie bspw. von Schmerzmitteln, Antibiotika und Kortikosteroiden, um ein Vielfaches höher (Roy, P.S. und Saikia, B.J., 2016).
Häufig ist es nicht eine Ursache allein, sondern eine Kombination verschiedener Faktoren, die an der Entstehung einer Krebserkrankung beteiligt sind. Neben dem zunehmendem Alter sind für einige Krebsarten genetische Prädispositionen bekannt, die das Krebsrisiko erhöhen, wie bspw. für Brust- (Antoniou, A.C. et al., 2014) und Darmkrebs (Valle, L., und Monahan, K.J., 2024). Bei einem Anteil handelt es sich um vermeidbare Risikofaktoren, insbesondere dem Tabakkonsum. Als krebserregender bzw. karzinogener Stoff erhöht Benzpyren das Mutationsrisiko der Zellen und schädigt die DNA. Insbesondere Lungenkrebs (Jassem, E. et al., 2009), Kehlkopfkrebs (Moya-Plana, A., und Temam, S., 2013), Mund- und Rachenkrebs (Forster, M., et al., 2012) sowie Harnblasenkrebs (Steiner, H. et al., 2008), sind häufig die Folgen dieses risikobehafteten Genussmittelkonsums.

Bei dem malignen Melanom der Haut (Berking, C., 2005; Lodde, G., et al., 2020; Tasdogan, A., et al., 2025) erhöht die UV-Strahlung durch Sonnenlicht das Risiko deutlich. Chronische Infektionen mit bestimmten Viren, wie HPV (Humane Papillomviren), werden wiederum mit Gebärmutterhalskrebs (Canfell, K., 2018) in Verbindung gebracht. Ebenso wird ein Zusammenhang zwischen einer Hepatitis-B-Virus-Infizierung und Leberkrebs (Lebossé, F. und Zoulim, F. 2021) oder zwischen einer chronischen Infektion durch Bakterien, wie Helicobacter pylori, mit Magenkrebs, gesehen (Yantao, D., et al., 2025).

Wie funktioniert das Immunsystem des Körpers gegen Krebs?

Unser Immunsystem (Immunologie: Lehre von der körpereigenen Abwehr) kann die Zellen und Moleküle als „fremd“ von „selbst“, „gesunde“ von „kranken“ oder „geschädigten“ Zellen unterscheiden. Gleichzeitig reagiert es im Normalfall nicht auf körpereigene gesunde Zellen mit ähnlichen Eigenschaften. Das bedeutet „Toleranz“ oder Akzeptanz des Immunsystems. „Bei der Erkennung von Krebszellen steht das Immunsystem vor einer schwierigen Aufgabe: Krebszellen sind körpereigene Zellen, die normalerweise nicht angegriffen werden dürfen“ (DKFZ, 2025). Dies bedeutet, dass die eigenen Zellen bzw. jetzt „fremden oder modifizierten“, Krebszellen, zuvor als nicht-eigene Zellen erkannt werden müssen, um dann zerstört zu werden. Diese Fähigkeit des Immunsystems, zwischen normalen und bösartigen Zellen zu unterscheiden, ist für die Immunantwort von grundlegender Bedeutung (Coulie P.G. et al., 2014).

Das Immunsystem ist ein wichtiger Regulator der Krebsbiologie und kann die Entwicklung, das Wachstum, die Invasion und die Metastasen von Tumoren entweder unterstützen oder bremsen. Strategien zur Nutzung des Immunsystems stehen im Mittelpunkt mehrerer neuerer vielversprechender Therapieansätze für Krebspatient*innen (Beatty G.L. und Gladney, W.L., 2015). Ein zentraler Grundsatz der Krebsimmuntherapie ist dabei, dass das Immunsystem aktiv auf maligne, d.h. bösartige, Transformationen achtet und dazu gebracht werden kann, solche Zellen zu erkennen und zu entfernen. Diese Annahme wurde erstmals 1957 von Thomas und Burnet in der Immunüberwachungshypothese aufgestellt, die die Rolle des Immunsystems bei der Kontrolle, der Entwicklung und des Wachstums neu entstehender transformierter Zellen postulierte (Burnet, F.M., 1970; Thomas, L., 1982). Im Vergleich zu gesunden Zellen tragen Tumorzellen allerdings mehr oder weniger große Veränderungen. Tumore können eine Vielzahl von nicht-mutierten und mutierten Antigenen (Zelloberfläche-Moleküle) exprimieren, die das Potenzial haben, tumorspezifische Immunreaktionen hervorzurufen (Coulie, P.G. et al., 2014).

“Daher ist das Immunsystem eigentlich dazu in der Lage, solche "kranken" Zellen zu erkennen und zu vernichten. Das passiert bei gesunden Menschen auch regelmäßig - ohne dass man etwas davon merkt“ (DKFZ, 2025).

Die Krebszellen können allerdings „Ausweichstrategien“ gegen eine Immunantwort oder Immunreaktion entwickeln und so der Immunabwehr entkommen. „Krebszellen können Mechanismen entwickeln, um der Zerstörung durch das Immunsystem zu entgehen. Sie können Moleküle auf der Zelloberfläche (Antigene) verbergen, die sie als krankhaft verändert oder körperfremd kennzeichnen würden. Damit sind sie für das Immunsystem „unsichtbar“. Die Tumorzellen können sich tarnen. Manche Krebszellen zeigen keine tumortypischen Erkennungsmerkmale oder tragen Merkmale, die eigentlich für gesunde Gewebe typisch sind“ (DKFZ, 2025). Um jedoch einer immunvermittelten Zerstörung zu entgehen, können Krebszellen ihre Antigenexpression verlieren. Der Verlust dieser kann durch die Immunselektion von Krebszellen entstehen, denen immunogene Tumorantigene fehlen oder die mutiert sind, sowie durch den Erwerb von Defekten oder Defiziten in der Antigenpräsentation für die Erkennung der Immunzellen wie die T-Lymphozyten (T-Zellen) (Schreiber, R.D., et al., 2011). Krebszellen kapern dann Mechanismen, die eigentlich zur Begrenzung von Entzündungs- und Immunreaktionen entwickelt wurden und schützen sich so vor dem Angriff der T-Zellen (Ribas, A., 2015).

Die Krebszellen „bremsen“ außerdem das Immunsystem aus. Sie sind wie alle Zellen in der Lage, Moleküle zu bilden, die sich auf der Zelloberfläche zeigen. „Diese können sich nach dem „Schlüssel-Schloss-Prinzip“ an bestimmte Rezeptoren auf der Oberfläche der T-Zellen binden. Die T-Zellen sind die „Wächter“ des Immunsystems und vernichten eindringende Viren und Bakterien oder bösartige körpereigene Zellen. Die von den Krebszellen produzierten Moleküle docken an den T-Zellen an, senden gefälschte Stoppsignale und drosseln so die T-Zellaktivität. Diese sind dadurch nicht mehr in der Lage, die Krebszellen anzugreifen bzw. zu zerstören. In der Folge können die Krebszellen ungehindert weiterwachsen und sich unkontrolliert vermehren – ein Tumor kann entstehen (DKFZ, 2025).

Die Entstehung von Krebs und dessen Reaktion auf Therapien, werden maßgeblich von der angeborenen Immunität, welche die Anerkennung durch Zellpopulationen (NK-Zellen, NKT-Zellen und γδ-T-Zellen) sowie dendritische Zellen und Makrophagen als Reaktion auf schadensassoziierte molekulare Muster (DAMPs) (Woo, S.R., et al., 2015) umfasst, und der adaptiven Immunität (B- und T- Lymphozyten CD4+, CD8+), regulatorischen T-Zellen-Reaktion und Antikörper-Produktion beeinflusst. Diese körpereigenen Abwehrprogramme können die Tumorentstehung fördern oder hemmen und gegensätzliche Auswirkungen auf den Therapieerfolg haben. Chronische Entzündungen begünstigen die Tumorentwicklung, das Tumorwachstum, die Metastasierung sowie die Therapieresistenz ebenfalls. Krebsentstehung und malignes Fortschreiten gehen jedoch auch mit der Akkumulation genetischer Veränderungen und dem Verlust normaler Regulationsprozesse einher. Dies führt zur Expression tumorspezifischer und tumorassoziierter Antigene (TAAs), welche antitumorale Immunantworten aktivieren können (Shalapour, S., und Karin, M. 2015).

Mehrere neue Immuntherapiestrategien zur Krebsbehandlung, basieren auf der Hemmung von Prozessen, durch die sich Krebszellen an die Immunantwort anpassen und ihr entgehen. Die Identifizierung der spezifischen adaptiven Resistenzmechanismen in jedem Einzelfall dürfte die personalisierte Entwicklung von Immuntherapien ermöglichen, die darauf abzielen, die Schutzmechanismen einer bestimmten Krebsart gegenüber dem Immunsystem zu blockieren (Ribas, A., 2015).

3 Verwendete Datengrundlagen und Begriffe

3 Verwendete Datengrundlagen und Begriffe

„Die Epidemiologie beschäftigt sich mit der Verbreitung, aber auch mit den Ursachen und Bedingungen von Erkrankungen in einer Bevölkerung“ (Bericht zum Krebsgesehen in Deutschland, 2016). Die verwendeten soziodemografischen Daten für den Kreis Lippe wurden den Verfasserinnen aus kreisinternen Daten der Statistikstelle Kreis Lippe und von IT-NRW, dem IT-Dienstleister des Landes und Statistisches Landesamt Nordrhein-Westfalen, zur Verfügung gestellt, bzw. dort abgerufen. Die für den Bericht verwendeten Daten für die Krebsneuerkrankungen und Sterbefälle für die Jahre 2010, 2015, 2020 und 2023 im Kreis Lippe sowie für die detaillierte Vorstellung der Krebsarten von 2006 bis 2023, sind dem Datenbestand des Landeskrebsregisters Nordrhein-Westfalen (LKR NRW), Stand: August 2025, entnommen. Die Krankenhaus- und Behandlungsfälle in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen der Patient*innen, die ihren Wohnsitz im Kreis Lippe haben, stammen aus dem Datenbestand des Landesamts für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, (LfGA NRW), Stand: 2025, für die Jahre 2014 bis 2023. Angaben zu Krebsneuerkrankungen des Onkologischen Zentrums des Universitätsklinikums Lippe wurden zum Zeitpunkt der Berichtserstellung für das Jahr 2024 berücksichtigt. Mit den Daten des epidemiologischen Landeskrebsregisters und der damit verbundenen Todesursachenstatistik ist es möglich, die Erkrankungshäufigkeit und Sterblichkeit für die verschiedenen Krebsarten detailliert abzubilden.

3.1 Zentrum für Krebsregisterdaten (ZfKD)

3.1 Zentrum für Krebsregisterdaten (ZfKD)

„Auf den allgemeinen Bedarf nach einem umfassenden Blick auf das Krebsgeschehen in Deutschland reagierte der Gesetzgeber 2009 mit dem Bundeskrebsregisterdatengesetz (BKRG). Dieses Gesetz beauftragt das Zentrum für Krebsregisterdaten (ZfKD) am Robert Koch-Institut (RKI) unter anderem, alle fünf Jahre einen Krebsbericht zu verfassen. Er soll die Aspekte der Epidemiologie, der Versorgung, der Prävention, der Früherkennung und des Forschungsbedarfs berücksichtigen sowie die Situation in Deutschland auch im internationalen Kontext beschreiben“ (Bericht zum Krebsgeschehen in Deutschland, RKI 2016). Grundsätzlich unterscheidet man zwischen gutartigen und bösartigen Tumoren. Die Definition einer bösartigen Erkrankung (invasiven, d.h. ins umgebende Gewebe eindringenden oder sich über Blut- und Lymphsystem in den verschiedensten Organen des Körpers verbreitenden), richtet sich in diesem Bericht allein nach der aktuellen »Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme« (ICD-10, Kapitel II). Die Krebsdiagnosen weisen die Histologie (Gewebeart- und Lokalisationskodierungen) einheitlich nach der ICD-O-3 (International Classification of Diseases for Oncology, Third Edition, Percy, C. et al., 2013) und Diagnosen nach der ICD-10 (International Classification of Diseases, German Modifikation (GM), 10. Revision (ICD-10-GM-Codes), DIMDI, 2016) aus. Bei den bösartigen Neubildungen wurden, wie international üblich, die nicht-melanotischen Hautkrebsformen C44 („heller Hautkrebs“) nicht berücksichtigt, auch weil sie, trotz ihrer Häufigkeit, nur sehr wenig zur Krebssterblichkeit beitragen“ (RKI, Krebs in Deutschland, 2020). „Nach dem Landeskrebsregistergesetz sind alle bösartigen Neubildungen einschließlich ihrer Frühstadien, Neubildungen unbekannten Charakters und unsicheren Verhaltens sowie gutartige Neubildungen des zentralen Nervensystems meldepflichtig“ (LKG, NRW, Meldepflichtige Diagnosen, 2025). Die klinische Auswertung erfolgt anhand der Daten des Landeskrebsregisters NRW, das die Diagnosen von Krebsneuerkrankungen und die Krebssterbefälle beinhaltet. Diese Auswertungen liefern den medizinischen Einrichtungen wichtige Informationen zu der Qualitätsentwicklung der Behandlung, Krebsfrüherkennung und Prävention. Sie stellen klinische und epidemiologische Auswertungen für wissenschaftliche Forschung und Gesundheitsberichterstattung (GBE) zur Verfügung. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde die Meldepflicht in §12 LKRG NRW gesetzlich verankert. Alle Ärzt*innen und Zahnärzt*innen, die eine Krebserkrankung diagnostizieren, behandeln oder Nachsorgeuntersuchungen durchführen, sind grundsätzlich zur Meldung verpflichtet (LKR, NRW veröffentlichte Daten). 

Laut den Empfehlungen des Paritätischen Gremiums (GKV-Spitzen-Verband und klinische Krebsregister nach SGB V §65c) umfasst die Meldepflicht die in der nach folgenden Tabelle 1 (ICD-10 GM-Code) dargestellten. 

Meldepflichtige Diagnosen:

ICD-10 GM-CodeBezeichnung
C00.0 - C96.9Bösartige Neubildung (außer C77.-, C78.- und C79.-)
C44.-Sonstige bösartige Neubildungen der Haut
D00.0-D09.9In-situ-Neubildungen
D04.-Carcinoma in situ der Haut
D32.0-D33.9Gutartige Neubildung der Meningen, des Gehirns und anderer Teile des Zentralnervensystems
D35.2Gutartige Neubildung der Hypophyse
D35.3Gutartige Neubildung des Ductus craniopharyngealis
D35.4Gutartige Neubildung der Epiphyse
D39.1Neubildung unsicheren oder unbekannten Verhaltens des Ovars
D41.4Neubildung unsicheren oder unbekannten Verhaltens der Harnblase
D42.-Neubildung unsicheren oder unbekannten Verhaltens der Meningen
D43.-Neubildung unsicheren oder unbekannten Verhaltens des Gehirns und des Zentralnervensystems
D44.3Neubildung unsicheren oder unbekannten Verhaltens der Hypophyse
D44.4Neubildung unsicheren oder unbekannten Verhaltens des Ductus craniopharyngealis
D44.5Neubildung unsicheren oder unbekannten Verhaltens der Epiphyse
D45.-Polycythaemia vera
D46.-Myelodysplastische Syndrome
D47.1Chronische myeloproliferative Krankheit
D47.3Essentielle (hämorrhagische) Thrombozythämie
D47.4Osteomyelofibrose
D47.5Chronische Eosinophilen-Leukämie (Hypereosinophiles Syndrom)

Tabelle 1: Ab den 01. April 2016 erfolgte die Umstellung zu einem integrierten klinisch-epidemiologischen Krebsregister. Meldepflichtige Krebsneuerkrankungen nach ICD-10-Codes. Sekundäre bösartige Neubildungen (C77-C79) werden nicht als gesonderte Diagnose, sondern als Metastase des jeweiligen Primärtumors (ICD-10 C00.0- C96.9) dokumentiert (Quelle: LKR, NRW 2025).

3.2 Absolute Fallzahlen

3.2 Absolute Fallzahlen

Absolute Fallzahlen sind die einfachsten Kennwerte zur Beschreibung des Krankheitsgeschehens und der Sterblichkeit. Sie geben die Anzahl der im Beobachtungszeitraum aufgetretenen Erkrankungen oder Sterbefälle an. Absolute Fallzahlen werden oft getrennt nach Geschlecht, Alter oder weiteren Merkmalen angegeben. Eine Person mit verschiedenen Tumoren geht daher mit jeder neuen Tumorerkrankung in die Statistik ein. Absolute Fallzahlen geben einen Eindruck von der Größenordnung eines Krankheitsgeschehens. Die Prognose dieser Fallzahlen ist die Grundlage der Planung der gesundheitlichen Prävention und Gesundheitsversorgung.

3.3 Altersstandardisierte Rate

3.3 Altersstandardisierte Rate

„Für fast alle Krebsarten steigt das Erkrankungsrisiko mit zunehmendem Alter an. Eine Bevölkerung mit einem hohen Anteil älterer Menschen weist damit regelhaft höhere Zahlen an Krebserkrankungen auf als eine gleich große Bevölkerung, in der die jüngeren Altersgruppen überwiegen. Die sogenannte Altersstandardisierung ermöglicht es, Erkrankungs- und Sterberaten aus Bevölkerungen unterschiedlicher Altersstruktur zu vergleichen“ (Bericht zum Krebsgesehen in Deutschland, RKI 2016).

Altersstandardisierung wird angewandt, um das Erkrankungs- oder Sterblichkeitsgeschehen verschiedener Populationen mit abweichender Altersstruktur zu vergleichen. Der Vergleich kann sich auf Länder und Regionen, auf Untergruppen einer Bevölkerung oder auf Zeitreihen beziehen. Es wird eine Standardbevölkerung verwendet, bei der 100.000 Personen fiktiv nach Altersgruppen verteilt werden.

In diesem Bericht wird die „alte Europastandardbevölkerung“ (auch „alter Europa-Standard“ genannt) verwendet.

3.4 Inzidenz

3.4 Inzidenz

Die Zahl von Neuerkrankungen innerhalb eines bestimmten Zeitraumes, wie z.B. jährlich, wird als Inzidenz bezeichnet. Eine grundlegende Aufgabe der epidemiologischen Krebsregistrierung ist es, Informationen über jährliche Neuerkrankungen (Inzidenz)- und Neuerkrankungsraten für die verschiedenen Krebsarten zur Verfügung zu stellen. Als Neuerkrankungsrate wird dabei die Zahl der jährlich neu diagnostizierten Krebserkrankungen bezogen auf eine Bevölkerung (bsp. 100.000 Personen) bezeichnet.

Zum Beispiel erkrankten im Jahr 2023 im Kreis Lippe rund 2.300 Menschen neu an Krebs, davon 1.215 Männer und 1.085 Frauen. Dies entspricht einer Neuerkrankungsrate im Kreis Lippe von 641,8 Erkrankungsfällen pro 100.000 Einwohner*innen.

3.5 Mortalität

3.5 Mortalität

Mit den Begriffen "Mortalität", Sterbefälle oder Sterblichkeit wird beschrieben, wie viele Menschen innerhalb eines bestimmten Zeitraums an einer Krankheit versterben. Als Sterberate wird dabei die Zahl der jährlich neu auftretenden Sterbefälle bezogen auf eine Bevölkerung (bspw. 100.000 Personen) bezeichnet.

Zum Beispiel waren in 2023 im Kreis Lippe 1.029 Todesfälle auf eine Krebserkrankung zurückzuführen, davon 479 Frauen und 550 Männer. Dies entspricht einer Sterberate von 287,1 Todesfällen pro 100.000 Einwohner*innen.

4 Soziodemografische Angaben zum Kreis Lippe

4 Soziodemografische Angaben zum Kreis Lippe

Nach der vorangegangenen Einführung in die wesentlichen Begrifflichkeiten und verwendeten Datenquellen, werden sich die zwei folgenden Unterkapitel mit der Vorstellung soziodemografischer Faktoren im Kreis Lippe befassen.

4.1 Einwohnerzahl

4.1 Einwohnerzahl

Der Kreis Lippe ist mit 278,6 Einwohner*innen pro km2 nach dem Kreis Gütersloh (375 Einwohner*innen pro km2) der bevölkerungsstärkste Kreis in Ostwestfalen-Lippe (Stand: 31.12.2024) und besteht aus 10 kreisangehörigen Städten und 6 Gemeinden. Detmold als größte kreisangehörige Stadt und die mittleren kreisangehörigen Städte Lemgo, Lage und Bad Salzuflen liegen zentral bzw. im westlichen Teil des Kreises (Abb. 1). Diese, außer Lemgo, und die Stadt Oerlinghausen sowie die Gemeinde Leopoldshöhe sind mit mehr als 400 Einwohne*innen je km² die am dichtesten besiedelten. Detmold, Bad Salzuflen, Lage und Lemgo stellen Siedlungsschwerpunkte dar, in denen sich mehr als die Hälfte der Bevölkerung (58,6%) konzentriert. Im Osten sind die kreisangehörigen Kommunen hingegen weniger stark besiedelt und eher ländlich geprägt.

Einwohnerdichte je Kommune im Kreis Lippe

Abbildung 1: Einwohnerdichte je Kommune im Kreis Lippe (Quelle: Statistikstelle des Kreises Lippe, Stand: 2024).

4.2 Alter und Geschlecht

4.2 Alter und Geschlecht

Insgesamt umfasst der Kreis Lippe 358.377 Einwohner*innen (Frauen: 51%, Männer: 49%). Davon sind 

  • 18,2% minderjährig (<18 Jahre), 
  • 59,8% in der Altersgruppe 18-65 Jahre und
  •  22% der Bevölkerung sind älter als 65 Jahre. 

Kleinschrittigere Altersgruppen sind in der Bevölkerungspyramide (Abb. 2) zu finden.

Abbildung 2: Altersverteilung in Prozent im Kreis Lippe nach Geschlecht (Quelle: IT. NRW, Stand: 31.12.2024, eigene Darstellung
Abbildung 2: Altersverteilung in Prozent im Kreis Lippe nach Geschlecht (Quelle: IT. NRW, Stand: 31.12.2024, eigene Darstellung)

Um einschätzen zu können, ob der Anteil der älteren Menschen im Kreis Lippe relativ hoch oder niedrig ist, betrachtet man den Altersquotienten. Dieser bezeichnet das Verhältnis zwischen der Anzahl der nicht erwerbsfähigen Personen zu den erwerbsfähigen Personen in einer Gesellschaft. Die Statistik des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) definiert erwerbsfähige Personen im Alter von 20-66 Jahren. Demnach gelten Personen ab 67 Jahren per Definition als nicht mehr erwerbsfähig. Der Kreis Lippe hat gemeinsam mit dem Kreis Höxter mit 36% den höchsten Altersquotienten (LWL, Stand: 31.12.2024) in Ostwestfalen-Lippe. Das bedeutet, dass im Kreis Lippe relativ viele ältere Menschen leben.

5 Krebsgeschehen im Kreis Lippe

5 Krebsgeschehen im Kreis Lippe

Die nun folgenden Kapitel beschreiben nicht nur im Detail die vergangenen Jahre, sondern machen auch eine Bestandsaufnahme von wichtigen Aspekten des Krebsgeschehens hinsichtlich der Krebsneuerkrankungs- und Sterbefälle im Kreis Lippe deutlich. Die Erfassung von epidemiologischen Registern konzentriert sich auf Daten zu Alter, Geschlecht und die Klassifikation der Krebserkrankung. Die Krebsarten, auf die detaillierter eingegangen wird, wurden aufgrund der Häufigkeit neu diagnostizierter und prävalenter Fälle oder ihrer hohen Sterblichkeit ausgewählt. Der Bericht trägt Informationen und Daten über den bisherigen und aktuellen Status des Kreises Lippe zusammen und richtet den Blick auf Perspektiven für Prävention, Früherkennung, Nachsorge, Behandlung und Rehabilitation für die kommenden Jahre.

Die klinische Auswertung erfolgt anhand der Daten des Landeskrebsregisters NRW (LKRG, NRW), das die Diagnosen von Krebsneuerkrankungen (Inzidenz) und die Krebssterbefälle (Mortalität) beinhaltet. Das Krebsregister ist eine zentrale Datenbank, in der Krebserkrankungen und Sterbefälle in der Bevölkerung erfasst werden (vgl. Kap. 3.1). 

Die Krebsdiagnosen weisen die Histologie (Gewebeart- und Lokalisationskodierungen) einheitlich nach der ICD-O-3 (International Classification of Diseases for Oncology, Third Edition, Percy, C. et al., 2013) und Diagnosen nach der ICD-10 (International Classification of Diseases, German Modifikation (GM), 10. Revision (ICD-10-GM-Codes), DIMDI, 2016 ) aus. 

Die lippischen Daten in diesem Bericht werden nach der ICD-10-GM pro Diagnose nach Geschlecht und anonymisiert dargestellt.

5.1 Krebsneuerkrankungs- und Sterberaten (ICD-10 C00-C97)

5.1 Krebsneuerkrankungs- und Sterberaten (ICD-10 C00-C97) im Kreis Lippe im Vergleich zum Bundesland Nordrhein-Westfalen

Laut dem Landeskrebsregister NRW 2025 erfolgt „die Berechnung von altersstandardisierten Inzidenzraten bzw. altersstandardisierten Mortalitätsraten mittels der direkten Altersstandardisierung. Diese wird vorgenommen, um Vergleiche von verschiedenen Regionen oder von unterschiedlichen Diagnosejahren durchzuführen, auch wenn sich die Altersstruktur der zu vergleichenden Bevölkerung unterscheidet“.

Die Abbildungen 3 und 4 zeigen die altersstandardisierten Krebsneuerkrankungs- und Sterberaten im Kreis Lippe im Vergleich zum Land Nordrhein-Westfalen nach Geschlecht im Zeitraum 2006-2023.

Die Krebsneuerkrankungsraten in den Jahren 2010 bis 2016 zeigen eine höhere Inzidenz für die lippischen Männer im Vergleich zu denen in NRW. Ab 2017 wurde ein stärkerer Rückgang der Inzidenz bei Männern in Lippe im Vergleich zu NRW beobachtet. 

Im Gegensatz zu den Männern bleibt die Inzidenz bei den lippischen Frauen durchgehend etwas niedriger als in NRW.

Altersstandardisierte Krebsneuerkrankungsraten je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) nach Geschlecht, ICD-10 C00-C97 ohne C44 (nicht-melanotischer Hautkrebs), Jahre 2006-2023, Kreis Lippe und NRW

Abbildung 3: Altersstandardisierte Krebsneuerkrankungsraten je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) nach Geschlecht, ICD-10 C00-C97 ohne C44 (nicht-melanotischer Hautkrebs), Jahre 2006-2023, Kreis Lippe und NRW. (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025).

Die Mortalitätsraten zeigen eine ähnliche Zeitreihe für beide Geschlechter im Kreis Lippe und dem Land NRW für denselben Beobachtungszeitraum (Abb. 4).

Im Vergleich zu den Neuerkrankungsraten, bei denen ab 2017 die lippische Kurve für beide Geschlechter unterhalb der von NRW liegt, sind bei den Krebssterberaten dagegen keine Unterschiede zwischen dem Kreis Lippe und NRW zu beobachten.

Altersstandardisierte Sterberaten je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) nach Geschlecht, ICD-10 C00-C97 ohne C44 (nicht-melanotischer Hautkrebs), Jahre 2006-2023, Kreis Lippe und NRW

Abbildung 4: Altersstandardisierte Sterberaten je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) nach Geschlecht, ICD-10 C00-C97 ohne C44 (nicht-melanotischer Hautkrebs), Jahre 2006-2023, Kreis Lippe und NRW. (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025).

5.2 Übersicht zu Krebsneuerkrankungen und Sterbefällen im Kreis Lippe (ICD-10 C00-C97)

5.2 Übersicht zu Krebsneuerkrankungen und Sterbefällen (ICD-10 C00-C97) im Kreis Lippe

Eine Übersicht über die gesamte Anzahl aller Krebsdiagnosen (nach ICD-10 C00-C97, ohne nicht melanotischen Hautkrebs C44) im Kreis Lippe für den Zeitraum 2006 bis 2023, wird in Abbildung 5 dargestellt. 

Die Darstellung zeigt die jährlichen Krebsneuerkrankungen und Sterbefälle nach Geschlecht. Die Krebsneuerkrankungen und Sterbefälle bei Männern waren über den gesamten Betrachtungszeitraum hinweg höher als bei Frauen. Besonders auffällig sind die Jahre zwischen 2010 und 2018, in denen im Durchschnitt rund 176 mehr Neuerkrankungen bei Männern registriert wurden. 

Innerhalb dieses Zeitraums zeigte sich in den Jahren 2011 und 2012 ein besonders starker Anstieg: Hier traten durchschnittlich etwa 205 zusätzliche Krebsneuerkrankungen bei Männern im Vergleich zu Frauen auf.

Absolute Anzahl aller Krebsneuerkrankungs- und Sterbefälle nach Geschlecht, ICD-10 C00-C97 ohne C44 (nicht-melanotischer Hautkrebs), Jahre 2006-2023, im Kreis Lippe
Abbildung 5: Absolute Anzahl aller Krebsneuerkrankungs- und Sterbefälle nach Geschlecht, (ICD-10 C00-C97 ohne C44 (nicht-melanotischer Hautkrebs), Jahre 2006-2023, im Kreis Lippe. (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025).
Die folgende Grafik zeigt den Vergleich der Krebsneuerkrankungs- und Sterberate pro 100.000 Einwohner:innen nach Geschlecht im Kreis Lippe für den gleichen Zeitraum. Hier ist die Differenz zwischen den Krebsneuerkrankungsraten der Männer und Frauen noch deutlicher erkennbar. Merklich erhöhten sich die Werte zwischen 2010 und 2012, mit durchschnittlich 516,3 männlichen und 380 weiblichen Fällen pro 100.000 Einw. (Abb. 6).
Altersstandardisierte Krebsneuerkrankungs- und Sterberaten je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) nach Geschlecht, ICD-10 C00-C97ohne C44 (nicht-melatonischer Hautkrebs), Jahre 2006-2023, im Kreis Lippe. (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025).

Abbildung 6: Altersstandardisierte Krebsneuerkrankungs- und Sterberaten je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) nach Geschlecht, (ICD-10 C00-C97 ohne C44 (nicht-melatonischer Hautkrebs), Jahre 2006-2023, im Kreis Lippe. (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). 

5.3 Inzidenz und prozentualer Anteil der Tumorlokalisationen an allen Krebsneuerkrankungen und Krebssterbefällen im Kreis Lippe

5.3 Inzidenz und prozentualer Anteil der Tumorlokalisationen an allen Krebsneuerkrankungen und Krebssterbefällen im Kreis Lippe

Mit den Daten des epidemiologischen Landeskrebsregisters Nordrhein-Westfalen und der Todesursachenstatistik ist es möglich, die Erkrankungshäufigkeit und Sterblichkeit für die verschiedenen Krebsarten im Kreis Lippe detailliert abzubilden. Zusätzlich sind die Ergebnisse im zeitlichen Verlauf für das Gesundheitsmonitoring des Kreises Lippe von Interesse.

Die absolute Anzahl und die Raten von Krebsneuerkrankungen und Krebssterbefällen bilden die Grundlage für die Berechnung aller epidemiologischen Maßzahlen. 

Die Analysen nach Altersgruppen pro Geschlecht, Überleben, Tumorstadien oder Histologie sind hingegen nicht erhältlich.

Im Folgenden werden die Krebsneuerkrankungen und -raten sowie die Krebssterbefälle und -sterberaten von bösartigen Neubildungen für beide Geschlechter für die Jahre 2010, 2015, 2020 und 2023 dargestellt. Anschließend erfolgt die Berechnung des prozentualen Anteils der jeweiligen Tumorlokalisation an allen Krebsneuerkrankungen je Geschlecht. 

Nicht-melanotische und sonstige Hauttumore (ICD-10 C44) sowie in situ-Erkrankung (Frühstadien eines Tumors) bleiben hier unberücksichtigt.

5.3.1 Inzidenz und Mortalität der häufigsten Tumorlokalisationen bei Frauen

5.3.1 Inzidenz und Mortalität der häufigsten Tumorlokalisationen bei Frauen

Die Tabelle 2 enthält alle Krebsarten mit Inzidenz und Sterblichkeit bei Frauen für die Jahre 2010, 2015, 2020 und 2023. Eine deutliche Erhöhung der Neuerkrankungen in den letzten 13 Jahren zeigt sich bei Lungenkrebs, Malignem Melanom der Haut und Gebärmutterkörperkrebs. Etwa die Hälfte der Krebsneuerkrankungsfälle der Frauen betrafen die Krebsarten Brustdrüse, Darm und Lunge (Tabelle 2 und Abb. 7). Bei der Inzidenz des Darms, der Eierstöcke und der Leukämie wurden dagegen in 2023 weniger Fälle erfasst als 2010 (siehe Tab. 2).

Krebsart (ICD-10)JahrAnzahl der Neuerkrankungen Frauenstandardisierte Neuerkrankungsrate FrauenAnzahl der Sterbefälle Frauenstandardisierte Sterberate Frauen
Mund und Rachen (C00-C14)2010145,272,4
2015166,271,9
202022861,8
202323771,5
Speiseröhre (C15)201082,351,5
2015113,682,5
202082,371,8
202392,682
Magen (C16)2010339,7236,2
20153810,7246,6
2020226,3183,9
2023339133,5
Darm (C18-C21)201015441,56715,2
201513639,85913,6
202011934,45212
2023113325613,7
Leber C222010113102,1
201592,271,9
2020102,6123
2023143,3122,7
Gallenblase und Gallenwege (C23-C24)2010144,192,4
2015184,6112,1
202011381,9
2023153,5112,5
Bauchspeicheldrüse C2520104011317,7
20154010,44110,7
20204712,3439,9
2023337,8327,4
Kehlkopf C32201031,5---0,3
2015---0,3---0
202031,2---0,2
202341,6---0,6
Lunge (C33-C34)20107928,36121,1
20159934,26622,3
202087287119,7
202310734,47421,3
Malignes Melanom der Haut C4320103615,372,2
20154719,861,5
20204517,671,5
20235419,482,3
Mesotheliom C452010---0,3---0,3
2015---0,6---0,8
2020---0---0,2
2023---0,3---0,1
Brustdrüse C502010326129,36819,9
2015303115,37922,9
2020340127,48323,8
2023330120,59223,2
Vulva C512010134,230,5
2015185,430,4
2020144,341,1
202393,230,7
Gebärmutterhals C532010219,482,5
20152210,252
2020157,472,6
20232511,571,9
Gebärmutterkörper (C54-C55)20105518,9144
20155318,4112,8
20205319,7123,3
20236522,7144,1
Eierstöcke C5620103512,83110,1
20153913,2257,1
20203010,9216,4
2023278,3236,5
Niere C642010227,1102,4
2015226,492
2020206,571,2
202320681,5
Harnblase (C67, D09.0, D41.4)20104111,3101,6
20154111,5102
20204111,1152,9
20234011,2122,7
Zentrales Nervensystem (C70-C72)2010197,5164,9
2015197,393
2020176,6144,4
2023166,3124,1
Schilddrüse C732010178,231
20153015,3---0,2
2020137,1---0,3
2023126,7---0,3
Hodgkin-Lymphom C81201073,6---0
201563,5---0,1
202063,5---0,3
202363,4---0,3
Non-Hodgkin-Lymphom (C82-C86, C88)20103511194,5
20154213,2122,5
20204013,1143,5
20233711,1143,1
Multiples Myelom C902010184,8102,2
2015174,9102,5
2020185132,7
2023194,881,8
Leukämien (C91-C95)20103411,9184,5
20153310,6185,2
2020289,1214,5
2023268,6122,4
Krebs gesamt (C00-C97 ohne C44)20101.091378,4476130,6
20151.109381,6475128,3
20201.056362,4478122,2
20231.085360,7479122,8

Tabelle 2: Absolute Anzahl der Krebsneuerkrankungen und Sterbefälle und die Krebsneuerkrankungs- und Sterberaten je 100.000 Einwohner:innen (alter Europastandard) (ohne nicht–melanotischen Hautkrebs, C44) für weibliche Betroffene im Kreis Lippe, Jahre 2010, 2015, 2020 und 2023 (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). Fälle unter drei wurden nicht dargestellt. 

Die folgenden Abbildungen 7 und 8 beschreiben den Anteil der jeweiligen Diagnose an allen Krebsneuerkrankungen bzw. der Krebssterbefälle bei Frauen. 

Brustkrebs ist bei Frauen die häufigste Krebsart bei den Neuerkrankungen und repräsentiert einen vergleichbaren Anteil von 31,5% im Jahr 2010 und 31,8% im Jahr 2023. In den Jahren dazwischen lagen die Werte für 2015 mit 28,5% unterhalb und 2020 mit 33,7% oberhalb der Jahre 2010 und 2023. 

Der prozentuale Anteil von Darmkrebs lag 2010 noch bei 14,9% und verzeichnete bis 2023 einen Rückgang um - 4,0 Prozentpunkte (10,9%). 

Lungenkrebs wies als dritthäufigste Krebsart eine Erhöhung von +2,7 Prozentpunkten und Hautkrebs eine von +1,7 Prozentpunkten in den letzten 13 Jahren auf (Abb. 7).

Prozentualer Anteil der häufigsten Tumorlokalisationen an allen Krebsneuerkrankungen (ohne nicht–melanotischen Hautkrebs, C44) für weibliche Betroffene im Kreis Lippe, Jahre 2010, 2015, 2020 und 2023.(Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW - Lippe, Stand: August 2025
Abbildung 7: Prozentualer Anteil der häufigsten Tumorlokalisationen an allen Krebsneuerkrankungen (ohne nicht–melanotischen Hautkrebs, C44) für weibliche Betroffene im Kreis Lippe, Jahre 2010, 2015, 2020 und 2023. (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW - Lippe, Stand: August 2025).
Abbildung 8, Querbalkendiagramm: Prozentualer Anteil der häufigsten Tumorlokalisationen an allen Krebssterbefällen für weibliche Betroffene im Kreis Lippe, Jahre 2010, 2015, 2020 und 2023. (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025).
Abbildung 8: Prozentualer Anteil der häufigsten Tumorlokalisationen an allen Krebssterbefällen für weibliche Betroffene im Kreis Lippe, Jahre 2010, 2015, 2020 und 2023. (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025).
Die Krebssterblichkeit wird bei Frauen von Brustkrebs dominiert. Hervorzuheben ist eine steigende Tendenz von +5,6 Prozentpunkten in den letzten 13 Jahren. Die Abbildung 8 zeigt die jeweiligen Anteile für die Jahre 2010 (15,7%), 2015 (18,6%), 2020 (18,9%) und 2023 (21,3%). Die Lungenkrebs-Daten zeigen eine Steigerung des Anteils von 14,1% in 2010 um +3 Prozentpunkte auf 17,1% in 2023. Demgegenüber sank der Anteil der Sterbefälle durch Darmkrebs um –2,5 Prozentpunkte auf 13,0% im Jahr 2023 (Abb. 8).
5.3.2 Inzidenz und Mortalität der häufigsten Tumorlokalisationen bei Männern

5.3.2 Inzidenz und Mortalität der häufigsten Tumorlokalisationen bei Männern

Bei den männlichen Betroffenen wurde das Prostatakarzinom als die häufigste Krebsart der Neuerkrankungen in den letzten 13 Jahren diagnostiziert, gefolgt von Lungen- und Darmkrebs (Tabelle 3 und Abb. 9). Trotz der hohen Fallzahlen bei den drei häufigsten Diagnosen ist eher eine rückläufige Tendenz im Zeitraum 2010 bis 2023 festzustellen. Auffällig demgegenüber ist die sichtbare Zunahme der Fallzahlen des Malignen Melanoms der Haut, bei dem sich die Fälle von 2010 bis 2023 verdoppelt haben (Tabelle 3).

Krebsart ICD-10JahrAnzahl der Neuerkrankungen Männerstandardisierte Neuerkrankungsrate Männer-Anzahl der Sterbefälle Männerstandardisierte Sterberate Männer
Mund und Rachen (C00-C14)20102912,5114,2
20153413,4177,2
20203513,7144,8
20233613,7113,4
Speiseröhre C1520102711,2186,6
20152710,92710,7
20203011,3228,5
2023258,1268,4
Magen C1620104617,52810,4
20154817,8248,1
20204114,9227,5
20233712,3205,4
Darm (C18-C21)201016463,75621,3
2015146555819,8
202014048,25517,4
202314550,85819,7
Leber C2220102610,1217,9
2015248,8228
2020216,8185,9
2023216,9216,3
Gallenblase und Gallenwege (C23-C24)201072,631,2
2015145,641,3
202082,682,6
2023113,992,9
Bauchspeicheldrüse C2520103815,23513,5
20154717,24114,2
202043154113,4
20234014,23511,5
Kehlkopf C322010146,262,6
2015145,262,1
2020104,141,4
2023155,241,3
Lunge (C33-C34)201018069,913651,9
201516561,911641,3
202013848,711337,1
202315653,310735,3
Malignes Melanom der Haut C432010351652,3
20155221,8114,3
20205019103,5
20236926,682,6
Mesotheliom C45201051,731,1
201531,151,7
2020---0,7---0,7
202351,251,2
Brustdrüse C50201031---0,3
201530,8---0,2
202041,5---0,2
2023---0,7---0,4
Prostata C6120103741446221,3
20153471267722,9
2020324110,46918,4
2023344112,98623
Hoden C6220101710,4---0,5
20151811,7---0,2
20201710,7---0,6
20231711---0,5
Niere C6420103614,2135
20154417,6165,8
20204015,5113,8
20233313,1133,9
Harnblase (C67, D09.0, D41.4)201012345,9206,6
201512543,1237,2
202011939,1267,5
202312639,5277,4
Zentrales Nervensystem (C70-C72)2010219,9166,9
2015178,2114,7
2020147114,3
2023156,1103,6
Schilddrüse C732010104,9---0,3
2015105---0,4
202062,9---0,5
202394,2---0,5
Hodgkin-Lymphom C81201063,8---0,6
201552,3---0,2
202052,8---0,1
202394,4---0,6
Non-Hodgkin-Lymphom (C82-C86, C88)20103916,6165,8
20155522165,3
20204515,8205,9
20235117,9174,7
Multiples Myelom C902010176,6103,5
2015207,282,4
2020195,982,4
2023165,551,5
Leukämien (C91-C95)20104217,7217,5
20154416,8186
20204215,1227,1
20234415,5298,1
Krebs gesamt (C00-C97 ohne C44)20101.278511544202,8
20151.279489,1554192,4
20201.171421,2541173,6
20231.215427,1550170,3

Tabelle 3: Absolute Anzahl der Krebsneuerkrankungen und Sterbefälle und die Krebsneuerkrankungs- und Sterberaten je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) (ohne nicht–melanotischen Hautkrebs, C44) für männliche Betroffene im Kreis Lippe, Jahre 2010, 2015, 2020 und 2023 (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). Fälle unter drei wurden nicht dargestellt. 

Für Männer stellt Prostatakrebs mit fast 30% im gesamten Beobachtungszeitraum die häufigste Krebsneuerkrankung dar, gefolgt von Lungenkrebs und Darmkrebs. Insgesamt sind die drei häufigsten Krebsarten bei den Männern für mehr als die Hälfte (52,6% für das Jahr 2023) aller Krebserkrankungen verantwortlich (Abb. 9). 

Obwohl die häufigste Krebsdiagnose bei Männern das Prostatakarzinom ist, weist der Lungenkrebs die höchste Mortalität auf, gefolgt von Prostata- und Darmkrebs (Tabelle 3 und Abb. 10).
Im Jahr 2023 erkrankten im Kreis Lippe etwa 156 Männer an bösartigen Tumoren der Lunge, davon verstarben 107 Betroffene an dieser Erkrankung. Damit betrug der prozentuale Anteil von Lungenkrebs im Jahr 2023 knapp 22% an allen männlichen Krebssterbefällen. Signifikant dabei ist allerdings eine zurückgehende Tendenz von -6,6 Prozentpunkten in den letzten 13 Jahren, von 28,1% in 2010 auf 21,5% in 2023 (Abb. 10).

Das Prostatakarzinom zeigt hingegen im gleichen Zeitraum eine Erhöhung des Anteils der Sterbefälle von 12,8% (2010) um +4,5 Prozentpunkte auf 17,3% (2023). Beim Darmkrebs ist über den Betrachtungszeitraum ein stabiler Anteil von ca. 12% zu beobachten (Abb. 10).

Abb. 9: Prozentualer Anteil der häufigsten Tumorlokalisationen an allen Krebsneuerkrankungen, (ohne nicht–melanotischen Hautkrebs, C44) für männliche Betroffene im Kreis Lippe, Jahre 2010, 2015, 2020 und 2023. (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025).
Abbildung 9: Prozentualer Anteil der häufigsten Tumorlokalisationen an allen Krebsneuerkrankungen, (ohne nicht–melanotischen Hautkrebs, C44) für männliche Betroffene im Kreis Lippe, Jahre 2010, 2015, 2020 und 2023. (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025).
Abb. 10: Prozentualer Anteil der häufigsten Tumorlokalisationen an allen Krebssterbefällen für männliche Betroffene im Kreis Lippe, Jahre 2010, 2015, 2020 und 2023. (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025).
Abbildung 10: Prozentualer Anteil der häufigsten Tumorlokalisationen an allen Krebssterbefällen für männliche Betroffene im Kreis Lippe, Jahre 2010, 2015, 2020 und 2023. (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025).
5.4 Die häufigsten Tumorlokalisationen an allen Krebsneuerkrankungen und Sterbefällen nach Geschlecht im Kreis Lippe

5.4 Die häufigsten Tumorlokalisationen an allen Krebsneuerkrankungen und Sterbefällen nach Geschlecht im Kreis Lippe

Auf Grundlage des Landeskrebsregisters, werden die Krebsneuerkrankungen und Sterbefälle im Kreis Lippe und dem Land Nordrhein-Westfalen für den Zeitraum von 2006 bis 2023 gezeigt. Außerdem werden die Krankenhaus- und Behandlungsfälle in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen, von Patient*innen, die ihren Wohnsitz im Kreis Lippe haben, für die Jahre 2014 bis 2023 anhand der vom Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe (LfGA NRW) zur Verfügung gestellten Daten dargestellt. 

Einige häufige Krebsarten werden im folgenden Abschnitt für einen längeren Zeitraum nach Geschlecht detaillierter betrachtet. 

Die Tumordaten wie Lokalisation des Primärtumors (T), Histologiegruppen, die anatomische Ausbreitung eines Tumors im Körper anhand der Größe und Ausbreitung des Primärtumors, Befall der regionären Lymphknoten, Fernmetastasierung sowie histopathologisches Gradierung sind nicht für diesen Bericht verfügbar.

Dieser Gesundheitsbericht präsentiert ausschließlich statistische Zahlen, die möglichen Krebsrisikofaktoren und die verfügbaren Krebsfrüherkennungsprogramme. Da die Wahl der Therapie sowohl vom Entwicklungsstadium des Tumors als auch von dem Gesundheitszustand der Patient*innen (wie z. B. Alter, Medikamenteneinnahme, Immunkompetenz, oder bereits weiteren bestehende Vorerkrankungen) beeinflusst wird, werden in diesem Krebsbericht daher keine Therapieansätze oder gar -empfehlungen für die einzelnen Krebsarten aufgeführt.

5.4.1 Brustkrebs (Mammakarzinom) ICD-10 C50

5.4.1 Brustkrebs (Mammakarzinom) ICD-10 C50

„Jedes Jahr erkranken in Deutschland 167,5 von 100.000 Frauen und 1,8 von 100.000 Männern an Brustkrebs. Mit etwa 71.290 Neuerkrankungen insgesamt ist Brustkrebs in Deutschland die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Das mittlere Erkrankungsalter liegt für Frauen bei 65 Jahren, für Männer bei 71 Jahren“ (Deutsche Krebshilfe, 2024).

Pinke Schleife steht für Brustkrebs

Mit durchschnittlich 329 jährlichen Neuerkrankungen wurde Brustkrebs als häufigste Krebserkrankung der Frauen im Kreis Lippe diagnostiziert (Abbildungen 7 und 11). Außerdem sterben jährlich ca. 80 betroffene Frauen an dieser Krebsart (Abbildungen 8 und 11). Der Anteil der betroffenen Männer liegt bei <0,5%.

Abb. 11: Absolute Anzahl der Brustkrebsneuerkrankungs-(______) und Sterbefälle(- - - -) bei Männern und Frauen, (ICD-10 C50), im Kreis Lippe, Jahre 2006-2023 (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025).

Abbildung 11: Absolute Anzahl der Brustkrebsneuerkrankungs-(______) und Sterbefälle(- - - -) bei Männern und Frauen, (ICD-10 C50), im Kreis Lippe, Jahre 2006-2023 (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). 

Die Abbildung 12 präsentiert die altersstandardisierten Brustkrebsneuerkrankungs- und Sterberaten pro 100.000 Einwohner*innen bei Männern und Frauen im Kreis Lippe. Die Neuerkrankungsrate sinkt von 2009 bis 2016 kontinuierlich. 

Der erneute Anstieg der Neuerkrankungsrate von 2016 bis 2020 um +11,8% könnte mit der Überarbeitung der Richtlinie über die Früherkennung von Krebserkrankungen („Krebsfrüherkennungs-Richtlinie“ G-BA-Gemeinsamer Bundesausschuss, 2016) im Jahr 2016 im Zusammenhang stehen. Mit dieser Änderung gingen umfangreiche Überarbeitungen des Merkblatts und des Einladungsschreibens zum Mammographie-Screening einher, was möglicherweise zu einer vermehrten Inanspruchnahme des Mammographie-Screenings führte.

Seit 2020 verzeichnete der Kreis Lippe eine Abnahme um -5,4%. Hier muss beachtet werden, dass aufgrund der COVID-19-Pandemie möglicherweise das Mammographie-Screening nicht im vollen Umfang stattfinden konnte. Demgegenüber blieb die Sterberate stabil. 

Eine Krankenschwester hilft einer Patientin, sich einer Mammographie zu unterziehen.
Abbildung 12: Altersstandardisierte Brustkrebsneuerkrankungs- und Sterberaten je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) bei Männern und Frauen, ICD-10 C50, im Kreis Lippe, Jahre 2006-2023 (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025).

Abbildung 12: Altersstandardisierte Brustkrebsneuerkrankungs-(______) und Sterberaten (- - - -) je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) bei Männern und Frauen, (ICD-10 C50), im Kreis Lippe, Jahre 2006-2023 (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). 

Das mediane Erkrankungsalter der Betroffenen liegt bei 66 Jahren für Frauen und 72 Jahren für Männer im Kreis Lippe (LKR, 2025). 

Das gesetzliche Krebsfrüherkennungsprogramm bietet Frauen ab 30 Jahren einmal pro Jahr die Möglichkeit einer ärztlichen Tastuntersuchung. Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren werden alle zwei Jahre von zentralen Stellen schriftlich eingeladen und über das Mammographie-Screening-Programm (MSP), einer speziellen Röntgen-Untersuchung der Brust informiert. Aufgrund der Erweiterung der oberen Altersgrenze, können seit Mitte 2024 auch Frauen im Alter von 70 bis 75 Jahren regelmäßig zum Screening gehen. Für Frauen mit hohem Brustkrebsrisiko, zum Beispiel bei Mutation eines Risikogens, gibt es ein intensiviertes Früherkennungsprogramm (Bundesministerium für Gesundheit, 2025).
Zusätzlich zur Mammographie kann die Ultraschalluntersuchung der Brust (Mammosonographie) erfolgen und wichtige Hinweise über Größe, Lage und Eigenschaft des Tumors bieten. „Bei Frauen unter 40 Jahren, die noch ein relativ dichtes Brustgewebe haben, wird sie sogar bevorzugt vor der Mammographie eingesetzt“ (Deutsche Krebshilfe, 2025).

Bei etwa drei von zehn Betroffenen liegt es ursächlich an einer Vererbung, an Brustkrebs zu erkranken. Bei erblichem Brustkrebs tritt die Erkrankung in der Familie gehäuft und bereits in frühem Alter auf (BRCA-Netzwerk e.V. 2025). „Bei ihnen kann eine Mutation in den sogenannten BReast-CAncer-Genen vorliegen (dies sind maßgeblich BRCA 1 und BRCA 2, darüber hinaus kennt man heute weitere betroffene Gene wie z. B. CHEK2, PALB2 oder RAD51C). Ist das der Fall, haben diese Frauen ein erhöhtes Risiko, im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs zu erkranken“ (Han, S. A., und Kim, S. W. 2021; Deutsche Krebshilfe, 2025). Deshalb sollten sich in Hochrisikofamilien auch die männlichen Familienmitglieder untersuchen lassen.

Ziel dieser Maßnahme ist die Verringerung der Erkrankung und Sterblichkeit an Brustkrebs. Daneben bietet die Untersuchung die Chance, durch Erkennung des Tumors in einem frühen, besser behandelbaren Stadium den Betroffenen einen größeren Eingriff oder auch belastende zusätzliche Therapien zu ersparen.

„Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass sich weltweit 30 bis 50% aller Krebserkrankungen durch Vorbeugung verhindern ließen. Einer Schätzung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) zufolge sind in Deutschland mindestens 37% aller Krebsneuerkrankungen durch vermeidbare oder zumindest beeinflussbare Risikofaktoren erklärbar“ (Robert Koch Institut, Krebs in Deutschland, 2022).

Die Krankenhausfälle von Betroffenen mit Brustkrebs aus dem Kreis Lippe sind nach Altersgruppen aufgeteilt und in der Abbildung 13 dargestellt. Im Jahr 2023 sind die meisten der erkrankten Frauen zwischen 50 bis 69 Jahre alt. Außerdem wurden zehn Fälle bei Betroffen, die jünger als 35 Jahre alt waren, erfasst. Vereinzelte Fälle bei den Männern in der Altersgruppe 65-69 Jahre sowie 80-84 Jahre werden aus Datenschutzgründen in der Grafik nicht ausgewiesen. 

Abb. 13: Krankenhausfälle (absolute Anzahl) pro Altersgruppe des Brustkrebs bei Frauen des Kreises Lippe, Jahr 2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025).
Abbildung 13: Krankenhausfälle (absolute Anzahl) pro Altersgruppe des Brustkrebs bei Frauen des Kreises Lippe, Jahr 2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025).

Tabelle 4 weist für den Zeitraum 2014 bis 2023 die jährlichen Gesamtzahlen der Krankenhausfälle sowie die altersstandardisierten Behandlungsraten von Männern und Frauen mit Brustkrebs aus. 

JahrGesamt Anzahl (absolut) MännerAltersstandardisierte Rate MännerGesamt Anzahl (absolut) FrauenAltersstandardisierte Rate Frauen
201431,17482191,33
201572,06487196,86
2016---0,68497207,62
201741,44504203,1
2018---0,61547215,31
2019103,38468190,54
202041,46459183,13
202161,98545216,18
202251,32479189,02
2023---0,54507205,34
Tabelle 4: Krankenhausfälle des Brustkrebs in absolute Anzahl und altersstandardisierte Rate pro 100.000 Einwohner*innen pro Geschlecht von 2014 bis 2023.(Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025). Fälle unter drei wurden nicht dargestellt.

Die Daten des Kreises Lippe der Behandlungsfälle in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen mit der Diagnose Brustkrebs für weibliche Betroffene im Jahr 2023 werden in der Abbildung 14 dargestellt (LfGA NRW, 2025). Dabei fällt auf, dass der Großteil der Frauen zwischen 50 und 64 Jahre alt waren. 

Abb. 14: Altersgruppen der Behandlungsfälle in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen des Brustkrebs bei Frauen im Kreis Lippe, 2023 (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025).
Abbildung 14: Altersgruppen der Behandlungsfälle in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen des Brustkrebs bei Frauen im Kreis Lippe, 2023 (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025).
Die Abbildung 15 präsentiert für die letzten 10 Jahre die jährlichen Behandlungsfälle von Brustkrebs bei Frauen in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen im Kreis Lippe. Einen Sondereffekt stellen die COVID-19-pandemieinduzierten Einschränkungen der Diagnostik und einen damit einhergehenden Rückgang der Fälle im Jahr 2020 dar.
Abb. 15: Behandlungsfälle des Brustkrebs in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen bei Frauen im Kreis Lippe, Jahr 2014-2023 (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025).
Abbildung 15: Behandlungsfälle des Brustkrebs in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen bei Frauen im Kreis Lippe, Jahr 2014-2023 (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025).
Die altersstandardisierten Brustkrebserkrankungsraten bei Frauen blieben im Zeitraum 2006 bis 2023 in Lippe (durchschnittlich 125,5 pro 100.000 Einw.) sowie auch in NRW (durchschnittlich 131,0 pro 100.000 Einw.) relativ stabil. Zwischen 2010 und 2017 ist die Brustkrebsrate bei den lippischen Frauen niedriger als bei den Frauen des gesamten Bundeslandes NRW (Abb.16).
Abb. 16: Altersstandardisierte Brustkrebsneuerkrankungsraten je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) nach Geschlecht, (ICD-10 C50), Jahre 2006-2023, Kreis Lippe und NRW. (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025).
Abbildung 16: Altersstandardisierte Brustkrebsneuerkrankungsraten je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) nach Geschlecht, (ICD-10 C50), Jahre 2006-2023, Kreis Lippe und NRW. (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025).
Im Vergleich zu NRW war die Krebssterblichkeit für Frauen im Kreis Lippe im Zeitraum 2009 bis 2011 deutlich rückläufig. Ab 2012 ist die Krebssterberate wieder leicht angestiegen und schwankt seit dem zwischen 20 und 25 Fälle pro 100.000 Einw. (Abb. 17).
Abb. 17: Altersstandardisierte Sterberaten je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) des Brustkrebs nach Geschlecht, (ICD-10 C50), Jahre 2006-2023, Kreis Lippe und NRW (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025).
Abbildung 17: Altersstandardisierte Sterberaten je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) des Brustkrebs nach Geschlecht, (ICD-10 C50), Jahre 2006-2023, Kreis Lippe und NRW (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025).
5.4.2 Prostatakrebs ICD-10 C61

5.4.2 Prostatakrebs ICD-10 C61

„Jedes Jahr erkranken in Deutschland 160,4 von 100.000 Männern neu an Prostatakrebs. Insgesamt erhalten 65.820 Männer jährlich diese Diagnose. Er ist damit die häufigste Krebsart beim Mann. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 71 Jahren“ (Deutsche Krebshilfe, 2024). 

Mann sitzt in einem Sessel, eine Hand auf den Unterleib gelegt, die zweite Hand hält eine blaue Krebsbewusstseinsschleife für Prostatakrebs.

 Mit durchschnittlich rund 340 Neuerkrankungen jährlich wurde Prostatakrebs auch im Kreis Lippe als häufigste Krebserkrankung des Mannes diagnostiziert. Außerdem sterben im Durchschnitt ca. 71 betroffene Männer an dieser Krebsart (Abb. 18). Zwischen 2007 und 2012 kam es zu einer deutlichen Zunahme der Neuerkrankungen. Ab dem Jahr 2013 ist kontinuierlich ein leichter Rückgang der Neuerkrankungen zu beobachten, bevor ab 2022 die Fälle wieder ansteigen.

Abb. 18: Absolute Anzahl der Prostatakrebsneuerkrankungs- (______) und Sterbefälle (- - - -) bei Männern, ICD-10 C61, im Kreis Lippe, Jahre 2006-2023 (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025).

Abbildung 18: Absolute Anzahl der Prostatakrebsneuerkrankungs- (______) und Sterbefälle (- - - -) bei Männern, ICD-10 C61, im Kreis Lippe, Jahre 2006-2023 (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025).

Seit 2011 ist ein sinkender Trend der altersstandardisierten Neuerkrankungsrate zu beobachten, der 2021 durch einen leichten Anstieg unterbrochen wurde (2021 bis 2023: um +4,7%). Demgegenüber bleibt die Sterberate nach einem absinkenden Trend bis 2009 über die Jahre stabil. Seit 2021 ist auch hier eine Zunahme der Sterberate zu beobachten (+22,3%) (Abb. 19).
Abbildung 19, Liniendiagramm: Altersstandardisierte Prostatakrebsneuerkrankungs-(______) und Sterberaten (- - - -) bei Männern, ICD-10 C61, im Kreis Lippe, Jahre 2006-2023 (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025).

Abbildung 19: Altersstandardisierte Prostatakrebsneuerkrankungs-(______) und Sterberaten (- - - -) bei Männern, ICD-10 C61, im Kreis Lippe, Jahre 2006-2023 (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025).

Das Alter ist ein wichtiger Risikofaktor, denn die meisten Männer erkranken erst im höheren Alter an Prostatakrebs. Im Kreis Lippe liegt das mediane Erkrankungsalter bei 73 Jahren (LKR, 2025), bei denen in der nahen Verwandtschaft Prostatakrebs aufgetreten ist, haben ein erhöhtes Risiko, selbst zu erkranken und können ab dem 45. Lebensjahr zur Früherkennungsuntersuchung gehen. Tabak- und Alkoholkonsum erhöhen generell das Krebsrisiko. Daneben scheinen chronische Entzündungen der Prostata und sexuell übertragbare Erkrankungen das Prostatakrebsrisiko zu erhöhen. 

Die Entdeckung von Prostatakrebs zu einem frühen Zeitpunkt erhöhen dessen Heilungschancen. „Etwa die Hälfte der durch Früherkennung entdeckten Prostatakarzinome wird dem Betroffenen lebenslang keine Beschwerden machen. Hat der Krebs aber gestreut, kann er die Lebensqualität einschränken, auch wenn er nicht zum Tode führt. Durch immer bessere Untersuchungsmöglichkeiten wird gerade Prostatakrebs heute oft in einem sehr frühen Stadium entdeckt. Das bedeutet, dass er häufig gut zu behandeln ist“ (Prostatakrebs I, 2018, Deutsche Krebshilfe). 


Prostata-Krebsvorsorgeuntersuchung

Laut dem Robert Koch-Institut beinhaltet „das gesetzliche Krebsfrüherkennungsprogramm in Deutschland derzeit für Männer ab dem Alter von 45 Jahren einmal jährlich neben der Frage nach Beschwerden die Untersuchung der äußeren Geschlechtsorgane sowie die Tastuntersuchung (eine digitale rektale Untersuchung (DRU) durch die Arzt*innen) der Prostata und der Lymphknoten“. Der PSA-Test (prostataspezifisches Antigen, ein Eiweiß, das nur in der Prostata produziert wird) im Blut ist derzeit nicht Bestandteil der allgemeinen gesetzlichen Früherkennung (umgangssprachlich: Prostatakrebs-Vorsorge) (RKI, Krebs in Deutschland, Prostatakrebs, 2020; Bundesministerium für Gesundheit, 2025). Ein erhöhter PSA-Wert deutet auf eine Veränderung der Prostata hin und kann einen frühzeitigen Hinweis auf Prostatakrebs geben. Je höher der PSA-Wert ist, desto wahrscheinlicher ist Prostatakrebs die Ursache. Allerdings können auch gutartige Erkrankungen (zum Beispiel Prostatavergrößerungen, Prostataentzündungen, Harnwegsentzündungen) mit einem erhöhten PSA-Wert einhergehen. Nachgewiesen sind die Vorteile eines PSA-Tests für die Altersklasse der 55- bis 69-jährigen Männer (Deutsche Krebshilfe, 2025). 

Die Gleason-Graduierung (Gleason Score) ist ein international verbreiteter Score für Prostatakrebs. Dabei werden die entnommenen Gewebeproben (Biopsie) untersucht und das häufigste und das aggressivste Wachstumsmuster der Krebszellen bestimmt. Zudem gibt es das Risiko und die Prognose eines bösartigen Prostatatumors an. Der Gleason-Score spielt eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, die weitere Behandlung anzuleiten (Prostatakrebs I, 2018, Deutsche Krebshilfe).

Die Krankenhausfälle des Prostatakrebs im Kreis Lippe sind in Abbildung 20 nach Altersgruppen dargestellt. Im Jahr 2023 sind die meisten erkrankten Männer zwischen 60 und 79 Jahren alt gewesen. Die höchste Fallzahl liegt mit 101 Fällen in der Altersgruppe 70-74 Jahren. Fünf Fälle waren jünger als 55 Jahren (Abb. 20).

Im Vergleich zu Frauen mit Brustkrebs (Abb. 13) erkrankten die Betroffenen von Prostatakrebs etwas später (Abb. 20).

Abbildung 20: Krankenhausfälle pro Altersgruppe des Prostatakrebs bei Männern aus dem Kreis Lippe, Jahr 2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025).

Abbildung 20: Krankenhausfälle pro Altersgruppe des Prostatakrebs bei Männern aus dem Kreis Lippe, Jahr 2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025).

Die Tabelle 5 zeigt für den Zeitraum 2014 bis 2023 die jährlichen Gesamtzahlen der Krankenhausfälle sowie die altersstandardisierten Raten für Männer mit Prostatakrebs.
JahrGesamt Anzahl (absolut) MännerAltersstandardisierte Rate Männer
2014358128,79
2015418154,18
2016404145,59
2017392137,31
2018349122,92
2019420151,93
2020403142,49
2021379124,94
2022354121,88
2023445151,52

Tabelle 5: Krankenhausfälle in absoluter Anzahl und altersstandardisierte Raten pro 100.000 Einwohner*innen von 2014 bis 2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025). 

Die Daten der Behandlungsfälle in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen im Kreis Lippe werden in der Abbildung 21 präsentiert. Die Anzahl der Fälle nimmt mit zunehmendem Alter zu und erreicht wie bei den Krankenhausfällen (Abb. 20) den Höhepunkt in der Altersgruppe 70-74 Jahre.

Abbildung 21: Altersgruppe der Behandlungsfälle in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen des Prostatakrebs bei Männern im Kreis Lippe, 2023 (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025).

Abbildung 21: Altersgruppe der Behandlungsfälle in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen des Prostatakrebs bei Männern im Kreis Lippe, 2023 (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025).

Die Abbildung 22 zeigt die Behandlungsfälle in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen des Prostatakrebs bei Männern im Kreis Lippe in den letzten zehn Jahren. Auffällig ist das deutliche Absinken der Fälle im Jahr 2018, wobei das erste Pandemie-Jahr 2020 eher einen Rückgang hätte erwarten lassen.

Abbildung 22: Behandlungsfälle in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen des Prostatakrebs bei Männern im Kreis Lippe Jahr 2014-2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025).

Abbildung 22: Behandlungsfälle in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen des Prostatakrebs bei Männern im Kreis Lippe Jahr 2014-2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025).

Die Abbildungen 23 und 24 zeigen, dass nicht nur die Krebsneuerkrankungsraten, sondern auch die Sterberaten im Kreis Lippe im Vergleich zu NRW in einigen Jahren höher lagen. 

Die Inzidenz im Kreis Lippe entspricht durchschnittlich 124,0 Erkrankungsfälle pro 100.000 Einw. Demgegenüber stehen durchschnittlich 110,5 Fälle pro 100.000 Einw. in NRW. Ein Anstieg der Neuerkrankungsrate wurde zwischen 2006 und 2011 erfasst. Daraufhin folgte ab 2012 ein rückläufiger Trend bis 2021. Seitdem ist die Rate um +4,7% gestiegen, wie die Abbildung 23 zeigt. 

Im Beobachtungszeitraum weist der Kreis Lippe in den meisten Jahren eine höhere Mortalität im Vergleich zu NRW auf (Abb. 24). Seit 2021 zeigt sich im Kreis Lippe ein Anstieg der Sterberate um +22,3%, wohingegen in NRW im selben Zeitraum ein Rückgang um -3,8% verzeichnet wird. 

Abbildung 23: Altersstandardisierte Prostatakrebsneuerkrankungsraten je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) bei Männern, ICD-10 C61, im Zeitverlauf der Jahre 2006-2023 im Kreis Lippe und NRW (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025).

Abbildung 23: Altersstandardisierte Prostatakrebsneuerkrankungsraten je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) bei Männern, ICD-10 C61, im Zeitverlauf der Jahre 2006-2023 im Kreis Lippe und NRW (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025).

Abbildung 24: Altersstandardisierte Sterberaten je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) des Prostatakrebs bei Männern, ICD-10 C61, im Zeitverlauf der Jahre 2006 bis 2023 im Kreis Lippe und NRW (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025).

Abbildung 24: Altersstandardisierte Sterberaten je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) des Prostatakrebs bei Männern, ICD-10 C61, im Zeitverlauf der Jahre 2006 bis 2023 im Kreis Lippe und NRW (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). 

5.4.3 Lungenkrebs ICD-10 C33 und C34

5.4.3 Lungenkrebs ICD-10 C33 und C34

„Lungenkrebs gehört zu den prognostisch ungünstigen Tumoren, was sich in einer niedrigen relativen 5-Jahres-Überlebensrate von rund 25% bei Frauen und 19% bei Männern ausdrückt. Wie bei allen Krebsarten unterscheiden sich die Überlebensaussichten jedoch deutlich nach dem Stadium der Erkrankung. Da Lungenkrebs im frühen Stadium häufig keine Beschwerden verursacht, wird die Erkrankung in vielen Fällen spät - und oft unvorhergesehen - entdeckt“ (RKI, Lungenkrebs, 2020).

Laut Schätzungen des Robert Koch-Instituts „erkranken jährlich in Deutschland etwa 59.700 Menschen neu an Lungenkarzinom, davon etwa 34.700 Männer und 25.000 Frauen. Das mittlere Erkrankungsalter bei Lungenkrebs liegt für Männer bei 70, für Frauen bei 69 Jahren“ (Deutsche Krebshilfe, 2022).

Bezogen auf die Inzidenz zählt Lungenkrebs bei Männern zur zweithäufigsten (Abb. 9) und bei Frauen zur dritthäufigsten Krebsart (Abb. 7) im Kreis Lippe. Zudem stellt diese Krebsart bei Männern die häufigste (Abb. 10) und bei Frauen die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache dar (Abb. 8).

Raucher-Lungen-Anatomiemodell und weißer Krebsschleife wird von einer unkenntlichen Person in beiden Händen gehalten

Im beobachteten Zeitraum entwickelten sich die Lungenkrebsneuerkrankungsdaten bei beiden Geschlechtern gegenläufig. Zwischen 2010 und 2012 stiegen sie bei den Frauen und Männern kontinuierlich an. Während die männlichen Fälle von 2013 bis 2021 rückläufig waren, stiegen die der Frauen von 2010 bis 2016 an, bevor sie dann ab 2017 wieder leicht abfielen (Abb. 25). „Diese unterschiedliche Entwicklung kann auf die bereits länger zurückliegende Veränderung der Rauchgewohnheiten zurückgeführt werden und wird sich vermutlich noch weiter fortsetzen“ (RKI, 2020).

Im Jahr 2023 sind im Kreis Lippe 156 Männer und 107 Frauen an Lungenkarzinom neu erkrankt und 107 Männer und 74 Frauen verstorben (Abb. 25). Das mediane Erkrankungsalter lag bei 71 Jahren für Frauen und bei 69 Jahren für Männer im Kreis Lippe (LKR, 2025). 

Abbildung 25: Absolute Anzahl der Lungenkrebsneuerkrankungs- (______) und Sterbefälle (- -  - -) (ICD-10 C33+C34) bei Männern und Frauen im Kreis Lippe, Jahre 2006-2023 (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025).

Abbildung 25: Absolute Anzahl der Lungenkrebsneuerkrankungs- (______) und Sterbefälle (- - - -) (ICD-10 C33+C34) bei Männern und Frauen im Kreis Lippe, Jahre 2006-2023 (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025).

Die Jahre von 2021 bis 2023 zeigten eine Zunahme der altersstandardisierten Lungenkrebsneuerkrankungsrate um +11,7% bei den Männern und +23,7% bei den Frauen im Kreis Lippe (Abb. 26). Außerdem wurde eine deutliche Steigerung der Sterberate bei Frauen von 2021 bis 2023 um +17,7% beobachtet, während sie im gleichen Zeitraum bei den Männern um +1,1% anstieg (Abb. 26).
Abbildung 26: Altersstandardisierte Lungenkrebsneuerkrankungs- (______) und Sterberaten (- - - -) je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) bei Männern und Frauen, ICD-10 C33+C34, im Kreis Lippe, Jahre 2006-2023 (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025).
Abbildung 26: Altersstandardisierte Lungenkrebsneuerkrankungs- (______) und Sterberaten (- - - -) je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) bei Männern und Frauen, ICD-10 C33+C34, im Kreis Lippe, Jahre 2006-2023 (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025).

Der Hauptrisikofaktor für die Lungenkrebsentwicklung ist das Tabakrauchen. Etwa 85% aller Menschen, die an Lungenkrebs sterben, sind Raucher (Deutsche Krebshilfe, 2025). Bei Männern sind bis zu neun von zehn, bei Frauen mindestens sechs von zehn Erkrankungen auf aktives Rauchen zurückzuführen (RKI, 2020). Auch Passivrauchen steigert das Krebsrisiko. Zudem wird die berufliche Exposition gegenüber krebserregenden Stoffen, z.B. Asbest (kristallisierte Silikat Mineralien), Arsen (toxisches Halbmetall), Quarzstäube (kristallines Siliciumdioxid) und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe mit etwa neun bis 15% der Lungenkarzinome in Verbindung gebracht (RKI, 2020). 

Menschen, die ein höheres Risiko haben (Risikogruppen) an Lungenkrebs zu erkranken, wird künftig eine Reihenuntersuchung (Screening) angeboten werden. Eine Computertomographie (auch „Magnetresonanztomographie“, MRT, genannt) könnte dann zum Beispiel bei Rauchern helfen, bösartige Veränderungen in der Lunge früher zu erkennen“ (Deutsche Krebshilfe, 2025). „Derzeit wird ein Programm zur Früherkennung von Lungenkrebs für starke aktive und ehemalige Raucher*innen im Alter zwischen 50 und 75 Jahren entwickelt, bei dem eine niedrig dosierte Computertomografie (CT) zur Anwendung kommt. Eine entsprechende Verordnung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz besteht seit Juli 2024“ (OECD/European Commission, 2025).

Unter den Krebsrisikofaktoren spielt der Alkohol zusammen mit dem Tabakkonsum eine wichtige Rolle. Laut des Gesundheitsberichtes: „Seelische Gesundheit im Kreis Lippe“, publiziert in 2024, wurden mit 33,8% die psychischen und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen (F10-F19) als häufigste stationäre Diagnose unter den F-Diagnosen im Kreis Lippe in 2021 registriert. Die Prävalenz der Alkoholabhängigkeit zeigte eine deutliche Ungleichverteilung der Geschlechter: Etwa 75% der Betroffenen waren Männer, während Frauen mit 25% deutlich seltener stationär behandelt wurden. Laut dem Institut für interdisziplinäre Sucht- und Drogenforschung (ISD) waren im Kreis Lippe im Jahr 2023 71% Männer und 29% Frauen von einer Alkoholsucht-Problematik betroffen (Bernardino Potthast, S. und Ohm, V., 2024).

Die Klassifikation der histologischen (feingeweblichen) Lungenkarzinome in Zelltypen, die das genaue Krankheitsstadium beschreibt, wurde in diesem Bericht nicht angewendet.

Die Krankenhausfälle des Lungenkrebs aus dem Kreis Lippe werden in Abbildung 27 nach Altersgruppen präsentiert. Im Jahr 2023 sind die meisten erkrankten Männer zwischen 60 und 84 Jahren alt gewesen. Während die Männer in den Altersgruppen 65-69 Jahre und 80-84 Jahre deutlich häufiger betroffen waren als die Frauen, überwogen diese in der Gruppe der 55-59 Jährigen (Abb. 27). 

Abbildung 27: Krankenhausfälle (absolut) pro Altersgruppe des Lungenkrebs bei Frauen und Männern des Kreises Lippe, Jahr 2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025).

Abbildung 27: Krankenhausfälle (absolut) pro Altersgruppe des Lungenkrebs bei Frauen und Männern des Kreises Lippe, Jahr 2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025). 

Die Tabelle 6 zeigt für den Zeitraum 2014 bis 2023 die jährlichen Gesamtzahlen der Krankenhausfälle sowie die altersstandardisierten Raten für Männer und Frauen mit Lungenkrebs. 

JahrGesamt Anzahl (absolut) MännerAltersstandardisierte Rate MännerGesamt Anzahl (absolut) FrauenAltersstandardisierte Rate Frauen
2014445176,12281108,64
2015472190,87289112,65
2016534205,65289110,01
2017454172,1824888
2018422151,02301107,71
2019465168,98338122,73
2020304114,4289104,05
2021378146,35321111,71
2022335123,6626390,38
2023389134,45322111,92

Tabelle 6: Krankenhausfälle des Lungenkrebs in absoluter Anzahl und altersstandardisierter Rate pro 100.000 Einwohner*innen pro Geschlecht von 2014 bis 2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025). 

Die Abbildung 28 zeigt die Behandlungsfälle in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen mit der Diagnose Lungenkrebs im Kreis Lippe pro Geschlecht für das Jahr 2023. Das mittlere Erkrankungsalter spiegelt sich auch in den lippischen Lungenkrebsdaten wider. In den jüngeren Altersgruppen (unter 44 Jahre) gibt es lediglich vereinzelte Fälle bei Frauen und Männern. Die meisten Fälle bei den Frauen traten in den Altersgruppen 55-64 Jahre sowie 75-79 Jahre (ausschließlich Frauen) auf. Die Männer dominierten in den Altersgruppen zwischen 65 und 74 Jahren. Interessant ist, dass in der Altersgruppe 80-84 Jahre ausschließlich männliche Betroffene ausgewiesen sind, obgleich Frauen eine höhere Lebenserwartung haben. 

Abbildung 28: Altersgruppen der Behandlungsfälle in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen des Lungenkrebs bei Männern und Frauen im Kreis Lippe, 2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025).

Abbildung 28: Altersgruppen der Behandlungsfälle in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen des Lungenkrebs bei Männern und Frauen im Kreis Lippe, 2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025). 

Tabelle 7 weist für den Zeitraum von 2014 bis 2023 die jährlichen Gesamtzahlen der Behandlungsfälle in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen sowie die altersstandardisierten Behandlungsraten für Männer und Frauen mit Lungenkrebs aus. Auffällig waren die Jahre 2020 und 2021, in denen deutlich weniger Fälle zu verzeichnen waren als in den übrigen Jahren. Dies könnte mit den Maßnahmen während der COVID-19-Pandemie zusammenhängen. Seit dem Jahr 2022 steigen die Behandlungsfälle von Männern und Frauen wieder an. 

JahrGesamt Anzahl (absolut) MännerAltersstandardisierte rate MännerGesamt Anzahl (absolut) FrauenAltersstandardisierte Rate Frauen
20143212,49207,91
20152811,43227,89
20163213,2206,8
2017249,83217,79
20183011,42207,17
20192910,77249,09
2020166,57166,7
2021134,86197,91
2022227,372610,08
2023279,452711,44

Tabelle 7: Behandlungsfälle in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen des Lungenkrebs ICD-10 C33-C34 bei Männern und Frauen im Kreis Lippe, Jahre 2014-2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025). 

Betrachtet man die altersstandardisierten Lungenkrebsneuerkrankungsraten für den Kreis Lippe und das Bundesland NRW im zeitlichen Verlauf, zeigen sich gegenläufige Ergebnisse für beide Geschlechter. Während die Frauen einen steigenden Trend aufweisen, präsentieren die Männer einen stetigen Rückgang bis zum Jahr 2021 (Abb. 29). Ab hier stieg die Neuerkrankungsrate der Männer auch wieder (2021 bis 2023: +11,7%). 

Abbildung 29: Altersstandardisierte  Lungenkrebsneuerkrankungsraten, ICD-10 C33-C34 nach Geschlecht, Jahre 2006-2023, Kreis Lippe und NRW je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard). (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025).

Abbildung 29: Altersstandardisierte Lungenkrebsneuerkrankungsraten, ICD-10 C33-C34 nach Geschlecht, Jahre 2006-2023, Kreis Lippe und NRW je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard). (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025).

Ähnlich verhalten sich die Daten für die Krebssterberaten in Lippe und NRW. Die männlichen Fälle zeigen eine leichte Verminderung und die weiblichen Betroffenen einen leichten Anstieg (Abb. 30).

Wichtig zu erwähnen ist, dass das Niveau der Lungenkrebsneuerkrankungs- (Abb. 29) und Krebssterberaten (Abb. 30) in NRW über dem des Kreises Lippe liegt.

Abbildung 30: Altersstandardisierte Sterberaten des Lungenkrebs, ICD-10 C33-C43 nach Geschlecht, Jahre 2006-2023, Kreis Lippe und NRW je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard). (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025).

Abbildung 30: Altersstandardisierte Sterberaten des Lungenkrebs, ICD-10 C33-C43 nach Geschlecht, Jahre 2006-2023, Kreis Lippe und NRW je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard). (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025).

5.4.4 Darmkrebs ICD-10 C18-C21

5.4.4 Darmkrebs ICD-10 C18-C21

Laut Robert Koch-Institut erhalten jedes Jahr in Deutschland 54.770 Menschen die Diagnose Darmkrebs, davon 30.530 Männer und 24.240 Frauen.

Fokus auf Darmgesundheit: Verdauungssystem und Gastroenterologie-Konzept.

Im Jahr 2023 war Darmkrebs im Kreis Lippe die zweithäufigste Krebsart bei Frauen (Abb. 7) und die dritthäufigste bei Männern (Abb. 9); erfasst wurden Neuerkrankungen bei 113 Frauen und 145 Männern (Tabellen 2 und 3 und Abb. 31). Das mediane Erkrankungsalter lag bei 70 Jahren bei den Männern und bei 74 Jahren bei den Frauen (LKR, 2025). Zudem ist diese Krebsart, mit 58 verstorbenen Männern und 56 Frauen im Jahr 2023 (Tabellen 2 und 3 und Abb. 31), die dritthäufigste Todesursache unter allen krebsbedingten Sterbefällen für beide Geschlechter (Abb. 8 und 10).

Die Abbildung 31 veranschaulicht einen rückläufigen Trend der Inzidenz und Mortalität von Darmkrebs für die lippischen Männer und Frauen im beobachteten Zeitraum. 

Abbildung 31: Absolute Anzahl der Darmkrebsneuerkrankungs- (______) und Sterbefälle(- - - -) bei Männern und Frauen, ICD-10 C18-C21, im Kreis Lippe, Jahre 2006-2023 (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025).

Abbildung 31: Absolute Anzahl der Darmkrebsneuerkrankungs- (______) und Sterbefälle(- - - -) bei Männern und Frauen, ICD-10 C18-C21, im Kreis Lippe, Jahre 2006-2023 (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). 

Die letzten drei Jahre (2021 bis 2023) zeigten eine Zunahme der altersstandardisierten Darmkrebsneuerkrankungsrate um +8,3% bei den Männern im Kreis Lippe (Abb. 32).

Abbildung 32: Altersstandardisierte Darmkrebsneuerkrankungs- (______) und Sterberaten (- - - -) je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) bei Männern und Frauen, ICD-10 C18-C21, im Kreis Lippe, Jahre 2006-2023 (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025).

Abbildung 32: Altersstandardisierte Darmkrebsneuerkrankungs- (______) und Sterberaten (- - - -) je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) bei Männern und Frauen, ICD-10 C18-C21, im Kreis Lippe, Jahre 2006-2023 (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). 

Der Darm teilt sich in drei große Abschnitte auf: Dünndarm (Duodenum, Jejunum und Ileum), Dickdarm (Colon ascendens, transversum und descendens) und Mastdarm/Enddarm (Rektum). In diesem Bericht werden alle Abschnitte des Darms gemeinsam als Darmkrebs dargestellt.
Die Früherkennung nimmt eine zentrale Bedeutung in der Prävention und Kontrolle von Darmkrebs ein. Zur Früherkennung von Darmkrebs kann ab dem Alter von 50 Jahren, alle zwei Jahre ein immunologischer Stuhltest (iFOBT „immunological Faecal Occult Blood Test“) durchgeführt werden. Dieser Test kann nicht sichtbares oder okkultes Blut im Stuhl nachweisen. Der iFOBT kann dabei helfen, Darmkrebs und dessen Krebsvorstufen frühzeitig zu erkennen. Studien haben gezeigt, dass durch den regelmäßigen Test weniger Menschen an Darmkrebs sterben (Castells, A., 2015; Jayasinghe, M. et al., 2023; Bundesministerium für Gesundheit, 2025).

Bisher unterschieden sich die Ansprüche auf Früherkennungsmaßnahmen je nach Geschlecht: 

  • Frauen im Alter von 50 bis 54 Jahren hatten die Möglichkeit, einmal jährlich einen Test auf okkultes Blut im Stuhl durchführen zu lassen;
  • Männer derselben Altersgruppe konnten zwischen dem jährlichen Stuhltest oder einer Koloskopie alle zehn Jahre wählen;
  • Ab 55 Jahren hatten sowohl Frauen als auch Männer die Wahl zwischen einem alle zwei Jahre durchführbaren Stuhltest oder maximal zwei Darmspiegelungen im Abstand von zehn Jahren.

Seit 2025:

  • Darmspiegelung (Koloskopie): Frauen und Männer können ab 50 Jahren zweimal eine Darmspiegelung im Abstand von zehn Jahren durchführen lassen.
  • Stuhltest: Alternativ zur Darmspiegelung können Frauen und Männer ab 50 Jahren alle zwei Jahre einen Stuhltest machen. (Bundesministerium für Gesundheit, 2025; Deutsche Krebshilfe, 2025).

Laut der Deutschen Krebshilfe (2025) „entsteht fast jeder Darmkrebs aus gutartigen Vorformen – in der Fachsprache adenomatöse Polypen oder Adenome genannt. Es dauert in der Regel viele Jahre, bis sich die gutartigen Zellen der Vorstufe zu bösartigen Darmkrebszellen verändern. Aber nicht aus jedem Adenom entsteht Darmkrebs. Besonders risikoreich sind vor allem große Adenome (über 9 mm) oder solche, bei denen sich die Zellen bereits deutlich verändert haben. Werden diese Krebsvorstufen bei einer Darmspiegelung entdeckt, lassen sie sich endoskopisch entfernen. Dann kann meistens verhindert werden, dass sich aus den Polypen Darmkrebs entwickelt“.

grafische Darstellung der Darmendoskopie mit Arzt und Patienten, der auf der Liege liegt

Die wichtigsten Erkrankungsrisiken für Darmkrebs sind Tabakkonsum, Übergewicht, ballaststoffarme Ernährung und Konsum von viel rotem bzw. verarbeitetem Fleisch. Das Risiko steigt bis ins hohe Alter an. Bei seltenen erblichen Erkrankungen besteht bereits in jüngeren Jahren ein sehr hohes Risiko zu erkranken (RKI, Zentrum für Krebsregisterdaten, 2024).

Die Krankenhausfälle von Darmkrebs im Kreis Lippe werden nach den ICD-10 Codierungen C18-C21 einzeln nach Altersgruppen in den Abbildungen 33 bis 36 und in der Tabelle 8 präsentiert.

Für die bösartige Neubildung des Kolons (ICD-10 C18) überwog im Jahr 2023 der Anteil betroffener Männer in allen Altersgruppen im Vergleich zu den Frauen (Abb. 33). Eine Ausnahme stellt die Gruppe der 85 Jährigen und Älteren dar. In dieser Altersgruppe waren mehr Frauen als Männer betroffen, was durch die höhere Lebenserwartung der Frauen bedingt sein dürfte. In den Altersgruppen 55-59 und 80-84 waren beide Geschlechter gleichermaßen betroffen.

Abbildung 33: Krankenhausfälle (absolut) pro Altersgruppe der bösartigen Neubildung des Kolons, ICD-10 C18 bei Frauen und Männern des Kreises Lippe, Jahr 2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025).

Abbildung 33: Krankenhausfälle (absolut) pro Altersgruppe der bösartigen Neubildung des Kolons, ICD-10 C18 bei Frauen und Männern des Kreises Lippe, Jahr 2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025). 

Die stationären Behandlungen aufgrund einer bösartigen Neubildung am Rektosigmoid (ICD-10 C19) waren deutlich seltener als die des Kolons und betrafen bis auf wenige Einzelfälle, die aus Datenschutzgründen nicht ausgewiesen werden konnten, lediglich die Männer (Abb. 34).

Abbildung 34: Krankenhausfälle (absolut) pro Altersgruppe der bösartigen Neubildung am Rektosigmoid, ICD-10 C19 bei Männern des Kreises Lippe, Jahr 2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025)

Abbildung 34: Krankenhausfälle (absolut) pro Altersgruppe der bösartigen Neubildung am Rektosigmoid, ICD-10 C19 bei Männern des Kreises Lippe, Jahr 2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025). 

Die Krankenhausfälle der bösartigen Neubildung des Rektum (ICD-10 C20), von männlichen Betroffenen sind mit 126 Fällen doppelt so häufig im Vergleich zu den weiblichen Betroffenen (63 Fällen) (Abb. 35). 

Abbildung 35: Krankenhausfälle (absolut) pro Altersgruppe der bösartigen Neubildung des Rektums, ICD-10 C20 bei Frauen und Männern des Kreises Lippe, Jahr 2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025)

Abbildung 35: Krankenhausfälle (absolut) pro Altersgruppe der bösartigen Neubildung des Rektums, ICD-10 C20 bei Frauen und Männern des Kreises Lippe, Jahr 2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025).

Die Krankenhausdaten der bösartigen Neubildung des Anus und des Analkanals (ICD-10 C21) zeigten in 2023 eine Prävalenz der Frauen zwischen 55-59 Jahren. Ab 60 Jahren dominierten dann die Männer (Abb. 36). Fallzahlen unter drei wurden nicht ausgewiesen. 

Abbildung 36: Krankenhausfälle (absolut) pro Altersgruppe der bösartigen Neubildung des Anus und des Analkanals, ICD-10 C21 bei Frauen und Männern des Kreises Lippe, Jahr 2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025).

Abbildung 36: Krankenhausfälle (absolut) pro Altersgruppe der bösartigen Neubildung des Anus und des Analkanals, ICD-10 C21 bei Frauen und Männern des Kreises Lippe, Jahr 2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025). 

Die Tabelle 8 zeigt die gesamten Krankenhausfälle und die altersstandardisierten Raten des Darmkrebs (ICD-10 C18-C21) nach den einzelnen Darmabschnitten pro Geschlecht für die Jahre 2014 bis 2023. 

Bei den Fallzahlen der bösartigen Neubildung des Kolons (ICD-10 C18) ist für die Männer in den vergangen Jahren ein steigender Trend zu beobachten. Die Zunahme von 2022 zu 2023 betrug +28,4%. Nachdem in den Jahren 2018 bis 2021 die Fallzahlen der Frauen durchschnittlich 177,5 betrug, lagen die Fallzahlen in den vergangenen zwei Jahren wieder deutlich darunter (2022: 130, 2023: 125).

Die bösartigen Neubildungen am Rektosigmoid (ICD-10 C19) treten allgemein selten auf und betreffen beide Geschlechter in vergleichbarem Ausmaß. In den Jahren 2022 und 2023 waren die Fallzahlen der Männer etwas höher als in den Vorjahren. Dies kann aber mit den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie zusammenhängen, da in den präpandemischen Jahren durchaus ähnliche Fallzahlen diagnostiziert wurden. 

Bösartige Neubildungen des Rektums (ICD-10 C20) werden in etwa genauso häufig wie die des Kolons diagnostiziert. Dabei sind Männer deutlich häufiger betroffen aus Frauen. Dennoch ist auch hier ein rückläufiger Trend zu beobachten. 

Auffällig bei den Neubildungen des Anus und Analkanals (ICD-10 C21) ist, dass in den vergangen Jahren die Frauen häufiger als die Männer betroffen waren. Der häufigste Risikofaktor ist eine Infektion mit dem humanen Papillomavirus (HPV), das sexuell übertragen wird (Villano, A. 2025). Lediglich in den Jahren 2020 lagen beide Geschlechter gleich auf und 2023 wurden zum ersten Mal mehr Diagnosen bei den Männern gestellt. Dabei waren die Fallzahlen insgesamt (Männer und Frauen) jedoch niedriger als in den Vorjahren.

ICD-10JahrGesamt Anzahl (absolut) MännerAltersstandardisierte Rate MännerGesamt Anzahl (absolut) FrauenAltersstandardisierte Rate Frauen
Kolon C18201413550,4914539,84
201514253,4310027,64
201612144,6114543,32
201712747,7814348,14
201811540,3218362,27
201913246,7617752,8
202014352,4216652,91
202116963,5918458,05
202214857,4413038,05
202319067,5112534,71
Rektosigmoid C192014258,8791,99
201572,48123,2
2016114,7420,62
2017155,13124,02
2018103,43153,78
201993,34133,11
202051,7562,97
202152,0651,72
2022102,9952,01
2023144,79---0,36
Rektum C20201416565,478323,9
201517667,289733,36
201612547,9310534,79
201712648,58526,33
201816258,158029,58
201916762,378422,9
202013851,0510936,25
202113545,2913741,82
202211743,938427,19
202312649,456317,9
Anus und Analkanal C21201431,78217,22
201562,8217,8
2016136,11269,08
2017197,67206,75
2018104,04176,04
2019125,12208,5
2020217,91217,72
2021104,28176,11
202283,55208,12
2023135,0893,75

Tabelle 8: Gesamte Krankenhausfälle des Darmkrebs (ICD-10 C18-C21) in absoluter Anzahl und altersstandardisierten Raten pro 100.000 Einwohner*innen pro Geschlecht von 2014 bis 2023.(Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025). Fallzahlen unter drei wurden nicht ausgewiesen. 

Die Behandlungsfälle des Darmkrebs in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen des Kreises Lippe im Jahr 2023 wurden für die bösartige Neubildung des Kolons (ICD-10 C18) pro Geschlecht und Altersgruppe in der Abb. 37 dargestellt, ebenso für die bösartige Neubildung des Rektums (ICD-10 C20) (Abb. 38). Es wurden vereinzelte Fälle aufgrund einer bösartigen Neubildung des Anus und des Analkanals (ICD-10 C21) behandelt, die jedoch aus Datenschutzgründen nicht einzeln ausgewiesen werden. Es gab keine Behandlungsfälle in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen aufgrund einer Rektosigmoid-Diagnose (ICD-10 C19).

Abbildung 37: Altersgruppen der Behandlungsfälle in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen der bösartigen Neubildung des Kolons (ICD-10 C18) bei Männern und Frauen im Kreis Lippe, Jahr 2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025. Fallzahlen unter drei wurden nicht registriert

Abbildung 37: Altersgruppen der Behandlungsfälle in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen der bösartigen Neubildung des Kolons (ICD-10 C18) bei Männern und Frauen im Kreis Lippe, Jahr 2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025. Fallzahlen unter drei wurden nicht registriert. 

Abbildung 38: Altersgruppen der Behandlungsfälle in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen der bösartigen Neubildung des Rektums (ICD-10 C20) bei Männern und Frauen im Kreis Lippe, Jahr 2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025.Fallzahlen unter drei wurden nicht berücksichtigt.

Abbildung 38: Altersgruppen der Behandlungsfälle in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen der bösartigen Neubildung des Rektums (ICD-10 C20) bei Männern und Frauen im Kreis Lippe, Jahr 2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025. Fallzahlen unter drei wurden nicht berücksichtigt. 

Tabelle 9 weist für den Zeitraum von 2014 bis 2023 die jährlichen Gesamtzahlen der Behandlungsfälle in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen sowie die altersstandardisierten Behandlungsraten für Männer und Frauen mit der bösartigen Neubildung des Kolons (ICD-10 C18) aus.
Im Jahr 2022 lässt sich bei den Männern eine Abnahme der Fallzahlen erkennen. In 2023 wurden insgesamt 24 Männer behandelt, was in etwa wieder den präpandemischen Behandlungszahlen entspricht.

JahrGesamt Anzahl (absolut) MännerAltersstandardisierte Rate (Männer)Gesamt Anzahl (absolut) FrauenAltersstandardisierte Rate Frauen
20143212,71259,82
20154116,262412,12
20163211,842910,49
2017165,54348,81
2018279,69268,9
2019196,93510,09
2020103,43174
2021124,71226,51
202283,85164,65
2023249,03167,57

Tabelle 9: Behandlungsfälle in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen der bösartigen Neubildung des Kolons (ICD-10 C18) bei Männern und Frauen im Kreis Lippe, Jahre 2014-2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025). 

Tabelle 10 weist für den Zeitraum von 2014 bis 2023 die jährlichen Gesamtzahlen der Behandlungsfälle in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen sowie die altersstandardisierten Behandlungsraten für Männer und Frauen mit der bösartigen Neubildung des Rektums (ICD-10 C20) aus.

Im Jahr 2016 nahmen die Fallzahlen der Männer deutlich ab, während die der Frauen auf einem gleichbleibenden Niveau blieben. In den Folgejahren blieben die Behandlungsfälle stabil, bevor ein erneuter Rückgang während der COVID-19-Pandemie beobachtet wurde.

JahrGesamt Anzahl (absolut) MännerAltersstandardisierte Rate MännerGesamt Anzahl (absolut) FrauenAltersstandardisierte Rate Frauen
2014238,58113,41
2015239,38205,76
201662,32186,24
2017166,08165,66
2018207,74134,15
2019207,59114
2020155,8331,34
2021135,1452,14
202283,1541,83
2023156,6772,74

Tabelle 10: Behandlungsfälle in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen der bösartigen Neubildung des Rektums (ICD-10 C20) bei Männern und Frauen im Kreis Lippe, Jahre 2014-2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025).

Die altersstandardisierten jährlichen Darmkrebsneuerkrankungsraten zeigen bei Frauen mit durchschnittlich 38,4 Neuerkrankungen/100.000 Einw. und bei Männern mit durchschnittlich 57,9 Neuerkrankungen/100.000 Einw. im Zeitraum von 2006 bis 2023 sowohl in Lippe als auch in NRW (Frauen: 40,4 Neuerkrankungen/100.000 Einw.; Männer: 57,5 Neuerkrankungen/100.000 Einw.) einen stetigen Rückgang (Abb. 39) bis zum Jahr 2021. Seit 2021 wurde ein leichter Anstieg der Inzidenz um +8,3% bei lippischen Männern beobachtet während die Inzidenz der Frauen weiter sinkt. 

Abbildung 39: Altersstandardisierte Darmkrebsneuerkrankungsraten je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) nach Geschlecht, (ICD-10 C18-C21), Jahre 2006-2023, Kreis Lippe und NRW (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025).

Abbildung 39: Altersstandardisierte Darmkrebsneuerkrankungsraten je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) nach Geschlecht, (ICD-10 C18-C21), Jahre 2006-2023, Kreis Lippe und NRW (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). 

Einen ähnlichen Rückgang weist die altersstandardisierte Sterberate für beide Geschlechter auf (Abb. 40). Dabei sind bei den durchschnittlichen Raten keine Unterschiede zwischen dem Kreis Lippe (Frauen: 13,8 Sterbefälle/100.000 Einw.; Männer: 20,4 Sterbefälle/100.000 Einw.) und dem Land NRW (Frauen: 13,8 Sterbefälle/100.000 Einw.; Männer: 21,2 Sterbefälle/100.000 Einw.) zu erkennen. Betrachtet man die Kurven jedoch im Zeitverlauf, fällt auf, dass die Sterberaten im Kreis Lippe für Männer seit 2019 (+19,4%) und für Frauen seit 2020 (+14,2%) ansteigen, während der Trend in NRW weiter rückläufig ist (Abb. 40). Hier sollte dringend erörtert werden, warum es einen gegenläufigen Trend gibt. 

Abbildung 40: Altersstandardisierte Sterberaten je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) des Darmkrebs nach Geschlecht, (ICD-10 C18-C21), Jahre 2006-2023, Kreis Lippe und NRW (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025).

Abbildung 40: Altersstandardisierte Sterberaten je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) des Darmkrebs nach Geschlecht, (ICD-10 C18-C21), Jahre 2006-2023, Kreis Lippe und NRW (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). 

5.4.5 Harnblasenkrebs (Harnblasenkarzinom) ICD-10 C67, D09.0, D4

5.4.5 Harnblasenkrebs (Harnblasenkarzinom) ICD-10 C67, D09.0, D4

Jährlich erkranken laut Robert Koch-Institut 17.130 Menschen in Deutschland neu an Blasenkrebs, davon 12.500 Männer und 4.630 Frauen. Das mittlere Erkrankungsalter liegt für Männer bei 75 Jahren und für Frauen bei 77 Jahren (Deutsche Krebshilfe, 2025).

Blasenkrebsbewusstsein_Krebsschleife in blau, lila, gelb auf einer isolierten Hand, die auf einem Holzbrett liegt

Mit durchschnittlich 113 jährlichen Krebsneuerkrankungsfällen wurde Harnblasenkrebs bei Männern sehr viel häufiger als bei Frauen (39 Fälle) und als vierthäufigste Krebserkrankung (Abb. 9) im Kreis Lippe diagnostiziert. Das mediane Erkrankungsalter lag bei 75 Jahren für Männer und 74 Jahren bei Frauen im Kreis Lippe (LKR, 2025). Seit 2006 ist ein steigender Trend der Harnblasenkrebserkrankungen zu erkennen, bei Männern deutlicher als bei Frauen. Auch die Sterblichkeit von Männern hat sich von 2006 bis 2023 fast verdoppelt, bei Frauen verlief sie über die Jahre hinweg weitgehend konstant (Abb. 41).

Abbildung 41: Absolute Anzahl der Harnblasenkrebsneuerkrankungs- (______) und Sterbefälle (- - - -) bei Männern und Frauen, Harnblasenkrebs (ICD-10 C67 D09.0, D4), im Kreis Lippe, Jahre 2006-2023 (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025).

Abbildung 41: Absolute Anzahl der Harnblasenkrebsneuerkrankungs- (______) und Sterbefälle (- - - -) bei Männern und Frauen, Harnblasenkrebs (ICD-10 C67 D09.0, D4), im Kreis Lippe, Jahre 2006-2023 (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). 

Auffällig ist die die signifikante Steigerung um +79,7% der altersstandardisierten Harnblasenkrebsneuerkrankungsrate bei den Männern von 2006 bis 2009 im Kreis Lippe (Abb. 42). Es konnte anhand der Literatur keine Erklärung für diese Zunahme gefunden werden. Seit 2010 zeigt sich zwar wieder ein rückläufiger Trend, die Fallzahlen bleiben aber auf einem hohen Niveau. 

Abbildung 42: Altersstandardisierte Harnblasenkrebsneuerkrankungs- (______) und Sterberaten(- - - -) je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) bei Männern und Frauen, (ICD-10 C67 D09.0, D4), im Kreis Lippe, Jahre 2006-2023 (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025).

Abbildung 42: Altersstandardisierte Harnblasenkrebsneuerkrankungs- (______) und Sterberaten(- - - -) je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) bei Männern und Frauen, (ICD-10 C67 D09.0, D4), im Kreis Lippe, Jahre 2006-2023 (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). 

Aktives und passives Rauchen sind die wichtigsten Risikofaktoren für Harnblasenkrebs. Rauchen und bestimmte berufsbedingte Expositionen, wie die Farbstoffe „Benzidine“ und „Aminobiphenyl“ aus Aluminium- und Gummiproduktion, sind die am besten belegten Risikofaktoren (Jubber, I. et al., 2023). Tabakkonsum beeinflusst die Entstehung und das Fortschreiten von Blasenkrebs und Nierenzellkrebs. Tabakabstinenz verringert das Risiko, an diesen Krebsarten zu erkranken und daran zu sterben (Cumberbatch, M. G. et al., 2016).

 „Experten schätzen, dass etwa 30 bis 70 Prozent aller Blasenkrebserkrankungen auf das Rauchen zurückzuführen sind“ (Deutsche Krebshilfe, 2025). 

„Die Berufskrankheit BK 1301 umfasst Schleimhautveränderungen, Krebs oder andere Neubildungen der Harnwege durch aromatische Amine. Durch berufliche Beschäftigung können die genannten Stoffe vorwiegend durch Hautresorption, aber auch in Dampf oder Staub über die Atemwege aufgenommen werden. In den Harnwegen, insbesondere in der Harnblase, seltener in Harnleiter und Nierenbecken, wo sie - teilweise nach chemischem Umbau - längere Zeit verweilen, kann es zu den genannten Erkrankungen kommen“ (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, 2025). In manchen Berufen waren bzw. sind Beschäftigte bestimmten chemischen Stoffen ausgesetzt, die das Risiko für Blasenkrebs erhöhen. Als besonders gefährlich haben sich die (bereits erwähnten) sogenannten aromatischen Amine herausgestellt, die in die höchste Gefahrenstufe K1 als „eindeutig krebserregend“ eingeordnet wurden“ (Deutsche Krebshilfe, 2025).

„Andere Arzneimittel wie das Antidiabetikum „Pioglitazon“ scheinen ebenfalls Blasenkrebs auszulösen. Zudem erhöhen Luftverschmutzung und Arsen das Risiko, an einem Harnblasenkarzinom zu erkranken. Darüber hinaus erhöhen chronisch entzündliche Schädigungen der Blasenschleimhaut das Erkrankungsrisiko. Familiäre Häufungen werden beobachtet: Es gibt Hinweise, dass genetische Faktoren eine Rolle bei der Entstehung von Blasenkrebs spielen, indem sie die Empfindlichkeit gegenüber Karzinogenen beeinflussen“ (RKI, 2020). „Auch Menschen, die vermehrt ein Schmerzmedikament mit dem Wirkstoff „Phenazetin“ einnehmen mussten, haben ebenfalls ein erhöhtes Risiko für Blasenkrebs“ (Deutsche Krebshilfe, 2025). 

Krebs der Harnwege kann sich auch ohne stärkere vorausgehende Symptome entwickeln. Bei Beschwerden kann man sich verschiedenen Untersuchungen unterziehen, um die Blasenkrebs-Diagnose festzustellen: Laboruntersuchungen wie Urinuntersuchung (z.B. Blutung), Urinzytologie (bösartig veränderte Zellen im Urin), Ultraschalluntersuchung (Sonographie) der Blase, sowie die Blasenspiegelung (Zystoskopie) der Schleimhaut der Blase. Der Körper wird nach verdächtigen Stellen abgesucht, diese beurteilt und bei Bedarf eine Tumorgewebeprobe entnommen, bei der transurethralen Resektion (TUR). Die Ergebnisse der Computertomographie (CT)/Magnetresonanztomographie (MRT) informieren darüber, wo der Tumor sich befindet und wie groß er ist.

Die Krankenhausfälle von Harnblasenkrebs (ICD-10 Code C67, D09.0, D4) aus dem Kreis Lippe sind nach Altersgruppen aufgeteilt und in der Abbildung 43 präsentiert. Aufgrund einer bösartigen Neubildung der Harnblase sind im Jahr 2023 überwiegend Männer behandelt worden. 

Abbildung 43: Krankenhausfälle (absolut) pro Altersgruppe des Harnblasenkrebs bei Frauen und Männern des Kreises Lippe, Jahr 2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025).

Abbildung 43: Krankenhausfälle (absolut) pro Altersgruppe des Harnblasenkrebs bei Frauen und Männern des Kreises Lippe, Jahr 2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025).

Tabelle 11 weist für den Zeitraum 2014 bis 2023 die jährlichen Gesamtzahlen der Krankenhausfälle sowie die altersstandardisierten Behandlungsraten für Männer und Frauen mit Harnblasenkrebs aus. 

JahrGesamt Anzahl (absolut) MännerAltersstandardisierte Rate MännerGesamt Anzahl (absolut) FrauenAltersstandardisierte Rate Frauen
2014362125,0311331,33
2015372129,0711033,4
2016330117,219829,41
2017380130,9210129,65
2018308106,667919,3
2019379125,4711833,38
2020392129,9813734,15
2021403137,378826,17
2022361114,5511237,58
2023335107,4210529,48

Tabelle 11: Krankenhausfälle des Harnblasenkrebs in absoluter Anzahl und altersstandardisierter Rate pro 100.000 Einwohner*innen pro Geschlecht von 2014 bis 2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025). 

In Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen wurden im Jahr 2023 überwiegend männliche Betroffene im Kreis Lippe mit Harnblasenkrebs behandelt (Abb. 44). 

Abbildung 44: Altersgruppen der Behandlungsfälle in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen der bösartigen Neubildung der Harnblase (ICD-10 C67 D09.0, D4) bei Männern und Frauen im Kreis Lippe, Jahr 2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025). Fallzahlen unter drei wurden nicht berücksichtigt.

Abbildung 44: Altersgruppen der Behandlungsfälle in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen der bösartigen Neubildung der Harnblase (ICD-10 C67 D09.0, D4) bei Männern und Frauen im Kreis Lippe, Jahr 2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025). Fallzahlen unter drei wurden nicht berücksichtigt. 

Tabelle 12 weist für den Zeitraum 2014 bis 2023 die jährlichen Gesamtzahlen der Behandlungsfälle in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen sowie die altersstandardisierten Behandlungsraten für Männer und Frauen mit Harnblasenkrebs aus. Auch hier sind Männer deutlich häufiger als Frauen behandelt worden. Auffällig sind die im Vergleich zu den anderen Jahren etwas höheren Behandlungszahlen für Männer im Jahr 2019 (n=26). Das Jahr 2021 verzeichnet für beide Geschlechter die niedrigsten Behandlungszahlen. 

JahrGesamt Anzahl (absolut) MännerAltersstandardisierte Rate MännerGesamt Anzahl (absolut) FrauenAltersstandardisierte Rate Frauen
2014196,62103,48
2015187,22113,88
2016176,1251,73
2017186,95113,99
2018228,1392,44
2019269,3682,98
2020186,96113,84
2021155,1120,74
2022186,4682,88
2023206,7172,78

Tabelle 12: Behandlungsfälle in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen der bösartigen Neubildung der Harnblase (ICD-10 C67 D09.0, D4) bei Männern und Frauen im Kreis Lippe, Jahre 2014-2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025). 

Mit Ausnahme des Zeitraums von 2006 bis 2009, in denen ein deutlicher Anstieg der Krebsneuerkrankungsrate von lippischen Männern beobachtet wurde (Lippe: 79,7%, NRW: 9,6%), blieben die Inzidenzen in NRW und im Kreis Lippe über den Zeitraum relativ stabil (Abb. 45). 

Abbildung 45: Altersstandardisierte Harnblasenkrebsneuerkrankungsraten nach Geschlecht, (ICD-10 C67, D09.0, D4), Jahre 2006-2023, Kreis Lippe und NRW je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025).

Abbildung 45: Altersstandardisierte Harnblasenkrebsneuerkrankungsraten nach Geschlecht, (ICD-10 C67, D09.0, D4), Jahre 2006-2023, Kreis Lippe und NRW je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). 

Während für NRW die Sterberaten über die Jahre konstant blieben und für Männer sogar leicht rückläufig sind, gibt es im Kreis Lippe aufgrund der niedrigen Fallzahlen deutliche Schwankungen (Abb. 46). Trotzdem ist für beide Geschlechter ein leicht steigender Trend zu beobachten. 

Abbildung 46: Altersstandardisierte Sterberaten des Harnblasenkrebs nach Geschlecht, (ICD-10 C67, D09.0, D4), Jahre 2006-2023, Kreis Lippe und NRW je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025).

Abbildung 46: Altersstandardisierte Sterberaten des Harnblasenkrebs nach Geschlecht, (ICD-10 C67, D09.0, D4), Jahre 2006-2023, Kreis Lippe und NRW je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). 

5.4.6 Malignes Malinom der Haut (Hautkarzinom) ICD-10 C43

5.4.6 Malignes Malinom der Haut (Hautkarzinom) ICD-10 C43

„Pro Jahr erkranken in Deutschland rund 309.000 Menschen neu an Hautkrebs. Die meisten Betroffenen erkranken am hellen oder weißen Hautkrebs ICD-10 C44, der nur selten Tochtergeschwülste bildet und daher weniger bedrohlich ist als der schwarze Hautkrebs, das maligne Melanom. Dieses tritt in den letzten Jahren aber immer häufiger auf. Übermäßige UV-Bestrahlung gehört zu den wichtigsten Risikofaktoren für die Entstehung von Hautkrebs “ (Deutsche Krebshilfe, 2025). Laut des Robert Koch-Instituts erkrankten im Jahr 2022 in Deutschland rund 25.450 Personen am malignen Melanom der Haut, darunter etwa gleich viele Frauen wie Männer. 

Schwarze Ribbon symbolische Bogenfarbe sensibilisieren für Melanom und Hautkrebsvorsorge

Der helle (oder weiße) Hautkrebs (ICD-10, C44) als nicht-melanotische Hautkrebsform, teilt sich in Basalzell- und Plattenepithelkarzinome, die beide nur sehr selten Metastasen bilden und somit fast immer heilbar sind, wenn sie frühzeitig erkannt werden. Bei den Daten für den Kreis Lippe wird nur über das Maligne Melanom der Haut oder Hautkarzinom (ICD-10, C43) berichtet.

Die Anzahl der betroffenen Frauen und Männer ist seit dem Jahr 2010 stetig angestiegen und hat sich bis 2023 nahezu verdoppelt. Die Mortalität dagegen ist für beide Geschlechter stabil geblieben (Abb. 47). 

Das mediane Erkrankungsalter im Kreis Lippe liegt bei 69 Jahren für Männer und 64 Jahren für Frauen (LKR, 2025). Für beide Geschlechter ist Hautkrebs die fünfthäufigste Krebsart (Abbildungen 7 und 9) und steigt kontinuierlich weiter an (Abb. 47 und 48). Der steigende Trend der altersstandardisierten Hautkrebsneuerkrankungsrate für beide Geschlechter wurde bei den Frauen im Jahr 2015 und bei den Männern ein Jahr später unterbrochen. Seit 2019 steigen die Inzidenzraten bis 2023 wieder deutlich an (Männer: +52%, Frauen +25,2%) (Abb. 48). Die Sterberate blieb für beide Geschlechter relativ stabil.

Abbildung 47: Absolute Anzahl des Malignen Melanoms – Hautkrebsneuerkrankungs- (______) und Sterbefälle (- - - -) bei Männern und Frauen, (ICD-10 C43), im Kreis Lippe, Jahre 2006-2023 (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025).

Abbildung 47: Absolute Anzahl des Malignen Melanoms – Hautkrebsneuerkrankungs- (______) und Sterbefälle (- - - -) bei Männern und Frauen, (ICD-10 C43), im Kreis Lippe, Jahre 2006-2023 (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). 

Abbildung 48: Altersstandardisierte Hautkrebsneuerkrankungs- (______) und Sterberaten(- - - -) je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) bei Männern und Frauen, (ICD-10 C43), im Kreis Lippe, Jahre 2006-2023 (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW-Lippe, Stand: August 2025).

Abbildung 48: Altersstandardisierte Hautkrebsneuerkrankungs- (______) und Sterberaten(- - - -) je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) bei Männern und Frauen, (ICD-10 C43), im Kreis Lippe, Jahre 2006-2023 (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW-Lippe, Stand: August 2025). 

Die UV-Strahlung ist der bedeutendste Risikofaktor für die Entwicklung des Malignen Melanoms der Haut (Deutsche Krebshilfe 2025; Pellacani, G. et al., 2024; Ahmed, B. et. al., 2020; Rager, E. L. et al., 2005). Die Verbindung zwischen der Exposition gegenüber ultraviolettem Licht (UV-Licht) und der Entstehung von Melanomen ist äußerst komplex und eng. Wiederholte Sonnenexposition erhöht das Melanomrisiko erheblich. Es ist die fünfthäufigste Krebsart bei Männern und die sechsthäufigste bei Frauen (Ahmed, B. et. al., 2020).

Die kumulative Exposition gegenüber ultravioletter Strahlung (UV-Strahlung) ist der Hauptursachenfaktor für die Entstehung von Photoimmunsuppression und Photokarzinogenese. UVA-Strahlung (320–400 nm) dringt tiefer in die Dermis ein und schädigt die DNA sowie andere intrazelluläre und nicht-zelluläre Zielstrukturen. Die Dermis ist jene Hautschicht, die gleich unterhalb der äußersten Hautschicht (Epidermis) liegt. Sie besteht hauptsächlich aus Bindegewebe (Kollagen). In ihr befinden sich Blut- und Lymphgefäße, Nervenfasern sowie Drüsen. UVB-Strahlung (290–320 nm) verursacht ebenfalls Sonnenbrand durch direkte DNA-Schädigung. Sowohl UVA- als auch UVB-Strahlung erhöhen das Risiko für Basalzellkarzinome, Plattenepithelkarzinome und Melanome (Pellacani, G. et al., 2024).

Zusätzlich ist die künstliche UV-Strahlung der Solarien keineswegs gesünder als die natürliche Strahlung der Sonne. „Im Juli 2009 hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die natürliche UV-Strahlung der Sonne und die künstliche aus Solarien in die höchste Kategorie krebsauslösender Faktoren eingestuft“ (Deutsche Krebshilfe, 2025). Studien zeigen, dass jeder Solarienbesuch das Hautkrebsrisiko steigert (Burgard, B. und Reichrath, J. 2020; Burgard B. et al., 2018; Veierød M.B. et al., 2010). Auch ein geschwächtes Immunsystem, ein Hautkrebsfall in der Familie und Nachkommen von Eltern mit Melanom sind Risikofaktoren. 

„Darüber hinaus gibt es weitere sehr seltene Hautkrebsarten wie das Merkelzellkarzinom, Dermatofibrosarcoma protuberans und das Kaposi-Sarkom, die wenig oder nicht UV-abhängig entstehen“ (Deutsche Krebshilfe, 2025).

Hautkarzinome beziehungsweise Hautkrebs sind durch die Berufskrankheiten-Verordnung (BKV) als „Erkrankungen durch Arsen oder seine Verbindungen“ (BK-Nr. 1108) und „Erkrankungen durch ionisierende Strahlen (BK-Nr. 2402)“, als BK-Nr. 5102 „Hautkrebs oder zur Krebsbildung neigende Hautveränderungen durch Ruß, Rohparaffin, Teer, Anthrazen, Pech oder ähnliche Stoffe“ sowie als BK-Nr. 5013 „Plattenepithelkarzinome oder multiple aktinische Keratosen der Haut durch natürliche UV-Strahlung“ erfasst (Deutsche Krebshilfe, 2025). 


Nach präventiven Maßnahmen kommt der Früherkennung eine zentrale Bedeutung in der Kontrolle und Reduktion des Hautkrebsrisikos zu. Um ein malignes Melanom früh zu erkennen, hilft es auch, die typischen Hautveränderungen - Pigmentmale, Flecken der Haut nach der ABCDE-Regel (Asymmetrie, Begrenzung, „Colour“-Farbe, Durchmesser und Erhabenheit) zu prüfen (Deutsche Krebshilfe, 2025). Die ABCDE-Regel kann als Guide zur Unterscheidung von Melanomen und gutartigen Läsionen verwendet werden (Rager, E. L. et. al., 2005). 

Das Hautkrebsscreening ist ein Angebot der gesetzlichen Krebsfrüherkennung in Deutschland. Gesetzlich Versicherte können ab dem Alter von 35 Jahren alle zwei Jahre daran teilnehmen. In frühem Stadium lassen sich sowohl heller als auch maligner Hautkrebs wirksam behandeln (Bundesministerium für Gesundheit, 2025; DKFZ, 2025). 

Nach einem Verdacht auf Hautkrebs muss die verdächtige Gewebeprobe (Biopsie) unter dem Mikroskop untersucht werden. Dazu entfernen die Ärzt*innen den verdächtigen Hautbereich bzw. das Pigmentmal vollständig. 

Hautkrebsscreening

Die Krankenhausfälle des bösartigen Melanoms der Haut (ICD-10 C43) werden für das Jahr 2023 in Abbildung 49 nach Altersgruppen präsentiert. Während Männer und Frauen ab 60 Jahren im vergleichbarem Ausmaß behandelt wurden, dominieren die Männer in der Altersgruppe 50-59 Jahre. Bei Betroffenen, die jünger als 50 Jahre sind, überwiegt der Anteil der Frauen.

Abbildung 49: Krankenhausfälle (absolut) pro Altersgruppe des Hautkrebs bei Frauen und Männern des Kreises Lippe, Jahr 2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025).

Abbildung 49: Krankenhausfälle (absolut) pro Altersgruppe des Hautkrebs bei Frauen und Männern des Kreises Lippe, Jahr 2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025). 

Tabelle 13 weist für den Zeitraum von 2014 bis 2023 die jährlichen Gesamtzahlen der Krankenhausfälle sowie die altersstandardisierten Behandlungsraten für Männer und Frauen mit Hautkrebs aus. 

JahrGesamt Anzahl (absolut) MännerAltersstandardisierte Rate MännerGesamt Anzahl (absolut) FrauenAltersstandardisierte Rate Frauen
20146326,884718,8
20156229,095924,9
20165926,674718,45
20176325,596424,26
20185922,613511,62
20196928,265317,93
20204916,193815,29
20215621,765220,06
20227832,075520,75
20236723,476622,87

Tabelle 13: Krankenhausfälle des Hautkrebs in absoluter Anzahl und altersstandardisierten Raten pro 100.000 Einwohner*innen pro Geschlecht von 2014 bis 2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025). 

Im Jahr 2023 wurden in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen im Kreis Lippe sieben Frauen und neun Männer wegen Hautkrebs behandelt. Die Mehrheit der Betroffenen waren im Alter zwischen 55 und 69 Jahren (LfGA NRW, 2025). Wegen der niedrigen Fallzahlen der in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen behandelten Hautkrebserkrankungen im Kreis Lippe, wurden diese nicht nach Altersgruppen unterteilt grafisch dargestellt.

Tabelle 14 weist für den Zeitraum von 2014 bis 2023 die jährlichen Gesamtzahlen der Behandlungsfälle in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen sowie die altersstandardisierten Behandlungsraten für Männer und Frauen mit Hautkrebs aus. Auffällig war das Jahr 2020 mit weniger Fällen als in den übrigen Jahren, eventuell wegen der COVID-19 Pandemie. Nach diesem Pandemie-induzierten Tiefpunkt steigen die Behandlungsfälle von Männer und Frauen wieder an.

JahrGesamt Anzahl (absolut) MännerAltersstandardisierte Rate MännerGesamt Anzahl (absolut) FrauenAltersstandardisierte Rate Frauen
2014104,44198,16
201541,93104,62
201652,64114,39
2017114,62145,29
201851,8472,42
201962,8772,71
202021,1610,73
202141,661,91
202262,4473,17
202394,3472,74

Tabelle 14: Behandlungsfälle in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen des bösartigen Melanoms der Haut (ICD-10 C43) bei Männern und Frauen im Kreis Lippe, Jahre 2014-2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025). 

Im Zeitverlauf liegt die Neuerkrankungsrate von Hautkrebs im Kreis Lippe unterhalb der von NRW. Während dies bei den Frauen für den gesamten Betrachtungszeitraum gilt, ist die Neuerkrankungsrate der lippischen Männer seit 2021 höher als in NRW. Auch in den Jahren 2006, 2007 und 2016 war dies bereits der Fall (Abb. 50). 

Abbildung 50: Altersstandardisierte  Hautkrebsneuerkrankungsraten nach Geschlecht, (ICD-10 C43), Jahre 2006-2023, Kreis Lippe und NRW je 100.000 Einwohner*innen.  (alter Europastandard). (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025).

Abbildung 50: Altersstandardisierte Hautkrebsneuerkrankungsraten nach Geschlecht, (ICD-10 C43), Jahre 2006-2023, Kreis Lippe und NRW je 100.000 Einwohner*innen. (alter Europastandard). (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). 

Während die Sterberaten des Hautkarzinoms für Männer und Frauen in NRW in den letzten Jahren auf einem gleichbleibenden Niveau verharrten, fallen bei der Sterberate für die Männer im Kreis Lippe Schwankungen auf. 

Eine Zunahme der Sterberate ist insbesondere zwischen 2010 und 2015 zu beobachten, sodass die Sterberate im Kreis Lippe, bis auf wenige Ausnahmen, höher als in NRW ist. 

Auch die Sterberate der lippischen Frauen liegt bis auf wenige Ausnahmen über der entsprechenden Rate in NRW. Interessanterweise verlaufen die Kurven der Männer und Frauen im Kreis Lippe gegenläufig (Abb. 51). 

Abbildung 51: Altersstandardisierte Sterberaten des Hautkrebs nach Geschlecht, (ICD-10 C43), Jahre 2006-2023, Kreis Lippe und NRW je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025).

Abbildung 51: Altersstandardisierte Sterberaten des Hautkrebs nach Geschlecht, (ICD-10 C43), Jahre 2006-2023, Kreis Lippe und NRW je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). 

5.4.7 Gebärmutterkörperkrebs (Endometriumkarzinom oder Gebärmutterschleimhautkrebs) ICD-10 C54-C55

5.4.7 Gebärmutterkörperkrebs (Endometriumkarzinom oder Gebärmutterschleimhautkrebs) ICD-10 C54-C55

„Mit jährlich etwa 10.716 Neuerkrankungen in Deutschland sind bösartige Tumore des Gebärmutterkörpers (Korpus- oder Endometriumkarzinom) die fünfthäufigste Krebserkrankung bei Frauen und die häufigste der weiblichen Genitalorgane. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 67 Jahren“ (Robert Koch-Institut, 2024).

Hand mit blauem Handschuh platziert Holzwürfel mit der Bewusstseinsschleife für Gebärmutterkrebs in der Farbe blaugrün auf einem Würfeltürmchen mit einem. Gebärmuttersymbol. Konzept der Prävention und Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs, gynäkologische Versorgung und Bewusstsein für Frauengesundheit.

Neben dem Gebärmutterkörperkrebs ist der Gebärmutterhalskrebs oder das Zervixkarzinom (ICD-10 C53) eine weitere Form von Gebärmutterkrebs. Im Kreis Lippe steht der Gebärmutterhalskrebs auf Position 12 der häufigsten Krebserkrankungen bei Frauen (Abb. 7). Im Jahr 2023 wurden 25 Fälle registriert, was weniger als der Hälfte der Fallzahlen von Gebärmutterkörperkrebs (Fälle: 65, Tabelle 2) entspricht. Die Hauptursache von Gebärmutterhalskrebs sind sexuell übertragene humane Papillomviren (HPV). Eine asymptomatische HPV-Infektion ist häufig, heilt jedoch meist ohne Folgen aus. Durch anhaltende Infektionen mit einem oder mehreren von 12 Hochrisikoviren (vorrangig HPV 16 und 18) kann sich über Vorstufen ein Zervixkarzinom entwickeln. 

Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut empfiehlt, unabhängig vom Geschlecht gegen HPV zu impfen, vorrangig im Alter von 9 bis 17 Jahren. Bereits seit 2007 empfiehlt die STIKO die Impfung gegen HPV für Mädchen, seit 2018 auch für Jungen. Bis zum 18. Geburtstag übernehmen die gesetzlichen, und in der Regel auch die privaten Krankenversicherungen, die Kosten (Robert Koch-Institut, 2023). Wegen der niedrigen Inzidenz des Gebärmutterhalskrebs im Kreis Lippe, wurde in diesem Bericht auf die detaillierten Daten dieser Krebsart verzichtet.

Im Kreis Lippe steht der Gebärmutterkörperkrebs mit 65 diagnostizierten Fällen in 2023 (Abb. 52) an vierter Stelle der häufigsten Krebsneuerkrankungen bei Frauen (Abb. 7). Obwohl das Niveau über die Jahre relativ beständig ist, steigen die Fälle ab 2018 wieder an. Die Sterblichkeit zeigt sich über den ganzen Beobachtungszeitraum als nahezu konstant. 

Abbildung 52: Absolute Anzahl der Gebärmutterkörperkrebsneuerkrankungs- (______) und Sterbefälle (- - - -) bei Frauen, (ICD-10 C54-C55), im Kreis Lippe, Jahre 2006-2023 (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025).

Abbildung 52: Absolute Anzahl der Gebärmutterkörperkrebsneuerkrankungs- (______) und Sterbefälle (- - - -) bei Frauen, (ICD-10 C54-C55), im Kreis Lippe, Jahre 2006-2023 (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). 


Die altersstandardisierte Krebsneuerkrankungsrate des Gebärmutterkörperkrebs zeigt nach einer kontinuierlichen moderaten Steigerung ab 2021 eine Erhöhung der Inzidenzrate um +10,7% (Abb. 53). Die Sterberate zeigt sich dagegen nahezu beständig. 

Abbildung 53: Altersstandardisierte Gebärmutterkörperkrebsneuerkrankungs- (______) und Sterberaten (- - - -) je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) bei Frauen, (ICD-10 C54-C55), im Kreis Lippe, Jahre 2006-2023 (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW-Lippe, Stand: August 2025).

Abbildung 53: Altersstandardisierte Gebärmutterkörperkrebsneuerkrankungs- (______) und Sterberaten (- - - -) je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) bei Frauen, (ICD-10 C54-C55), im Kreis Lippe, Jahre 2006-2023 (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW-Lippe, Stand: August 2025).

Laut Robert Koch-Institut (2024) sind etwa 80% der Endometriumkarzinome hormonabhängig (langfristiger Östrogeneinfluss). Das Erkrankungsrisiko für Gebärmutterkörperkrebs ist erhöht bei: Alter über 50 Jahre, (Pfeiffer, R. M., et al., 2013), Einnahme exogen östrogenhaltiger Arzneimittel ohne Gestagenzusatz während der Wechseljahre (Liang, J. und Shang, Y., 2013), Menopause nach dem 55. Lebensjahr, Diabetes mellitus Typ 2 (Zuckerkrankheit) (Scherübl, H. 2021), Bluthochdruck, Übergewicht, Erkrankungen der Eierstöcke, gegenwärtigem oder vergangenem Brustkrebs oder Dickdarmkrebs, erblichem Gebärmutterkörperkrebs oder Darmkrebs und langandauernden Blutungsstörungen (Deutsche Krebshilfe, 2024; RKI, 2024).

Die typische altersspezifische Inzidenz für Endometriumkarzinom zeigt, dass die meisten Fälle nach der Menopause diagnostiziert wurden, wobei die höchste Inzidenz um das siebte Lebensjahrzehnt auftritt (Amant, F. et al., 2005).

Tabakkonsum ist eine bekannte Ursache für viele Krebsarten, doch epidemiologische Studien haben einen schützenden Zusammenhang mit dem Risiko von drei „östrogenbedingten“ bösartigen Erkrankungen festgestellt: Gebärmutterkrebs, Eierstockkrebs und Schilddrüsenkrebs. Bei Frauen, die rauchen, ist der Östrogenspiegel im Blut nicht niedriger als bei Nichtraucherinnen, sodass eine mögliche Erklärung für das geringere Risiko dieser bösartigen Erkrankungen wegfällt (Baron, J.A. et al., 2021).

Andererseits senken mehrere Schwangerschaften, orale Kontrazeptiva (Pille), insbesondere Östrogen-Gestagen-Kombinationen über mehrere Jahre, sowie die Verwendung einer Hormonspirale das Risiko, an einem Gebärmutterkörperkrebs zu erkranken (Deutsche Krebshilfe, 2024; Robert Koch-Institut, 2024). 

Die wichtigste Vorsorge ist die regelmäßige Untersuchung, auch ohne Symptome oder Beschwerden bei den Frauenärzt*innen. Die Ultraschalluntersuchung (Sonographie) kann die inneren Geschlechtsorgane gut beurteilen. Beim Verdacht auf Gebärmutterkörperkrebs führt man die Untersuchung der Schleimhaut des Gebärmutterhalskanals und des Gebärmutterkörpers durch. Bei einer Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie) kann häufig eine Gewebeprobe (Biopsie) aus der Gebärmutterschleimhaut oder des Tumors entnommen werden. Die Röntgenuntersuchung kann im Hinblick auf eine Operation wichtig sein. Als weitere bildgebende Verfahren bei der Diagnose eines Endometriumkarzinoms können die Computertomographie (CT) und die Kernspintomographie (MRT) zum Einsatz kommen.

Gebärmutterkrebs-Vorsorge

Die Daten von Gebärmutterkörperkrebs-Krankenhausfällen der Betroffenen aus dem Kreis Lippe sind nach Altersgruppen aufgeteilt und in der Abbildung 54 zusammengefasst. Im Jahr 2023 sind die meisten der erkrankten Frauen zwischen 55 und 79 Jahre alt. Der Maximalwert liegt in der Altersgruppe 65-69 Jahre. 

Abbildung 54: Krankenhausfälle (absolute Anzahl) pro Altersgruppe des  Gebärmutterkörperkrebs bei Frauen des Kreises Lippe, Jahr 2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025).

Abbildung 54: Krankenhausfälle (absolute Anzahl) pro Altersgruppe des Gebärmutterkörperkrebs bei Frauen des Kreises Lippe, Jahr 2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025). 

Tabelle 15 zeigt für den Zeitraum von 2014 bis 2023 die jährlichen Gesamtzahlen der Krankenhausfälle sowie die altersstandardisierten Behandlungsraten des Gebärmutterkörperkrebs. 

JahrGesamt Anzahl (absolut)Altersstandardisierte Rate
20148329,27
20159536,91
20167725,93
20178532,72
20188630,51
201910336,67
202010841,92
202110232,05
20229131,26
202311639,58

Tabelle 15: Krankenhausfälle des Gebärmutterkörperkrebs in absoluter Anzahl und altersstandardisierter Rate pro 100.000 Einwohner*innen von 2014 bis 2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025). 

Im Jahr 2023 wurden im Kreis Lippe insgesamt 20 Frauen mit Gebärmutterkörperkrebs in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen behandelt. Die Mehrheit der Betroffenen wurde in den Altersgruppen zwischen 55-59 und 65-69 Jahren (LfGA NRW, 2025) erfasst. Wegen der niedrigen Fallzahlen der in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen behandelten Gebärmutterkörperkrebserkrankungen im Kreis Lippe, wurden diese nicht nach Altersgruppen grafisch dargestellt.

Tabelle 16 zeigt für den Zeitraum von 2014 bis 2023 die jährlichen Gesamtzahlen der Behandlungsfälle der Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen sowie die altersstandardisierten Behandlungsraten des Gebärmutterkörperkrebs.

JahrGesamt Anzahl (absolut)Altersstandardisierte Rate
2014249,55
2015248,83
2016176,41
2017197,61
2018156,63
201982,94
2020166,37
202193,98
2022166,27
2023208,12

Tabelle 16: Behandlungsfälle in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen des bösartigen Neubildung des Gebärmutterkörpers (ICD-10 C54) bei Frauen im Kreis Lippe, Jahre 2014-2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025). 

Die Neuerkrankungsraten von Gebärmutterkörperkrebs haben im Kreis Lippe und in NRW für den beobachteten Zeitraum zugenommen (Abb. 55). Während in NRW lediglich eine leichte Steigerung zu erkennen ist, gab es im Kreis Lippe seit 2017 einen Zuwachs um +32%. Es muss berücksichtigt werden, dass es hier um kleine Fallzahlen handelt. 

Abbildung 55: Altersstandardisierte Gebärmutterkörperkrebsneuerkrankungsraten je 100.000 Einwohner*innen  (alter Europastandard) bei Frauen, (ICD-10 C54-C55), Jahre 2006-2023 im Kreis Lippe und NRW (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025).

Abbildung 55: Altersstandardisierte Gebärmutterkörperkrebsneuerkrankungsraten je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) bei Frauen, (ICD-10 C54-C55), Jahre 2006-2023 im Kreis Lippe und NRW (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). 

Die Sterberate der lippischen Betroffenen zeigt aufgrund kleiner Fallzahlen eine leichte Schwankung mit einer leicht steigenden Tendenz ab dem Jahr 2020. Diese ist aber weniger von Bedeutung, da die Sterberate innerhalb von etwa 1 Fall pro 100.000 Einwohner*innen schwankt (Abb. 56). 

Abbildung 56: Altersstandardisierte Sterberaten des Gebärmutterkörperkrebs je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) bei Frauen, (ICD-10 C54-C55), Jahre 2006-2023 im Kreis Lippe und NRW (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025).

Abbildung 56: Altersstandardisierte Sterberaten des Gebärmutterkörperkrebs je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) bei Frauen, (ICD-10 C54-C55), Jahre 2006-2023 im Kreis Lippe und NRW (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). 

5.4.8 Non-Hodgin-Lymphome ICD-10 C82-C86, C88

5.4.8 Non-Hodgin-Lymphome ICD-10 C82-C86, C88

„Im Jahr 2022 erkrankten in Deutschland etwa 17.930 Personen an einem Non-Hodgkin-Lymphom. Die Erkrankung ist aber vor allem eine Erkrankung des höheren Lebensalters. Im Mittel waren betroffene Frauen bei Diagnosestellung 73 Jahre und Männer 71 Jahre alt“ (Robert Koch-Institut, 2024). 

Grüne Schleife und Herzen - Bewusstseinsmonat: Non-Hodgkin-Lymphom

Im Jahr 2023 rangieren Non-Hodgkin-Lymphome bei der Inzidenzrate an der sechsten Position bei Männern (Abb. 9) und an der siebten bei Frauen (Abb. 7) im Kreis Lippe. Es traten etwas häufiger Fälle bei Männern als bei Frauen auf, besonders zwischen 2015 und 2018. Das Jahr 2023 zeigt insgesamt 88 Fälle, darunter 51 Männer im Vergleich zu 37 Frauen (Abb. 57). 

Die letzten Jahre, von 2021 bis 2023, zeigten eine Erhöhung der altersstandardisierten Krebsneuerkrankungsrate der Non-Hodgkin-Lymphome bei den Männern um +13,3% im Kreis Lippe. Bei den Frauen blieb die Inzidenzrate relativ stabil (Abb. 58).

Abbildung 57: Absolute Anzahl der Non-Hodgkin-Lymphome-Krebsneuerkrankungs- (______) und Sterbefälle (- - - -) bei Männern und Frauen, (ICD-10 C82-C86, C88), im Kreis Lippe, Jahre 2006-2023 (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025).

Abbildung 57: Absolute Anzahl der Non-Hodgkin-Lymphome-Krebsneuerkrankungs- (______) und Sterbefälle (- - - -) bei Männern und Frauen, (ICD-10 C82-C86, C88), im Kreis Lippe, Jahre 2006-2023 (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). 

Abbildung 58: Altersstandardisierte Non-Hodgkin-Lymphome Krebsneuerkrankungs- (______) und Sterberaten (- - - -) je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) bei Männern und Frauen, (ICD-10 C82-C86, C88), im Kreis Lippe, Jahre 2006-2023 (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025).

Abbildung 58: Altersstandardisierte Non-Hodgkin-Lymphome Krebsneuerkrankungs- (______) und Sterberaten (- - - -) je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) bei Männern und Frauen, (ICD-10 C82-C86, C88), im Kreis Lippe, Jahre 2006-2023 (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). 

Non-Hodgkin-Lymphome sind eine heterogene Gruppe einer bösartigen Erkrankung des Lymphsystems, die von Zellen des lymphatischen Systems, sogenannten Immunzellen wie Lymphozyten (weiße Blutkörperchen B und T Zellen) und „Natural Killer“ NK Zellen ausgehen und als ein Hauptmerkmal Lymphknotenschwellungen hervorrufen. Das Lymphsystem ist ein wesentlicher Bestandteil der Immunabwehr. Es setzt sich aus den Lymphgefäßen und den lymphatischen Organen zusammen, bestehend aus Lymphknoten, Milz, lymphatischem Gewebe, im Magen-Darm-Trakt z.B. aus den Peyer-Plaques des Dünndarms und im Rachen aus den Rachen-, Zungen- und Gaumenmandeln sowie dem Thymus. Hauptbestandteil des lymphatischen Systems ist die Lymphflüssigkeit. Sie enthält Elektrolyte, Proteine, Chylomikronen und weiße Blutkörperchen. Die Lymphgefäße durchziehen den ganzen Körper und transportieren durch die Lymphbahnen Zelltrümmer und Fremdkörper wie Viren und Bakterien zu den Lymphknoten. Hier werden die schädlichen Stoffe herausgefiltert und zerstört. Da sich im gesamten Körper Lymphgewebe befindet, können Non-Hodgkin-Lymphome überall im Körper entstehen. Die Lymphknoten sind bei Non-Hodgkin-Lymphomen am häufigsten betroffen. Vor allem in fortgeschrittenen Krankheitsstadien können aber auch andere Organe wie Lunge, Leber, Knochenmark und Milz befallen sein (RKI, 2025; Onko Internetportal, 2024).

Die verschiedenen Lymphome unterscheiden sich hinsichtlich Prognose und Therapiemöglichkeiten je nach Zelltyp sowie nach klinischen und molekularen Eigenschaften.

Das Non-Hodgkin-Lymphom beginnt meist in einem einzigen Lymphknoten und breitet sich von dort über die Lymphgefäße im Körper aus. Die Erkrankung entsteht durch genetische Veränderungen in den weißen Blutkörperchen. Die abnormen Zellen wachsen und vermehren sich unkontrolliert und sterben nicht ab. Aufgrund dessen kommt es zu einer Lymphknotenschwellung – ein typisches Non-Hodgkin-Lymphom-Symptom. Da die funktionierenden weißen Blutkörperchen zunehmend verdrängt werden, ist die Immunabwehr geschwächt: Die/der Betroffene wird anfällig für Krankheitserreger. 

Die Ursachen für die Entstehung von Non-Hodgkin-Lymphomen sind bis heute nicht geklärt. Man kennt jedoch verschiedene Faktoren, welche die Erkrankungswahrscheinlichkeit erhöhen. Für die Gruppe aller Non-Hodgkin-Lymphome können keine allgemein gültigen Risikofaktoren benannt werden. Eine angeborene oder erworbene Immunschwäche, radioaktive Strahlung, Chemotherapie und einige seltene Autoimmunerkrankungen (Shi, X. et al., 2024), können das Risiko für Lymphome erhöhen. Auch bestimmte Viren und andere Krankheitserreger gelten als Risikofaktoren für einzelne Lymphome: So kann das Epstein-Barr-Virus (EBV) (Vockerodt M. et al., 2015) zur Entstehung des vorwiegend in Afrika endemisch auftretenden Burkitt-Lymphoms beitragen, ebenso das Humane Immundefizienz-Virus (HIV) (Lilly, A. J., und Fedoriw, Y. 2019). Eine chronische Entzündung der Magenschleimhaut durch Infektion mit dem Bakterium Helicobacter pylori erhöht ebenfalls das Risiko (Hussell T. et al., 1993). Benzol (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung- DGUV, 2017) und andere organische Lösungsmittel oder Pestizide, die in der Industrie häufig verwendet werden, können die Entstehung einzelner Non-Hodgkin-Lymphome fördern (RKI, 2025; Onko Internetportal, 2024). Erbliche Faktoren oder eine genetische Veranlagung für Non-Hodgkin-Lymphome wurden bisher nicht nachgewiesen. Das Erkrankungsrisiko steigt mit zunehmendem Alter kontinuierlich an. Die genauen Zusammenhänge sind noch unklar. Insgesamt kann für viele Patient*innen keine eindeutige Ursache für die Entstehung von Lymphomen gefunden werden. Es wird angenommen, dass mehrere Faktoren zusammenwirken, bevor sich ein Non-Hodgkin-Lymphom entwickelt.

Weil das Non-Hodgkin-Lymphom eine heterogene Gruppe ist, erfolgt die Krankheitsklassifikation je nach betroffenem Zelltyp. Laut der Daten der Krankenhausdiagnosen des Landesamts für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, ist der ICD-10 Code aufgeteilt in:

Follikuläres Lymphom C82
Nicht follikuläres Lymphom C83
Reifzelliges T/NK-Zell-Lymphom C84
Sonstige und nicht näher bezeichnete Typen des Non-Hodgkin-Lymphoms C85
Weitere spezifizierte T/NK-Zell-Lymphome C86
Bösartige immunproliferative Krankheiten C88

Die Krankenhausfälle von Non-Hodgkin-Lymphomen aus dem Kreis Lippe sind nach Altersgruppen und den ICD-10 Codes C82-C86 und C88 aufgeteilt. Beim Follikulären Lymphom C82 gibt es im Jahr 2023 insgesamt 20 Betroffene, 4 Frauen und 16 Männer, die meisten in der Altersgruppe von 55-59 Jahren und älter. Wegen der niedrigen Fallzahlen der Diagnose C82 bei Krankenhausfällen, wurden diese nicht grafisch dargestellt.

In 2023 gab es in der Klassifikation „Nicht follikuläres Lymphom“ C83, welches die Mehrheit des Non-Hodgkin-Lymphom im Kreis Lippe betrifft, 149 erkrankte Personen (67 Frauen und 82 Männer) (Abb. 59). Männer im Alter von 59 Jahren und jünger waren am häufigsten betroffen, gefolgt von der Altersgruppe 80-84 Jahre. Die Frauen dominierten in den Altersgruppen 60 bis 79 Jahre sowie ab 85 Jahren. 

Abbildung 59: Krankenhausfälle (absolut) pro Altersgruppe des nicht Follikulären Lymphoms (ICD-10 C83) bei Frauen und Männern des Kreises Lippe, Jahr 2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025).

Abbildung 59: Krankenhausfälle (absolut) pro Altersgruppe des nicht Follikulären Lymphoms (ICD-10 C83) bei Frauen und Männern des Kreises Lippe, Jahr 2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025). 

Tabelle 17 zeigt für den Zeitraum von 2014 bis 2023 die jährlichen Gesamtzahlen der Krankenhausfälle sowie die altersstandardisierten Behandlungsraten für Männer und Frauen mit nicht follikulären Lymphom ICD-10 C83. 

JahrGesamt Anzahl (absolut) MännerAltersstandardisierte Rate MännerGesamt Anzahl (absolut) FrauenAltersstandardisierte Rate Frauen
20147536,049931,43
201512450,876921,45
201699397025,04
20178229,8310235,81
201812346,486414,98
201918179,016919,58
202014649,679434,27
202111842,9111132,47
202211735,8410030,66
20238232,136719

Tabelle 17: Krankenhausfälle des nicht follikulären Lymphoms (ICD-10 C83) in absoluter Anzahl und altersstandardisierten Raten pro 100.000 Einwohner*innen pro Geschlecht von 2014 bis 2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025).

Die folgenden Klassifikationen werden aufgrund der niedrigen Fallzahlen lediglich beschrieben und nicht grafisch dargestellt:

Das Non-Hodgkin-Lymphom mit der Klassifikation: „Reifzellige T/NK- Zell- Lymphome“ ICD-10 C84, betrifft insgesamt 26 Personen mit signifikant mehr männlichen Betroffenen in den Altersgruppen 50-54 und 75-79 Jahre im Jahr 2023. 

Mit der Klassifikation: „Sonstige und nicht näher bezeichnete Typen des Non-Hodgkin-Lymphoms“ ICD-10 C85, wurden im Jahr 2023 insgesamt 19 Betroffene im Kreis Lippe diagnostiziert, darunter 7 Frauen zwischen 45 und 69 Jahren und 12 Männer zwischen 30-39 und 69-84 Jahren. 

Die Non-Hodgkin-Lymphom-Klassifikation: „Weitere spezifizierte T/NK-Zell-Lymphome“ ICD-10 C86, weist mit drei Fällen in der Altersgruppe ab 70 die niedrigste Fallzahl des Non-Hodgkin-Lymphoms im Jahr 2023 auf.

Mit der Klassifikation: „Bösartige immunproliferative Krankheiten“ ICD-10 C88 wurden 22 Betroffene im Kreis Lippe diagnostiziert, davon 6 Frauen und 16 Männer ab 50 Jahre.

Im Jahr 2023 wurden im Kreis Lippe lediglich 15 Frauen und 6 Männer aufgrund eines Non-Hodgkin-Lymphoms ICD-10 C82-C86, C88 in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen behandelt.

Die altersstandardisierten jährlichen Non-Hodgkin-Lymphom-Krebserkrankungsraten zeigten eine Schwankung für die lippischen Betroffenen bei beiden Geschlechtern, insbesondere von Männern. Von 2012 bis 2016 wurde eine deutliche Erhöhung der Raten der lippischen Männer um +32,5% im Vergleich zu Männern in NRW um +9,6% beobachtet. Im Gegensatz dazu kam es im Zeitraum 2016 bis 2020 zu einem auffälligen Rückgang der Rate der lippischen Männer um -29,5%. Im Vergleich dazu verzeichnete das Land NRW einen moderaten Rückgang um -2,2%. Die letzten drei Jahre zeigten wiederum eine steigende Tendenz der männlichen Betroffenen des Kreises Lippe um +13,3%, wohingegen die NRW-Vergleichswerte relativ stabil blieben. Bei den Frauen gab es keine Auffälligkeiten (Abb. 60). 

Abbildung 60: Altersstandardisierte  Non-Hodgkin-Lymphom-Neuerkrankungsraten nach Geschlecht, (ICD-10 C82-C86, C88) Jahre 2006-2023, Kreis Lippe und NRW je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard). (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025)

Abbildung 60: Altersstandardisierte Non-Hodgkin-Lymphom-Neuerkrankungsraten nach Geschlecht, (ICD-10 C82-C86, C88) Jahre 2006-2023, Kreis Lippe und NRW je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard). (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025).

Insgesamt sind die Sterberaten auf einem gleichbleibenden Niveau geblieben. Die Ausreißer im Kreis Lippe lassen sich anhand von statischen Schwankungen erläutern. Dabei liegt die Sterberate der Männer sowohl im Kreis Lippe als auch in NRW höher als die der Frauen (Abb. 61). 

Abbildung 61: Altersstandardisierte Sterberaten des non-Hodgkin-Lymphoms nach Geschlecht, (ICD-10 C82-C86, C88) Jahre 2006-2023, Kreis Lippe und NRW je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025).

Abbildung 61: Altersstandardisierte Sterberaten des non-Hodgkin-Lymphoms nach Geschlecht, (ICD-10 C82-C86, C88) Jahre 2006-2023, Kreis Lippe und NRW je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). 

5.4.9 Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom) ICD-10 C25

5.4.9 Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom) ICD-10 C25

„An Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom) erkranken laut Robert Koch-Institut jedes Jahr in Deutschland 20.230 Menschen, davon 10.270 Männer und 9.960 Frauen“ (Deutsche Krebshilfe, 2024). Die relative 5-Jahres-Überlebensrate ist ausgesprochen unvorteilhaft (McGuigan, A. et al.; 2018 RKI, 2022). „Sie liegt in Deutschland für Frauen und Männer mit Bauchspeicheldrüsenkrebs bei 11%. Das mittlere Erkrankungsalter liegt für Frauen bei 76 Jahren und für Männer bei 72 Jahren“ (RKI, 2022).

Grafische Darstellung der Bauchspeicheldrüse mit Gallenblase
Sammlung von lila Bändern für die Erforschung und Sensibilisierung für Bauchspeicheldrüsenkrebs

Die Neuerkrankungs- und Sterbefälle des Bauchspeicheldrüsenkrebs im Kreis Lippe wird für beide Geschlechter im Zeitraum 2006 bis 2023 in der Abbildung 62 gezeigt. 

Unübersehbar ist die hohe Mortalität dieser Krebsart. Unglücklicherweise sind die Symptome relativ unauffällig, weil der Bauchspeicheldrüsenkrebs in den frühen Stadien oft keine oder nur unspezifische Symptomen verursacht, sodass der Tumor häufig erst spät erkannt wird. 

Unter allen Krebssterbefällen stellt das Pankreaskarzinom die vierthäufigste Todesursache für beide Geschlechter im Kreis Lippe dar (Abb. 8 und 10).

Abbildung 62: Absolute Anzahl der Bauchspeicheldrüsenkrebsneuerkrankungs- (______) und Sterbefälle (- - - -) bei Männern und Frauen, (ICD-10 C25), im Kreis Lippe, Jahre 2006-2023 (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025).

Abbildung 62: Absolute Anzahl der Bauchspeicheldrüsenkrebsneuerkrankungs- (______) und Sterbefälle (- - - -) bei Männern und Frauen, (ICD-10 C25), im Kreis Lippe, Jahre 2006-2023 (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). 

Obwohl die altersstandardisierten Sterberaten für beide Geschlechter ein hohes Niveau präsentierten, zeigten die letzten Jahre, von 2020 bis 2023, sowohl einen Rückgang der Erkrankungsraten (Männer: -5,3%, Frauen -36,6%) als auch der Mortalität (Männer: -14,2%, Frauen: -25,3%) (Abb. 63).

Abbildung 63: Altersstandardisierte Bauchspeicheldrüsenkrebsneuerkrankungs- (______) und Sterberaten (- - - -) je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) bei Männern und Frauen, (ICD-10 C25), im Kreis Lippe, Jahre 2006-2023 (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025).

Abbildung 63: Altersstandardisierte Bauchspeicheldrüsenkrebsneuerkrankungs- (______) und Sterberaten (- - - -) je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) bei Männern und Frauen, (ICD-10 C25), im Kreis Lippe, Jahre 2006-2023 (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). 

Die Hauptrisikofaktoren für das Pankreaskarzinom sind Rauchen (Iodice, S. et al., 2008) und Alkohol (Lin Y. et al., 2002). Bei Rauchern findet sich das Pankreaskarzinom zwei- bis dreimal häufiger als bei Nichtrauchern. Außerdem kann das Risiko nach dem Rauchstopp mindestens 10 Jahre lang bestehen bleiben (Iodice, S. et al., 2008). Übermäßiger Alkoholkonsum führt häufig zu einer chronischen Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis), wodurch Alkohol ein bekannter Risikofaktor für Bauchspeicheldrüsenkrebs ist (Samokhvalov, A.V. et al., 2015; Deutsche Krebshilfe, 2024). Starkes Übergewicht (Adipositas) (World Cancer Research Fund International WCRFI, 2015) und Diabetes mellitus Typ 2 (Stevens, R.J. et al., 2007) können als Risikofaktoren Einfluss auf das Pankreaskarzinom haben. Erblicher Bauchspeicheldrüsenkrebs in der Familie generiert ein bis zu neunmal höheres Risiko, an Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken als bei Patienten ohne familiäre Vorbelastung (Becker, A.E., 2014), ähnlich wie dies auch bei der BRCA- 1,2-Mutation (Mutation für Brustkrebs, siehe Kapitel 5.4.1) der Fall ist (Chen, F. et al., 2017). 

Infektionen mit Erregern wie Helicobacter pylori (Guo, Y. et al., 2016), Hepatitis (El-Serag, H.B. et al., 2009) und HIV (Jensen, B. E. et al., 2017) werden mit der Entstehung von Pankreaskarzinomen in Verbindung gebracht.

Pankreaskrebs stellt eine erhebliche diagnostische Herausforderung dar. Die meisten Fälle werden erst spät diagnostiziert, entweder im lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Stadium. Die Gründe hierfür sind vielfältig und umfassen die unspezifischen Symptome, die mit der Erkrankung einhergehen, sowie die Nähe zu großen Blutgefäßen, die leicht vom Tumor infiltriert werden können (McGuigan, A. et al., 2018).

Die Krankenhausfälle mit Pankreaskarzinom (ICD-10 C25) im Kreis Lippe werden für das Jahr 2023 nach Altersgruppen in Abbildung 64 aufgezeigt. Männer sind deutlich früher als Frauen betroffen, sodass Fälle bereits im Alter < 50 Jahren auftreten. Fälle bei Frauen treten erst ab 50 Jahren auf, gehäuft in der Altersgruppe 70-79 Jahre. 

Abbildung 64: Krankenhausfälle (absolut) pro Altersgruppe des Bauchspeicheldrüsenkrebs (ICD-10 C25) bei Frauen und Männern des Kreises Lippe, Jahr 2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025).

Abbildung 64: Krankenhausfälle (absolut) pro Altersgruppe des Bauchspeicheldrüsenkrebs (ICD-10 C25) bei Frauen und Männern des Kreises Lippe, Jahr 2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025).

Tabelle 18 zeigt für den Zeitraum 2014 bis 2023 die jährlichen Gesamtzahlen der Krankenhausfälle sowie die altersstandardisierten Behandlungsraten für Männer und Frauen mit Pankreaskarzinom ICD-10 C25. 

JahrGesamt Anzahl (absolut) MännerAltersstandardisierte Rate MännerGesamt Anzahl (absolut) FrauenAltersstandardisierte Rate Frauen
20149638,096119,41
201511045,029923,36
201610840,599629,73
201711742,919326,48
20189734,924816,86
20198530,736118,28
20209937,410330,52
20219334,778828,97
20229034,357522,29
20236625,147221,42

Tabelle 18: Krankenhausfälle des Bauchspeicheldrüsenkrebs (ICD-10 C25) in absoluter Anzahl und altersstandardisierten Raten pro 100.000 Einwohner*innen pro Geschlecht von 2014 bis 2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025). 

Im Jahr 2023 wurden im Kreis Lippe insgesamt 12 Betroffene mit Bauchspeicheldrüsenkrebs (ICD-10 C25) in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen behandelt, davon 6 Frauen und 6 Männer. 

Die altersstandardisierten Krebsneuerkrankungs- und Sterberaten des Kreises Lippe und des Landes NRW sind in den Abbildungen 65 und 66 dargestellt. Sowohl die Inzidenz als auch die Sterberaten bleiben über die Jahre auf einem gleichbleibenden Niveau. Anders als bei den übrigen Krebsarten, entspricht die Sterberate bei Bauchspeicheldrüsenkrebs fast exakt der Neuerkrankungsrate. Dies verdeutlicht noch einmal wie hoch die Mortalität des Bauchspeicheldrüsenkrebs ist. Die Zahlen des Kreises Lippe zeigen eine durchschnittliche Inzidenzrate für Männer von 14,8/100.000 und eine Sterberate von 13,3/100.000. Bei den Frauen liegt die durchschnittliche Inzidenzrate bei 10,7/100.000 und die Sterberate bei 9,1/100.000. Die durchaus vergleichbaren Werte des Landes NRW betragen durchschnittlich 14,7/100.000 Neuerkrankungen bei Männern. Demgegenüber steht eine Sterberate von 13,3/100.000. Bei den Frauen erkranken durchschnittlich 11,2/100.000 neu, die durchschnittliche Sterberate liegt bei 9,8/100.000 (Abb. 65). 

Die letzten drei Jahre zeigten einen deutlichen Rückgang der Inzidenzraten der lippischen Frauen um -30,4% und der Männer um -8,4% (Abb. 65).

Abbildung 65: Altersstandardisierte Bauchspeicheldrüsenkrebsneuerkrankungsraten nach Geschlecht, (ICD-10 C25), Jahre 2006-2023, Kreis Lippe und NRW je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025).

Abbildung 65: Altersstandardisierte Bauchspeicheldrüsenkrebsneuerkrankungsraten nach Geschlecht, (ICD-10 C25), Jahre 2006-2023, Kreis Lippe und NRW je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). 

Die Sterberaten (2021 bis 2023) der lippischen Frauen sanken um -25,3% und die der Männer um -12,2% (Abb. 66). 

Abbildung 66: Altersstandardisierte Sterberaten des Bauchspeicheldrüsenkrebs nach Geschlecht, (ICD-10 C25), Jahre 2006-2023, Kreis Lippe und NRW je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025).

Abbildung 66: Altersstandardisierte Sterberaten des Bauchspeicheldrüsenkrebs nach Geschlecht, (ICD-10 C25), Jahre 2006-2023, Kreis Lippe und NRW je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). 

5.4.10 Leukämien ICD-10 C91-C95

5.4.10 Leukämien ICD-10 C91-C95

„Jedes Jahr erkranken in Deutschland nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts etwa 13.500 Menschen neu an einer Leukämie (RKI, 2022).

Der Begriff „Leukämie“ geht von den Knochenmarkzellen aus, dem Ort, an dem das Blut produziert wird. Deshalb wird Leukämie auch als Blutkrebs bezeichnet. Alle Blutzellen, weiße und rote Blutkörperchen sowie Blutplättchen, stammen von einer gemeinsamen „Mutterzelle“, der blutbildenden Stammzelle ab. Auf jeder ihrer Entwicklungsstufen können Zellen entarten, also bösartig werden. 

Leukämien entstehen, wenn der normale Reifungsprozess der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) im Knochenmark durch eine Fehlschaltung bestimmter Kontrollgene unterbrochen ist. Die Zellen sind in der Regel nicht funktionsfähig und haben zudem die Eigenschaft, sich unkontrolliert und schnell zu vermehren (RKI, 2022; Onkointernetportal, 2025).

Grafische Darstellung der Leukämie
Orange Schleife zum Bewusstsein für Leukämie, Nierenkrebs

Es gibt verschiedene Formen von Leukämie, akute und chronische. Chronische Leukämien sind schleichende Erkrankungen, die die Betroffenen oft über einen längeren Zeitraum gar nicht bemerken. Bei diesen Blutkrebsarten treten die Leukämiezellen in ausgereifteren Formen auf, als dies bei den akuten Leukämien der Fall ist. Dagegen sind akute Leukämien lebensbedrohliche Erkrankungen, die unbehandelt innerhalb weniger Wochen oder Monate zum Tode führen. Je nach Art der weißen Blutkörperchen, aus denen die Leukämiezellen hervorgehen, werden die myeloischen und die lymphatischen Leukämien unterschieden. Myeloische Leukämien gehen von Vorläuferzellen der Granulozyten aus, lymphatische Leukämien von Vorläuferzellen der Lymphozyten (Onkointernetportal, 2025; Deutsche Krebshilfe, 2025). Das erste Begriffspaar beschreibt, wie die Erkrankung verläuft, das zweite charakterisiert, woher die fehlerhaften, im Blut vermehrt auftretenden Zellen stammen. Nach dieser Einteilung gibt es:

  • Die akute lymphatische Leukämie (ALL)
  • Die chronische lymphatische Leukämie (CLL) 
  • Die akute myeloische Leukämie (AML) 
  • Die chronische myeloische Leukämie (CML)

Die Daten in diesem Kapitel schließen akute und chronische lymphatische und myeloische Leukämien ein.

Pro Jahr erkranken in Deutschland etwa 10% an einer CML, etwa 50% an einer CLL und ungefähr 40% an den akuten Formen ALL und AML. Bei allen Leukämiearten erkranken Männer etwas häufiger als Frauen. Im Mittel erkranken Menschen zwischen 60 und 70 Jahren am häufigsten an Leukämie. 4% der Patient*innen sind Kinder unter 15 Jahren (Onkointernetportal, 2025).

„Für die Gruppe aller Leukämien können keine allgemein gültigen Risikofaktoren benannt werden. Einige Faktoren erhöhen jedoch das Risiko für die Entstehung bestimmter Leukämien. Zu den bekannten Risikofaktoren für akute Leukämien gehören ionisierende Strahlen und Zytostatika. Ein berufsbedingter Kontakt mit Benzol, 1,3-Butadien und verwandten Substanzen kann ebenfalls zur Entstehung einer Leukämie beitragen. Einige seltene genetische Veränderungen können das Erkrankungsrisiko für akute Leukämien erhöhen, darunter eine Trisomie des Chromosoms 21“ (RKI, 2022).

Die Abbildung 67 zeigt ab dem Jahr 2019 eine steigende Tendenz der Inzidenz und der Mortalität für Männer. Dahingegen zeigt die Grafik einen rückläufigen Trend der Neuerkrankungs- und Sterbefälle der Frauen im gleichen Zeitraum im Kreis Lippe. Es zeigt sich, dass Männer durchweg häufiger betroffen sind als Frauen. Auffällig ist der rückläufige Trend der Sterberate bei Frauen um -44,2%, der seit 2021 zu beobachten ist. Demgegenüber verzeichneten die Männer eine Steigerung um +22,7% (Abb. 68). 

Im Kreis Lippe liegt die Sterblichkeit bei Männern infolge von Leukämien an fünfter Stelle unter allen Krebsarten (Abb. 10). 

Abbildung 67: Absolute Anzahl der Leukämien-Neuerkrankungs-(______) und Sterbefälle(- - - -) bei Männern und Frauen, (ICD-10 C91-C95), im Kreis Lippe, Jahre 2006-2023 (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August, 2025).

Abbildung 67: Absolute Anzahl der Leukämien-Neuerkrankungs-(______) und Sterbefälle(- - - -) bei Männern und Frauen, (ICD-10 C91-C95), im Kreis Lippe, Jahre 2006-2023 (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August, 2025).

Abbildung 68: Altersstandardisierte Leukämieneuerkrankungs-(______) und Sterberaten (- - - -) je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) bei Männern und Frauen, (ICD-10 C91-C95), im Kreis Lippe, Jahre 2006-2023 (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025).

Abbildung 68: Altersstandardisierte Leukämieneuerkrankungs-(______) und Sterberaten (- - - -) je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) bei Männern und Frauen, (ICD-10 C91-C95), im Kreis Lippe, Jahre 2006-2023 (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025).

Die Krankenhausdiagnosen des Landesamts für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen für den Kreis Lippe (LfGA) sind in lymphatische und myeloische Leukämien unterteilt. 

Abbildung 69 präsentiert die Krankenhausfälle mit lymphatischer Leukämie (ICD-10 Code C91) für das Jahr 2023 aus dem Kreis Lippe nach Altersgruppen. Dabei überwiegt der Anteil der Männer gegenüber dem der Frauen. Auffällig ist der hohe Anteil an Kindern bis 14 Jahren (insgesamt 48 Fälle).

Abbildung 69: Krankenhausfälle (absolut) pro Altersgruppe der Lymphatischen Leukämien (ICD-10 C91) bei Frauen und Männern des Kreises Lippe, Jahr 2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025)

Abbildung 69: Krankenhausfälle (absolut) pro Altersgruppe der Lymphatischen Leukämien (ICD-10 C91) bei Frauen und Männern des Kreises Lippe, Jahr 2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025). 

Die jährlichen Gesamtzahlen der Krankenhausfälle sowie die altersstandardisierten Behandlungsraten für Männer und Frauen mit Lymphatischen Leukämien (ICD-10 C91) werden für den Zeitraum von 2014 bis 2023 in Tabelle 19 ausgewiesen. 

JahrGesamt Anzahl (absolut) MännerAltersstandardisierte Rate MännerGesamt Anzahl (absolut) FrauenAltersstandardisierte Rate Frauen
20148558,515739,37
20156134,32912,88
20164024,785943,76
20171911,092916,07
20185939,674424,31
20193421,533314,96
20202718,185735,58
20213617,872618,99
20226633,462914,21
20235330,554127,44

Tabelle 19: Krankenhausfälle der Lymphatischen Leukämien (ICD-10 C91) in absoluter Anzahl und altersstandardisierten Raten pro 100.000 Einwohner*innen pro Geschlecht von 2014 bis 2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025). 

Abbildung 70 zeigt die Krankenhausfälle mit Myeloischer Leukämie (ICD-10 C92) aus dem Kreis Lippe für das Jahr 2023 nach Altersgruppen. Bis zu einem Alter von 64 Jahren gibt es noch keine nennenswerten Unterschiede in der Geschlechterverteilung. Für diese Leukämieart überwiegen Frauen in der Altersgruppe 65-69. Ab 70 Jahren sind Männer deutlich häufiger betroffen als Frauen. 

Abbildung 70: Krankenhausfälle (absolut) pro Altersgruppe der Myeloischen Leukämien (ICD-10 C92) bei Frauen und Männern des Kreises Lippe, Jahr 2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025).

Abbildung 70: Krankenhausfälle (absolut) pro Altersgruppe der Myeloischen Leukämien (ICD-10 C92) bei Frauen und Männern des Kreises Lippe, Jahr 2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025). 

Tabelle 20 zeigt für den Zeitraum von 2014 bis 2023 die jährlichen Gesamtzahlen der Krankenhausfälle sowie die altersstandardisierten Behandlungsraten für Männer und Frauen mit Myeloischen Leukämien (ICD-10 C92). Die Krankenhausfälle der anderen Typen der Leukämie nach der Klassifikation des Landesamts für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe (LfGA) werden wegen der niedrigen Fallzahlen nicht grafisch dargestellt.

JahrGesamt Anzahl (absolut) MännerAltersstandardisierte Rate MännerGesamt Anzahl (absolut) FrauenAltersstandardisierte Rate Frauen
20144016,725021,47
20152512,43012,33
20163715,5359,96
20176130,473210,51
20184325,583411,38
20194622,664215,17
20205620,135216,62
20215118,626926,31
20226922,653814,17
20235117,443010,86

Tabelle 20: Krankenhausfälle der Myeloischen Leukämien (ICD-10 C92) in absoluter Anzahl und altersstandardisierten Raten pro 100.000 Einwohner*innen pro Geschlecht von 2014 bis 2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025). 

Die Monozytenleukämie (ICD-10 C93) umfasst insgesamt 12 Fälle, 9 Männer und 3 Frauen. Sonstige Leukämien näher bezeichneten Zelltyps (ICD-10 C94) betrafen lediglich 4 Fälle.

Im Kreis Lippe wurden im Jahr 2023 insgesamt 11 Fälle, davon 6 Frauen und 5 Männer, aufgrund einer Leukämie (ICD-10 C91-C95) in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen behandelt.

Die altersstandardisierten Neuerkrankungsraten der Leukämie sind für beide Geschlechter sowohl im Kreis Lippe als auch im Land NRW stabil. Kleine statistische Schwankungen sind für den Kreis Lippe zu beobachten. Zu erwähnen ist, dass die Neuerkrankungsrate der lippischen Männer im beobachteten Zeitraum höher ist als die von NRW (Abb. 71).

Abbildung 71: Altersstandardisierte Leukämie-Neuerkrankungsraten nach Geschlecht, (ICD-10 C91-C95), Jahre 2006-2023, Kreis Lippe und NRW je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025).

Abbildung 71: Altersstandardisierte Leukämie-Neuerkrankungsraten nach Geschlecht, (ICD-10 C91-C95), Jahre 2006-2023, Kreis Lippe und NRW je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). 

Die Schwankungen der Sterberate im Kreis Lippe sind etwas größer als bei den Neuerkrankungsraten. Die Steigerung bei den Männern, bei gleichzeitigem Rückgang bei den Frauen, sollte in den nächsten Jahren beobachtet werden. Aufgrund der kleinen Fallzahlen, liegt kein Anlass für eine Trendentwicklung vor. Die Raten in NRW für Männer und Frauen wiesen keine statistischen Schwankungen auf und blieben konstant (Abb. 72). 

Abbildung 72: Altersstandardisierte Sterberaten der Leukämie nach Geschlecht, (ICD-10 C91-C95), Jahre 2006-2023, Kreis Lippe und NRW je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025).

Abbildung 72: Altersstandardisierte Sterberaten der Leukämie nach Geschlecht, (ICD-10 C91-C95), Jahre 2006-2023, Kreis Lippe und NRW je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). 

6 Das onkologische Zentrum am Klinikum Lippe des Universitätsklinikums OWL

6 Das onkologische Zentrum am Klinikum Lippe des Universitätsklinikums OWL

„Das Onkologische Zentrum Lippe (OZ KLG) hat das Ziel, alle nach OnkoZert GmbH (am 06. Juni 2023) zertifizierten Zentren und Module wie auch Schwerpunkte und übergangsweise Transitzentren, dort wo sinnvoll, zentral zu steuern und Prozesse zu vereinheitlichen“ (Managementreview Onkologisches Zentrum, 2024).

„In Bezug auf die onkologische Expertise werden daher zukünftig die großen Bereiche Allgemein- und Viszeralchirurgie mit ihren Entitäten Darm, Pankreas, Magen, Speiseröhre, den Schwerpunkten Endokrine Malignom und Gastrointestinale Tumoren, die Urologie mit den Entitäten Prostata, Harnblase und Niere und den Schwerpunkten Penis-Hodentumoren, die Gynäkologie und das Brustzentrum sowie die Hämatologie/Onkologie universitär aufgestellt sein. Neben diesen hochqualifizierten Zentren stellen auch die Schnittstellenbereiche Pathologie mit Molekularpathologie, Labormedizin und klinischer Pathochemie sowie einer Biobank und die Radiologie höchste Behandlungsexpertise auf universitärer Ebene dar“ (Managementreview Onkologisches Zentrum, 2024).

Das Onkologisches Zentrum liegt an den Standorten des Klinikums Lippe in Detmold und Lemgo. 

Medizinisches Angebot

Das medizinische Angebot ist als „Das Gebäude Onkologisches Zentrum“, Abbildung 73 dargestellt:

Das „Gebäude Onkologisches Zentrum Lippe“

Abbildung 73: Das „Gebäude Onkologisches Zentrum Lippe“ (Managementreview Onkologisches Zentrum, 2024). 

Krebsneuerkrankungszahlen für Frauen und Männer des Onkologisches Zentrum Lippe

Als aktuellsten Behandlungsdaten des Onkologischen Zentrums für das Jahr 2024 werden in Tabelle 21 präsentiert. 

Mit 206 Fällen wurde Brustkrebs als die häufigste Krebsart von Frauen im OZ behandelt, gefolgt von 132 Fällen des Lungenkrebs, 72 des Darms, 62 des Hautkrebs, 47 des Gebärmutterkörperkrebs und 39 des Eierstockkrebs. 

Männer wurden aufgrund einer Prostatakrebserkrankungen am häufigsten behandelt mit 344 Fällen, gefolgt von Lungenkrebs mit 186 Fällen und Harnblasenkrebs mit 105 Fällen. Darmkrebs mit 82 war im Vergleich zu den Frauen etwas häufiger vertreten. Bei Hautkrebs war die Anzahl von 62 Fällen exakt gleich. Die prozentuale Verteilung der Tumorlokalisation auf alle behandelten Krebserkrankungen im OZ werden für Frauen und Männer in den Abbildungen 74 und 75 aufgezeigt.

Krebsart ICD-10 (ohne C44)Krebsneuerkrankungen FrauenKrebsneuerkrankungen Männer
Mund und Rachen (C00 - C14)711
Speiseröhre C15529
Magen C161525
Darm (C18 - C21)7282
Leber C22519
Gallenblase und Gallenwege (C23 + C24)714
Bauchspeicheldrüse C252825
Kehlkopf C3223
Lunge (C33 + C34)132186
Malignes Melanom der Haut C436262
Mesotheliom C4524
Brust C50206---
Vulva C5112
Gebärmutterhals C5316
Gebärmutterkörper (C54 + C55)47
Eierstöcke C5639
Prostata C61 344
Hoden C62 7
Niere C641332
Harnblase (C67, D09.0, D41.4)32105
Zentrales Nervensystem (C70 - C72)59
Schilddrüse C7358
Hodgkin-Lymphom C8135
Non-Hodgkin-Lymphom (C82-C86, C88)2628
Multiples Myelom C90911
Leukämien (C91 - C95)1215
Krebs gesamt (C00-C97 ohne C44)7621025

Tabelle 21: Absolute Anzahl der Krebsneuerkrankungen nach Geschlecht, Jahr 2024, Onkologisches Zentrum Lippe (Stand: Sept. 2025, Klinikum Lippe, eigene Daten). Fallzahlen unter drei wurden nicht berücksichtigt. 

Prozentualer Anteil der Tumorlokalisationen an allen Krebserkrankungen der Männer des Onkologischen Zentrums Lippe

Wie die Tabelle oben bzgl. der Krebsneuerkrankungsfälle gezeigt hat, ist Brustkrebs mit einem prozentualen Anteil von 27% die häufigste Krebsart der weiblichen Betroffenen an allen Krebserkrankungen (Abb. 74), gefolgt von Lungenkrebs (17,3%), Darmkrebs (9,4%), Hautkrebs (8,1%), Gebärmutterkörperkrebs (6,2%) und Eierstockkrebs (5,1%). Die Abbildung 74 zeigt die Anteile für das Jahr 2024.

Abbildung 74: Prozentualer Anteil der Tumorlokalisationen an allen Krebserkrankungen der Frauen des Onkologisches Zentrum Lippe, Jahr 2024 (Stand: Sept. 2025, Klinikum Lippe, eigene Daten).

Abbildung 74: Prozentualer Anteil der Tumorlokalisationen an allen Krebserkrankungen der Frauen des Onkologisches Zentrum Lippe, Jahr 2024 (Stand: Sept. 2025, Klinikum Lippe, eigene Daten).

Mit 33,6% ist der Prostatakrebs die häufigste Krebsart, die bei Männern im Onkologischen Zentrum Lippe in 2024 behandelt wurde. Lungenkrebs weist mit 18,1%, Harnblasenkrebs mit 10,2%, Darmkrebs mit 8% einen Anteil an allen Krebsarten auf, beim Hautkrebs sind es 6% (Abb. 75).

Abbildung 75: Prozentualer Anteil der Tumorlokalisationen an allen Krebserkrankungen der Männer des Onkologischen Zentrums Lippe, Jahr 2024 (Stand: Sept. 2025, Klinikum Lippe, eigene Daten).

Abbildung 75: Prozentualer Anteil der Tumorlokalisationen an allen Krebserkrankungen der Männer des Onkologischen Zentrums Lippe, Jahr 2024 (Stand: Sept. 2025, Klinikum Lippe, eigene Daten).

Onkologische Ambulanz

„In der Onkologischen Ambulanz werden alle diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen einschließlich Chemo- und Immuntherapien sowie Transfusionen durchgeführt. Dies kommt dem Wunsch der Patienten nach Unabhängigkeit und Erhalt der Lebensqualität entgegen. Das Klinikum Lippe trägt dem Rechnung durch eine großzügig dimensionierte Ambulanz am Standort Lemgo (11 Therapieplätze barrierefrei; separater Eingang). Es besteht ein Studienangebot, um Patienten Zugang zu innovativen Therapieformen zu ermöglichen“ (Managementreview Onkologisches Zentrum, 2024).

Palliativstation

„Die Patienten auf der Palliativstation werden von einem multiprofessionellen Team aus Palliativärzten, Psychoonkologen, Palliativ Care-Pflegekräften, Physiotherapeuten, Seelsorgern und Sozialarbeitern betreut. In Lippe gibt es ein sehr gut etabliertes palliatives Netzwerk und die Palliativstation in Lemgo ist ein wichtiger Pfeiler hiervon. Die meisten Patient*innen bleiben im Mittel etwa zwei Wochen. Für die palliative Weiterversorgung im häuslichen Umfeld sorgt die „Palliativversorgung in Lippe gGmbH“ (PVL) und der Intensiv-Palliativ-Pflegedienst in Lippe. Das Palliativnetz Lippe verbindet sektorenübergreifend den stationären wie auch den ambulanten/häuslichen Sektor. Regelmäßige Round-Table-Gespräche garantieren einen guten Austausch“ (Managementreview Onkologisches Zentrum, 2024).

7 Die Ambulante Psychosoziale Krebsberatungsstelle Kreis Lippe

7 Die Ambulante Psychosoziale Krebsberatungsstelle Kreis Lippe

Die Ambulante Psychosoziale Krebsberatungsstelle (KBS) des Öffentlichen Gesundheitsdienstes im Kreis Lippe besteht seit dem 01.01.2025. Die KBS befindet sich in eigenen Räumlichkeiten am Standort des Gesundheitszentrums Oerlinghausen. Um ein niedrigschwelliges und wohnortnahes Angebot für alle Betroffenen zu ermöglichen, besteht die Möglichkeit nach Absprache auch in Lemgo, Detmold und Lügde Beratung wahrzunehmen.

Ein Team aus derzeit zwei Sozial- bzw. Heilpädagoginnen, bietet qualifizierte psychoonkologische Beratung und Begleitung für Betroffene sowie ihre An- und Zugehörigen an (Stand 12/25). Dabei helfen sie bei der Neuorientierung in der Krankheitsphase, bei alltäglichen Situationen der Heraus- und Überforderung, krankheitsbedingter Belastung der Partnerschaft und Familiensituation, in psychischen oder sozialen Belastungs- oder Krisensituationen oder in einer möglichen palliativen Phase der Erkrankung und bei der Trauerbegleitung. Außerdem beraten und unterstützen sie bei sozialrechtlichen Fragen, beispielsweise zu den Themen finanzielle Unterstützung, soziale Leistungen bei Verdienstausfall/Sicherung des Lebensunterhaltes, berufliche Wiedereingliederung, Erwerbsunfähigkeit und Rentenansprüche oder Schwerbehindertenausweis und Nachteilsausgleich. Das Team soll sich im kommenden Jahr 2026 um eine/n Psychologin/Psychologen erweitern.

Die Finanzierung der Krebsberatungsstelle erfolgt gemäß § 65e SGB V über Fördermittel des Spitzenverbands Bund der Krankenkassen (GKV-Spitzenverband) und Verbands der Privaten Krankenversicherung sowie über einen kommunalen Eigenanteil (finanziert vom Kreis Lippe) und über Spendengeldern.

Zur Unterstützung der Arbeit der Krebsberatungsstelle und der Akquise des Spendenanteils, wurde am 08.05.2025 der „Förderverein Krebsberatungsstelle in Lippe e. V.“ gegründet.

8 Fazit und Handlungsempfehlungen

8 Fazit und Handlungsempfehlungen

Im vorliegenden Basisbericht wurden Daten über die onkologischen Erkrankungen und ihre Häufigkeit und Sterblichkeit im Kreis Lippe zusammengetragen. Der Bericht bildet somit die aktuelle Datenlage im Kreis Lippe ab und soll als Unterstützung für die Planung und Koordination von vorhandenen und weiteren Hilfeangeboten dienen. 

Im Kreis Lippe lag die Inzidenz im Jahr 2023 bei 2.300 Fällen, davon 1.215 Männer und 1.085 Frauen. Die Mortalität wurde in insgesamt 1.029 Fällen erfasst, davon entfielen 550 auf Männer und auf 479 Frauen.

Die häufigsten diagnostizierten Krebsarten im Jahr 2023 im Kreis Lippe waren Brustkrebs bei Frauen (31,8%) und Prostatakrebs (28,1%) bei Männern. Danach folgten Lungenkrebs (Männer: 12,7%, Frauen: 10,3%), Darmkrebs (Männer: 11,8%, Frauen: 10,9%), Harnblasenkrebs (Männer: 10,3%, Frauen: 3,9%), Gebärmutterkörperkrebs (6,3%) und Malignes Melanom der Haut (Männer: 5,6%, Frauen: 5,2%).

Diese genannten Krebsarten machen circa 65% der Inzidenz von Frauen und fast 69% der von Männern aus. 

Auffällig ist die Zunahme der Krebsneuerkrankungsrate des Hautkrebs in den letzten Jahren (2019 bis 2023) um 52% bei Männern und um 25,2% bei Frauen. Zusätzlich wurde ab dem Jahr 2021 auch eine Erhöhung der Inzidenz des Gebärmutterkörperkrebs um 10,7% und des Lungenkrebs um 23,7% bei Frauen und um 11,7% bei Männern beobachtet. Der Lungenkrebs ist die Haupttodesursache unter allen Krebserkrankungen bei Männern. Nicht nur die Inzidenz des Krebs sondern auch deren Mortalität ist ein wichtiger Aspekt für den Krebsbericht des Kreises Lippe.

Für einige bestimmte Krebsarten der Männer hat sich die Sterblichkeit im Kreis Lippe erhöht. Die Zunahme der Sterberate des Prostatakrebs lag bei +22,3% in den letzten Jahren (2021 bis 2023). Zudem gilt eine besondere Aufmerksamkeit der Zunahme der Mortalität im Kreis Lippe infolge von Harnblasenkrebs und Leukämien.

Auf Grundlage der herausgestellten Erkenntnisse können folgende Handlungsempfehlungen gegeben werden:

  • Die Präventionsangebote bzgl. der Hauptrisikofaktoren, Rauchen und UV-Strahlung, sollten im Kreis Lippe intensiviert werden.
  • Die Bevölkerung sollte für die aktuellen Früherkennungsprogramme stärker sensibilisiert werden.
  • Generell sollte ein gesunder Lebensstil, insbesondere im Hinblick auf Ernährung, Bewegung und Vermeidung von Alkohol- und Tabakkonsum beworben werden.
9 Literaturverzeichnis

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10 Abbildungsverzeichnis

10 Abbildungsverzeichnis

  • Abbildung 1: Einwohnerdichte je Kommune im Kreis Lippe (Quelle: Statistikstelle des Kreises Lippe, Stand: 2024). 
  • Abbildung 2: Altersverteilung in Prozent im Kreis Lippe nach Geschlecht (Quelle: IT. NRW, Stand: 31.12.2024, eigene Darstellung) 
  • Abbildung 3: Altersstandardisierte Krebsneuerkrankungsraten je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) nach Geschlecht, ICD-10 C00-C97 ohne C44 (nicht-melanotischer Hautkrebs), Jahre 2006-2023, Kreis Lippe und NRW. (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). 
  • Abbildung 4: Altersstandardisierte Sterberaten je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) nach Geschlecht, ICD-10 C00-C97 ohne C44 (nicht-melanotischer Hautkrebs), Jahre 2006-2023, Kreis Lippe und NRW. (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). 
  • Abbildung 5: Absolute Anzahl aller Krebsneuerkrankungs- und Sterbefälle nach Geschlecht, ICD-10 C00-C97 ohne C44 (nicht-melanotischer Hautkrebs), Jahre 2006-2023, im Kreis Lippe. (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). 
  • Abbildung 6: Altersstandardisierte Krebsneuerkrankungs- und Sterberaten je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) nach Geschlecht, ICD-10 C00-C97ohne C44 (nicht-melatonischer Hautkrebs), Jahre 2006-2023, im Kreis Lippe. (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). 
  • Abbildung 7: Prozentualer Anteil der häufigsten Tumorlokalisationen an allen Krebsneuerkrankungen (ohne nicht–melanotischen Hautkrebs, C44) für weibliche Betroffene im Kreis Lippe, Jahre 2010, 2015, 2020 und 2023. (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW - Lippe, Stand: August 2025). 
  • Abbildung 8: Prozentualer Anteil der häufigsten Tumorlokalisationen an allen Krebssterbefällen für weibliche Betroffene im Kreis Lippe, Jahre 2010, 2015, 2020 und 2023. (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). 
  • Abbildung 9: Prozentualer Anteil der häufigsten Tumorlokalisationen an allen Krebsneuerkrankungen, (ohne nicht–melanotischen Hautkrebs, C44) für männliche Betroffene im Kreis Lippe, Jahre 2010, 2015, 2020 und 2023. (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). 
  • Abbildung 10: Prozentualer Anteil der häufigsten Tumorlokalisationen an allen Krebssterbefällen für männliche Betroffene im Kreis Lippe, Jahre 2010, 2015, 2020 und 2023. (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). 
  • Abbildung 11: Absolute Anzahl der Brustkrebsneuerkrankungs-(______) und Sterbefälle(- - - -) bei Männern und Frauen, ICD-10 C50, im Kreis Lippe, Jahre 2006-2023 (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). 
  • Abbildung 12: Altersstandardisierte Brustkrebsneuerkrankungs-(______) und Sterberaten (- - - -) je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) bei Männern und Frauen, ICD-10 C50, im Kreis Lippe, Jahre 2006-2023 (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). 
  • Abbildung 13: Krankenhausfälle (absolute Anzahl) pro Altersgruppe des Brustkrebs bei Frauen des Kreises Lippe, Jahr 2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025). 
  • Abbildung 14: Altersgruppen der Behandlungsfälle in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen des Brustkrebs bei Frauen im Kreis Lippe, 2023 (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025). 
  • Abbildung 15: Behandlungsfälle des Brustkrebs in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen bei Frauen im Kreis Lippe, Jahr 2014-2023 (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025). 
  • Abbildung 16: Altersstandardisierte Brustkrebsneuerkrankungsraten je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) nach Geschlecht, ICD-10 (C50), Jahre 2006-2023, Kreis Lippe und NRW.(Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). 
  • Abbildung 17: Altersstandardisierte Sterberaten je 100.000 Einwohner*innen(alter Europastandard) des Brustkrebs nach Geschlecht, ICD-10 Brust (C50), Jahre 2006-2023, Kreis Lippe und NRW (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen,LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). 
  • Abbildung 18: Absolute Anzahl der Prostatakrebsneuerkrankungs- (______) und Sterbefälle (- - - -) bei Männern, ICD-10 C61, im Kreis Lippe, Jahre 2006-2023 (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). 
  • Abbildung 19: Altersstandardisierte Prostatakrebsneuerkrankungs-(______) und Sterberaten (- - - -) bei Männern, ICD-10 C61, im Kreis Lippe, Jahre 2006-2023 (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). 
  • Abbildung 20: Krankenhausfälle pro Altersgruppe des Prostatakrebs bei Männern aus dem Kreis Lippe, Jahr 2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025). 
  • Abbildung 21: Altersgruppe der Behandlungsfälle in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen des Prostatakrebs bei Männern im Kreis Lippe, 2023 (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025). 
  • Abbildung 22: Behandlungsfälle in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen des Prostatakrebs bei Männern im Kreis Lippe Jahr 2014-2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025). 
  • Abbildung 23: Altersstandardisierte Prostatakrebsneuerkrankungsraten je 100.000Einwohner*innen (alter Europastandard) bei Männern, ICD-10 C61, im Zeitverlauf der Jahre 2006-2023 im Kreis Lippe und NRW (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). 
  • Abbildung 24: Altersstandardisierte Sterberaten je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) des Prostatakrebs bei Männern, ICD-10 C61, im Zeitverlauf der Jahre 2006 bis 2023 im Kreis Lippe und NRW (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). 
  • Abbildung 25: Absolute Anzahl der Lungenkrebsneuerkrankungs- (______) und Sterbefälle (- - - -) ICD-10 C33-C34 bei Männern und Frauen im Kreis Lippe, Jahre 2006-2023 (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). 
  • Abbildung 26: Altersstandardisierte Lungenkrebsneuerkrankungs- (______) und Sterberaten (- - - -) je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) bei Männern und Frauen, ICD-10 C33+C34, im Kreis Lippe, Jahre 2006-2023 (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). 
  • Abbildung 27: Krankenhausfälle (absolut) pro Altersgruppe des Lungenkrebs bei Frauen und Männern des Kreises Lippe, Jahr 2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025). 
  • Abbildung 28: Altersgruppen der Behandlungsfälle in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen des Lungenkrebs bei Männern und Frauen im Kreis Lippe, 2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025). 
  • Abbildung 29: Altersstandardisierte Lungenkrebsneuerkrankungsraten,ICD-10 C33 - C34 nach Geschlecht, Jahre 2006-2023, Kreis Lippe und NRW je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard). (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). 
  • Abbildung 30: Altersstandardisierte Sterberaten des Lungenkrebs, ICD-10 C33 + C43 nach Geschlecht, Jahre 2006-2023, Kreis Lippe und NRW je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard). (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). 
  • Abbildung 31: Absolute Anzahl der Darmkrebsneuerkrankungs- (______) und Sterbefälle(- - - -) bei Männern und Frauen, ICD-10 C18-C21, im Kreis Lippe, Jahre 2006-2023 (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). 
  • Abbildung 32: Altersstandardisierte Darmkrebsneuerkrankungs- (______) und Sterberaten (- - - -) je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) bei Männern und Frauen, ICD-10 C18-C21, im Kreis Lippe, Jahre 2006-2023 (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). 
  • Abbildung 33: Krankenhausfälle (absolut) pro Altersgruppe der bösartigen Neubildung des Kolons, ICD-10 C18 bei Frauen und Männern des Kreises Lippe, Jahr 2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025). 
  • Abbildung 34: Krankenhausfälle (absolut) pro Altersgruppe der bösartigen Neubildung am Rektosigmoid, ICD-10 C19 bei Männern des Kreises Lippe, Jahr 2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025). 
  • Abbildung 35: Krankenhausfälle (absolut) pro Altersgruppe der bösartigen Neubildung des Rektums, ICD-10 C20 bei Frauen und Männern des Kreises Lippe, Jahr 2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025). 
  • Abbildung 36: Krankenhausfälle (absolut) pro Altersgruppe der bösartigen Neubildung des Anus und des Analkanals, ICD-10 C21 bei Frauen und Männern des Kreises Lippe, Jahr 2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025). 
  • Abbildung 37: Altersgruppen der Behandlungsfälle in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen der bösartigen Neubildung des Kolons ICD-10 C18 bei Männern und Frauen im Kreis Lippe, Jahr 2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025. Fallzahlen unter drei wurden nicht registriert. 
  • Abbildung 38: Altersgruppen der Behandlungsfälle in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen der bösartigen Neubildung des Rektums ICD-10 C20 bei Männern und Frauen im Kreis Lippe, Jahr 2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025.Fallzahlen unter drei wurden nicht berücksichtigt. 
  • Abbildung 39: Altersstandardisierte Darmkrebsneuerkrankungsraten je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) nach Geschlecht, Damkrebs, ICD-10 C18-C21, Jahre 2006-2023, Kreis Lippe und NRW (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). 
  • Abbildung 40: Altersstandardisierte Sterberaten je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) des Darmkrebs nach Geschlecht, ICD-10 C18-C21,Jahre 2006-2023, Kreis Lippe und NRW (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). 
  • Abbildung 41: Absolute Anzahl der Harnblasenkrebsneuerkrankungs- (______) und Sterbefälle (- - - -) bei Männern und Frauen, Harnblasenkrebs ICD-10 C67 D09.0, D4, im Kreis Lippe, Jahre 2006-2023 (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). 
  • Abbildung 42: Altersstandardisierte Harnblasenkrebsneuerkrankungs- (______) und Sterberaten(- - - -) je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) bei Männern und Frauen, ICD-10 C67 D09.0, D4, im Kreis Lippe, Jahre 2006-2023 (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). 
  • Abbildung 43: Krankenhausfälle (absolut) pro Altersgruppe des Harnblasenkrebs bei Frauen und Männern des Kreises Lippe, Jahr 2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025). 
  • Abbildung 44: Altersgruppen der Behandlungsfälle in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen der bösartigen Neubildung der Harnblase ICD-10 C67 D09.0, D4 bei Männern und Frauen im Kreis Lippe, Jahr 2023.(Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025). Fallzahlen unter drei wurden nicht berücksichtigt. 
  • Abbildung 45: Altersstandardisierte Harnblasenkrebsneuerkrankungsraten nach Geschlecht, ICD-10 C67, D09.0, D4, Jahre 2006-2023, Kreis Lippe und NRW je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard). (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). 
  • Abbildung 46: Altersstandardisierte Sterberaten des Harnblasenkrebs nach Geschlecht, ICD-10 C67, D09.0, D4, Jahre 2006-2023, Kreis Lippe und NRW je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard). (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). 
  • Abbildung 47: Absolute Anzahl des Malignen Melanoms – Hautkrebsneuerkrankungs- (______) und Sterbefälle (- - - -) bei Männern und Frauen, ICD-10 C43, im Kreis Lippe, Jahre 2006-2023 (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). 
  • Abbildung 48: Altersstandardisierte Hautkrebsneuerkrankungs- (______) und Sterberaten(- - - -) je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) bei Männern und Frauen, ICD-10 C43,im Kreis Lippe, Jahre 2006-2023 (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW-Lippe, Stand: August 2025). 
  • Abbildung 49: Krankenhausfälle (absolut) pro Altersgruppe des Hautkrebs, ICD-10 C43, bei Frauen und Männern des Kreises Lippe, Jahr 2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025). 
  • Abbildung 50: Altersstandardisierte Hautkrebsneuerkrankungsraten nach Geschlecht, ICD-10 C43, Jahre 2006-2023, Kreis Lippe und NRW je 100.000 Einwohner*innen. (alter Europastandard). (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). 
  • Abbildung 51: Altersstandardisierte Sterberaten des Hautkrebs nach Geschlecht,ICD-10 C43, Jahre 2006-2023, Kreis Lippe und NRW je 100.000 Einwohner*innen(alter Europastandard). (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). 
  • Abbildung 52: Absolute Anzahl der Gebärmutterkörperkrebsneuerkrankungs- (______) und Sterbefälle (- - - -) bei Frauen, ICD-10 C54-C55, im Kreis Lippe, Jahre 2006-2023 (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). 
  • Abbildung 53: Altersstandardisierte Gebärmutterkörperkrebsneuerkrankungs- (______) und Sterberaten (- - - -) je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) bei Frauen, ICD-10 C54-C55,im Kreis Lippe, Jahre 2006-2023 (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW-Lippe, Stand: August 2025). 
  • Abbildung 54: Krankenhausfälle (absolute Anzahl) pro Altersgruppe des Gebärmutterkörperkrebs bei Frauen des Kreises Lippe, Jahr 2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025). 
  • Abbildung 55: Altersstandardisierte Gebärmutterkörperkrebsneuerkrankungsraten je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) bei Frauen, ICD-10 C54-C55, Jahre 2006-2023 im Kreis Lippe und NRW (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). 
  • Abbildung 56: Altersstandardisierte Sterberaten des Gebärmutterkörperkrebs je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard). bei Frauen, ICD-10 C54-C55, Jahre 2006-2023 im Kreis Lippe und NRW (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). 
  • Abbildung 57: Absolute Anzahl der Non-Hodgkin-Lymphome-Krebsneuerkrankungs- (______) und Sterbefälle (- - - -) bei Männern und Frauen, ICD-10 C82-C86, C88, im Kreis Lippe, Jahre 2006-2023 (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). 
  • Abbildung 58: Altersstandardisierte Non-Hodgkin-Lymphome Krebsneuerkrankungs- (______) und Sterberaten (- - - -) je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) bei Männern und Frauen, ICD-10 C82-C86, C88, im Kreis Lippe, Jahre 2006-2023 (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). 
  • Abbildung 59: Krankenhausfälle (absolut) pro Altersgruppe des nicht Follikulären Lymphoms ICD-10 C83 bei Frauen und Männern des Kreises Lippe, Jahr 2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025). 
  • Abbildung 60: Altersstandardisierte Non-Hodgkin-Lymphom-Neuerkrankungsraten nach Geschlecht, ICD-10 C82-C86, C88 Jahre 2006-2023, Kreis Lippe und NRW je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard). (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). 
  • Abbildung 61: Altersstandardisierte Sterberaten des non-Hodgkin-Lymphoms nach Geschlecht, ICD-10 C82-C86, C88 Jahre 2006-2023, Kreis Lippe und NRW je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard). (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). 
  • Abbildung 62: Absolute Anzahl der Bauchspeicheldrüsenkrebsneuerkrankungs- (______) und Sterbefälle (- - - -) bei Männern und Frauen, ICD-10 C25, im Kreis Lippe, Jahre 2006-2023 (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). 
  • Abbildung 63: Altersstandardisierte Bauchspeicheldrüsenkrebsneuerkrankungs- (______) und Sterberaten (- - - -) je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) bei Männern und Frauen, ICD-10 C25, im Kreis Lippe, Jahre 2006-2023 (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). 
  • Abbildung 64: Krankenhausfälle (absolut) pro Altersgruppe des Bauchspeicheldrüsenkrebs ICD-10 C25 bei Frauen und Männern des Kreises Lippe, Jahr 2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025). 
  • Abbildung 65: Altersstandardisierte Bauchspeicheldrüsenkrebsneuerkrankungsraten nach Geschlecht, ICD-10 C25, Jahre 2006-2023, Kreis Lippe und NRW je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard). (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). 
  • Abbildung 66: Altersstandardisierte Sterberaten des Bauchspeicheldrüsenkrebs nach Geschlecht, ICD-10 C25, Jahre 2006-2023, Kreis Lippe und NRW je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard). (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). 
  • Abbildung 67: Absolute Anzahl der Leukämien-Neuerkrankungs-(______) und Sterbefälle(- - - -) bei Männern und Frauen, ICD-10 C91-C95, im Kreis Lippe, Jahre 2006-2023 (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August, 2025). 
  • Abbildung 68: Altersstandardisierte Leukämieneuerkrankungs-(______)und Sterberaten (- - - -) je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) bei Männern und Frauen, ICD-10 C91-C95, im Kreis Lippe, Jahre 2006-2023 (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). 
  • Abbildung 69: Krankenhausfälle (absolut) pro Altersgruppe der Lymphatischen Leukämien ICD-10 C91 bei Frauen und Männern des Kreises Lippe, Jahr 2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025). 
  • Abbildung 70: Krankenhausfälle (absolut) pro Altersgruppe der Myeloischen Leukämien ICD-10 C92 bei Frauen und Männern des Kreises Lippe, Jahr 2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025). 
  • Abbildung 71: Altersstandardisierte Leukämie-Neuerkrankungsraten nach Geschlecht, ICD-10 C91-C95, Jahre 2006-2023, Kreis Lippe und NRW je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard). (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). 
  • Abbildung 72: Altersstandardisierte Sterberaten der Leukämie nach Geschlecht, ICD-10 C91-C95, Jahre 2006-2023, Kreis Lippe und NRW je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard). (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). 
  • Abbildung 73: Das „Gebäude Onkologisches Zentrum Lippe“ (Managementreview Onkologisches Zentrum, 2024). 
  • Abbildung 74: Prozentualer Anteil der Tumorlokalisationen an allen Krebserkrankungen der Frauen des Onkologisches Zentrum Lippe, Jahr 2024 (Stand: Sept. 2025, Klinikum Lippe, eigene Daten). 
  • Abbildung 75: Prozentualer Anteil der Tumorlokalisationen an allen Krebserkrankungen der Männern des Onkologischen Zentrums Lippe, Jahr 2024 (Stand: Sept. 2025, Klinikum Lippe, eigene Daten). 
11 Tabellenverzeichnis

11 Tabellenverzeichnis

  • Tabelle 1: Ab den 01. April 2016 erfolgte die Umstellung zu einem integrierten klinisch-epidemiologischen Krebsregister. Meldepflichtige Krebsneuerkrankungen nach ICD-10-Codes. Sekundäre bösartige Neubildungen (C77-C79) werden nicht als gesonderte Diagnose, sondern als Metastase des jeweiligen Primärtumors (ICD-10 C00.0- C96.9) dokumentiert (Quelle: LKR, NRW 2025). 12
  • Tabelle 2: Absolute Anzahl der Krebsneuerkrankungen und Sterbefälle und die Krebsneuerkrankungs- und Sterberaten je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) (ohne nicht–melanotischen Hautkrebs, C44) für weibliche Betroffene im Kreis Lippe, Jahre 2010, 2015, 2020 und 2023 (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). Fälle unter drei wurden nicht dargestellt. 23
  • Tabelle 3: Absolute Anzahl der Krebsneuerkrankungen und Sterbefälle und die Krebsneuerkrankungs- und Sterberaten je 100.000 Einwohner*innen (alter Europastandard) (ohne nicht–melanotischen Hautkrebs, C44) für männliche Betroffene im Kreis Lippe, Jahre 2010, 2015, 2020 und 2023 (Quelle: Landeskrebsregister Nordrhein-Westfalen, LKR NRW- Lippe, Stand: August 2025). Fälle unter drei wurden nicht dargestellt. 26
  • Tabelle 4: Krankenhausfälle des Brustkrebs in absolute Anzahl und altersstandardisierte Rate pro 100.000 Einwohner*innen pro Geschlecht von 2014 bis 2023.(Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025). Fälle unter drei wurden nicht dargestellt. 32
  • Tabelle 5: Krankenhausfälle in absoluter Anzahl und altersstandardisierte Raten pro 100.000 Einwohner*innen von 2014 bis 2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025). 37
  • Tabelle 6: Krankenhausfälle des Lungenkrebs in absoluter Anzahl und altersstandardisierter Rate pro 100.000 Einwohner*innen pro Geschlecht von 2014 bis 2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025). 43
  • Tabelle 7: Behandlungsfälle in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen des Lungenkrebs ICD-10 C33-C34 bei Männern und Frauen im Kreis Lippe, Jahre 2014-2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025). 44
  • Tabelle 8: Gesamte Krankenhausfälle des Darmkrebs (ICD-10 C18-C21) in absoluter Anzahl und altersstandardisierten Raten pro 100.000 Einwohner*innen pro Geschlecht von 2014 bis 2023.(Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025). Fallzahlen unter drei wurden nicht ausgewiesen. 52
  • Tabelle 9: Behandlungsfälle in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen der bösartigen Neubildung des Kolons ICD-10 C18 bei Männern und Frauen im Kreis Lippe, Jahre 2014-2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025). 53
  • Tabelle 10: Behandlungsfälle in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen der bösartigen Neubildung des Rektums ICD-10 C20 bei Männern und Frauen im Kreis Lippe, Jahre 2014-2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025). 54
  • Tabelle 11: Krankenhausfälle des Harnblasenkrebs in absoluter Anzahl und altersstandardisierter Rate pro 100.000 Einwohner*innen pro Geschlecht von 2014 bis 2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025). 58
  • Tabelle 12: Behandlungsfälle in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen der bösartigen Neubildung der Harnblase ICD-10 C67 D09.0, D4 bei Männern und Frauen im Kreis Lippe, Jahre 2014-2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025). 59
  • Tabelle 13: Krankenhausfälle des Hautkrebs in absoluter Anzahl und altersstandardisierten Raten pro 100.000 Einwohner*innen pro Geschlecht von 2014 bis 2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025). 64
  • Tabelle 14: Behandlungsfälle in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen des bösartigen Melanoms der Haut ICD-10 C43 bei Männern und Frauen im Kreis Lippe, Jahre 2014-2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025). 65
  • Tabelle 15: Krankenhausfälle des Gebärmutterkörperkrebs in absoluter Anzahl und altersstandardisierter Rate pro 100.000 Einwohner*innen von 2014 bis 2023.(Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025). 69
  • Tabelle 16: Behandlungsfälle in Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen des bösartigen Neubildung des Gebärmutterkörpers ICD-10 C54 bei Frauen im Kreis Lippe, Jahre 2014-2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025). 70
  • Tabelle 17: Krankenhausfälle des nicht follikulären Lymphoms ICD-10 C83 in absoluter Anzahl und altersstandardisierten Raten pro 100.000 Einwohner*innen pro Geschlecht von 2014 bis 2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025). 75
  • Tabelle 18: Krankenhausfälle des Bauchspeicheldrüsenkrebs ICD-10 C25 in absoluter Anzahl und altersstandardisierten Raten pro 100.000 Einwohner*innen pro Geschlecht von 2014 bis 2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025). 79
  • Tabelle 19: Krankenhausfälle der Lymphatischen Leukämien ICD-10 C91 in absoluter Anzahl und altersstandardisierten Raten pro 100.000 Einwohner*innen pro Geschlecht von 2014 bis 2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025). 84
  • Tabelle 20: Krankenhausfälle der Myeloischen Leukämien ICD-10 C92 in absoluter Anzahl und altersstandardisierten Raten pro 100.000 Einwohner*innen pro Geschlecht von 2014 bis 2023. (Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen-Lippe, LfGA NRW, 2025). 85
  • Tabelle 21: Absolute Anzahl der Krebsneuerkrankungen nach Geschlecht, Jahr 2024, Onkologisches Zentrum Lippe (Stand: Sept. 2025, Klinikum Lippe, eigene Daten). Fallzahlen unter drei wurden nicht berücksichtigt. 89
12 Abkürzungsverzeichnis

12 Abkürzungsverzeichnis

Abb.Abbildung
ALLAkute Lymphatische Leukämie
AMLAkute Myeloische Leukämie
BKRGBundeskrebsregisterdatengesetz
BKVBerufskrankheiten-Verordnung
BRCABreast-Cancer-Genen
CLLChronische Lymphatische Leukämie
CMLChronische Myeloische Leukämie
CTComputertomografie
DAMPsschadensassoziierte molekulare Muster
DGUVDeutsche Gesetzliche Unfallversicherung
DKFZDeutsches Krebsforschungszentrum
DRUDigitale rektale Untersuchung
Einw.Einwohner*innen
GBAGemeinsamer Bundesausschuss
GBEGesundheitsberichterstattung
GKVGesetzliche Kranken- und Pflegekassen
HPVHumane Papillomviren
ICD-10International Classification of Diseases (Internationalen Klassifikation der Krankheiten)
ICD-10-GMInternational Classification of Diseases- German Modifikation
iFOBTimmunological Faecal Occult Blood Test
KBSKrebsberatungsstelle
LfGALandesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz Nordrhein-Westfalen
LKRLandeskrebsregister
LWLLandschaftsverband Westfalen-Lippe
LZGLandeszentrum Gesundheit
MRTMagnetresonanztomographie
MSPMammographie-Screening-Programm
NK-Zellen„Natural Killer“ Zellen
NRWNordrhein-Westfalen
OWLUniversitätsklinikum Ostwestfalen-Lippe
OZOnkologische Zentrum Lippe
PSA-TestProstataspezifisches Antigen-Test
PVLPalliativversorgung in Lippe
RKIRobert Koch-Institut
STIKOStändige Impfkommission
TAAsTumorassoziierter Antigene
TURTransurethralen Resektion
UVUltraviolette Strahlung
WCRFIWorld Cancer Research Fund International
WHOWeltgesundheitsorganisation
ZfKDZentrum für Krebsregisterdaten

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